Reise-Kit · für Frankreich (auch Belgien, die Schweiz und Québec)

Französisch Reise-Kit50 Sätze auf Französisch für deine Reise, mit Aussprache

  1. noch 5 Tage
    Tag 1 hier starten
    Die zehn, die zählen
    • Bonjour
    • Bonsoir
    10 Sätze~10 Min.
  2. noch 4 Tage
    Tag 2
    Café und Restaurant
    • Une table pour deux, s'il vous plaît
    • Je voudrais…
    10 Sätze~10 Min.
  3. noch 3 Tage
    Tag 3
    Bezahlen und Einkaufen
    • C'est combien… ?
    • C'est trop cher
    10 Sätze~10 Min.
  4. noch 2 Tage
    Tag 4
    Unterwegs und Schilder
    • Où est… ?
    • Où sont les toilettes ?
    10 Sätze~10 Min.
  5. noch 1 Tag
    Tag 5
    Hotel und Hilfe
    • J'ai une réservation
    • La clé, s'il vous plaît
    10 Sätze~10 Min.
  6. Deine Reise
    50 Sätze bereit
Morgen geht es los? Mach nur Tag eins: die zehn Sätze, die zählen. Zehn Minuten, und du kommst an und kannst grüßen, bitte und danke sagen und dich entschuldigen. Tag eins starten
Bonus Zahlen 1–10 · 10 Karten · an jedem Tag

Zehn am Tag, fünf Tage, jeweils etwa zehn Minuten. Kostenlos, ohne Anmeldung.

1Bonjour
2bong-SCHUR
3Guten Tag / Guten Morgen
4Das wichtigste Wort in Frankreich: Beim Betreten jedes Ladens, Cafés oder Busses sagst du es, bevor du irgendetwas anderes sagst. Die Regel ist strenger als unser „Guten Tag“, das man auch mal verschluckt; hier wird das Weglassen als Unhöflichkeit gelesen, und die Bedienung wird spürbar kühl. Es gilt bis etwa 18 Uhr und nur einmal pro Person und Tag (beim zweiten Mal kommt ein scherzhaftes „rebonjour“); „salut“ ist für Freunde, „bonjour madame“ oder „bonjour monsieur“ die geschliffene Form.
  1. 1Der Satz so, wie ihn ein Einheimischer zu einem Touristen sagt
  2. 2Wie man ihn sagt: betonte Silbe in Großbuchstaben
  3. 3Was er bedeutet
  4. 4Der Hinweis: wann man ihn sagt und welchen Fehler Touristen in Frankreich machen

Tag eins öffnet sich in deinem Browser, ohne Konto. Stapeldetails.

  • Mit kostenlosem Konto
  • Fortschritt gespeichert
  • Tage 2–5 eingeplant
  • drei Lernarten: umdrehen, umgekehrt, tippen
  • Quiz und Kreuzworträtsel, wenn Karten langweilig werden
  • Erinnerungen, wenn Karten fällig sind
50 Sätze + 10 Zahlen5 Tage · ~10 Min./TagAussprache auf jeder KarteVerteiltes Wiederholen
Tag 1

Die zehn, die zählen

10 Sätze

Grüßen, danken, sich entschuldigen, auf sich aufmerksam machen und sagen, dass du nicht verstehst.

  1. Bonjour bong-SCHUR
    Guten Tag / Guten Morgen
    Das wichtigste Wort in Frankreich: Beim Betreten jedes Ladens, Cafés oder Busses sagst du es, bevor du irgendetwas anderes sagst. Die Regel ist strenger als unser „Guten Tag“, das man auch mal verschluckt; hier wird das Weglassen als Unhöflichkeit gelesen, und die Bedienung wird spürbar kühl. Es gilt bis etwa 18 Uhr und nur einmal pro Person und Tag (beim zweiten Mal kommt ein scherzhaftes „rebonjour“); „salut“ ist für Freunde, „bonjour madame“ oder „bonjour monsieur“ die geschliffene Form.
    Bonjour ! Un croissant, s'il vous plaît. – Bonjour, et avec ceci ? — Guten Tag! Ein Croissant, bitte. – Guten Tag, sonst noch etwas?
  2. Bonsoir bong-SSUAR
    Guten Abend
    Ab etwa 18 Uhr oder sobald es dunkel ist, wechselst du von „bonjour“ zu „bonsoir“, und beim Eintreffen zum Abendessen immer. Zum Abschied sagt man „bonne soirée“ (einen schönen Abend noch). „Bonne nuit“ ist wie unser „Gute Nacht“ nur für jemanden, der ins Bett geht, nie beim Verlassen des Restaurants.
    Bonsoir, vous avez une table pour deux ? – Bonsoir, vous avez réservé ? — Guten Abend, haben Sie einen Tisch für zwei? – Guten Abend, haben Sie reserviert?
  3. S'il vous plaît ssil wu PLÄ
    Bitte
    Anders als das deutsche „bitte“ steht es am Ende der Bitte, nach einem Komma: „un café, s'il vous plaît“. Ein nacktes „un café“ klingt wie ein Befehl an das Personal. Auf Schildern und in Nachrichten steht „SVP“; unter Freunden wird daraus „s'il te plaît“, die Duzform, die du hörst, gegenüber Fremden aber nicht verwenden solltest.
    Un café, s'il vous plaît. – Tout de suite. — Einen Kaffee, bitte. – Sofort.
  4. Merci mär-SSI
    Danke
    Die Antwort ist „je vous en prie“ in Laden und Restaurant oder das lockere „de rien“ (nichts zu danken), im Südwesten auch „avec plaisir“. Falle, die im Deutschen genauso funktioniert: Wird dir nachgeschenkt oder Brot angeboten, heißt ein bloßes „merci“ wie unser knappes „danke“ hier „nein, danke“. Der Unterschied liegt beim Annehmen: Dort geht kein „ja, bitte“, sondern nur „oui, merci“ oder „volontiers“.
    Merci beaucoup ! – Je vous en prie. — Vielen Dank! – Gern geschehen.
  5. Excusez-moi äks-kü-se-MUA formal
    Entschuldigen Sie / Entschuldigung
    Damit machst du die Bedienung auf dich aufmerksam, sprichst Fremde nach dem Weg an oder entschuldigst dich für ein leichtes Anrempeln. Es ist die Sie-Form („vous“) und damit gegenüber allen richtig, die du nicht kennst. Am Gesprächsanfang stellst du „bonjour“ davor: „bonjour, excusez-moi …“; für eine echte Entschuldigung sagst du „je suis désolé“ (als Frau „désolée“).
    Excusez-moi, on peut commander ? – Oui, j'arrive. — Entschuldigen Sie, können wir bestellen? – Ja, ich komme.
  6. Pardon par-DONG
    Verzeihung (zum Durchkommen) / Entschuldigung
    Das Wort, mit dem du dir in der Métro zur Hauptverkehrszeit, im Gedränge oder auf dem Markt einen Weg bahnst: Du sagst es im Gehen, und die Leute treten zur Seite. Es deckt auch die leichte Entschuldigung nach einem Rempler ab und heißt mit steigender Betonung „wie bitte?“. Sprich das Ende nasal aus, „par-DONG“, nicht mit hartem „n“ wie im altmodischen deutschen „Pardon“.
    Pardon ! Je descends ici. — Verzeihung! Ich steige hier aus.
  7. Oui / Non ui / nong
    Ja / Nein
    „Non merci“ ist der höfliche Schlusspunkt gegenüber Straßenhändlern, Rosenverkäufern und den Freundschaftsarmband-Aufdringlichen rund um Montmartre; im Weitergehen sagen, nicht stehen bleiben. Von Einheimischen hörst du „ouais“ (joa), sag selbst „oui“. „Si“ ist das Ja, mit dem man einer verneinten Frage widerspricht, also genau unser „doch“: Auf „vous ne restez pas ?“ antwortet man „si“.
    Un bracelet, madame ? – Non merci. — Ein Armband, Madame? – Nein, danke.
  8. Vous parlez anglais ? wu par-le ang-GLÄ formal
    Sprechen Sie Englisch?
    Frag auf Französisch und erst nach „bonjour“, dann wechseln die meisten bereitwillig; wer sofort auf Englisch losredet, erzeugt genau den Ruf, den Paris hat. „Vous parlez“ ist die Sie-Form, „parlez-vous anglais ?“ die Schulbuchvariante und ebenso richtig. Im Elsass, in Lothringen und in Touristenorten kommst du auch mit Deutsch weiter; dann fragst du „vous parlez allemand ?“.
    Bonjour, excusez-moi, vous parlez anglais ? – Un peu. — Guten Tag, entschuldigen Sie, sprechen Sie Englisch? – Ein bisschen.
  9. Je ne comprends pas schö nö kong-prang PA
    Ich verstehe nicht
    Häng „plus lentement, s'il vous plaît“ (langsamer, bitte) an, dann sprechen die Leute tatsächlich langsamer und einfacher. In der gesprochenen Sprache fällt das „ne“ weg, du hörst also „je comprends pas“. „Je ne parle pas français“ heißt, dass du überhaupt kein Französisch sprichst; das „s“ in „plus“ bleibt hier stumm, also „plü“.
    Je ne comprends pas. Plus lentement, s'il vous plaît. — Ich verstehe nicht. Bitte langsamer.
  10. Au revoir o rö-WUAR
    Auf Wiedersehen
    Der Abschied in Laden und Café und gegenüber allen, die du nicht kennst; du sagst ihn auch dann, wenn du nichts gekauft hast, denn er ist die zweite Hälfte der „bonjour“-Regel. Zurück kommt oft „bonne journée“ (schönen Tag noch) oder „bonne soirée“; antworte darauf „merci, vous aussi“. Schnell gesprochen schrumpft es auf „or-WUAR“.
    Merci, au revoir ! – Au revoir, bonne journée ! — Danke, auf Wiedersehen! – Auf Wiedersehen, schönen Tag noch!

Tag eins geschafft?

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Tag 2

Café und Restaurant

10 Sätze

Einen Tisch bekommen, bestellen, bezahlen und beim Essen höflich bleiben.

  1. Une table pour deux, s'il vous plaît ün TABL pur DÖ, ssil wu PLÄ
    Einen Tisch für zwei, bitte
    Im Restaurant wartest du an der Tür, bis man dich platziert; auf der Caféterrasse darfst du dich einfach hinsetzen. Tausch „deux“ gegen deine Zahl (trois, quatre) oder sag „on est deux“ (wir sind zu zweit). Die Küchen haben feste Zeiten, etwa 12 bis 14 und 19:30 bis 22 Uhr; wer wie zu Hause um 18 Uhr essen will, steht vor verschlossener Tür.
    Bonsoir, une table pour deux, s'il vous plaît. – Vous avez réservé ? — Guten Abend, einen Tisch für zwei, bitte. – Haben Sie reserviert?
  2. Je voudrais… schö wu-DRÄ Satzmuster
    Ich hätte gern …
    Der höfliche Rahmen für jede Bestellung: „je voudrais“ plus die Sache, „s'il vous plaît“ ans Ende. Niemals „je veux“ (ich will) – das klingt so kindlich wie das deutsche „ich will“. Die Franzosen selbst sagen oft „je vais prendre …“ (ich nehme) oder „pour moi, …“; danach fragt die Bedienung „et comme boisson ?“ (und zu trinken?).
    Je voudrais le poulet rôti. Je voudrais un verre de vin rouge. — Ich hätte gern das Brathähnchen. Ich hätte gern ein Glas Rotwein.
  3. La carte, s'il vous plaît la KART, ssil wu PLÄ
    Die Speisekarte, bitte
    Hier hilft dir ausnahmsweise das Deutsche: „le menu“ ist wie unser „Menü“ ein festes Gedeck zum Pauschalpreis, und die Liste der Gerichte heißt „la carte“, also die Karte, genau wie bei uns. „Le menu du jour“ oder „la formule“ (Vorspeise + Hauptgang oder Hauptgang + Dessert) ist das Mittagsschnäppchen, „le plat du jour“ das Tagesgericht. In Touristenlagen gibt es meist eine Karte auf Englisch, seltener auf Deutsch; frag danach, statt es vorauszusetzen.
    La carte, s'il vous plaît. Vous avez une carte en anglais ? — Die Speisekarte, bitte. Haben Sie eine Karte auf Englisch?
  4. Un café, s'il vous plaît öng ka-FE, ssil wu PLÄ
    Einen Kaffee (= einen Espresso), bitte
    „Un café“ ist ein kleiner Espresso, nicht die große Tasse, die du mit „einen Kaffee“ meinst. Mit Milch bestellst du „un café crème“ oder kurz „un crème“ (Espresso mit aufgeschäumter Milch, unser Milchkaffee); „un allongé“ ist ein verlängerter, „un noisette“ ein Espresso mit einem Schuss Milch, „un déca“ ein entkoffeinierter. Derselbe Kaffee kostet an der Theke („au comptoir“) weniger als am Tisch („en salle“) oder auf der Terrasse.
    Un café et un crème, s'il vous plaît. – Au comptoir ou en salle ? — Einen Espresso und einen Milchkaffee, bitte. – An der Theke oder am Tisch?
  5. Plate ou gazeuse ? PLATT u ga-SÖS
    Still oder mit Kohlensäure?
    Diese Frage heißt, dass die Bedienung dir Flaschenwasser (Evian, Badoit) verkaufen möchte, das auf die Rechnung kommt. Leitungswasser ist gratis, und jedes Restaurant muss es servieren: Sag „une carafe d'eau“; anders als bei uns ist das völlig normal und niemand schaut schief. „Pétillante“ ist das zweite Wort für sprudelnd; antworte mit dem einen Wort plus „s'il vous plaît“.
    De l'eau plate ou gazeuse ? – Une carafe d'eau, s'il vous plaît. — Stilles Wasser oder mit Kohlensäure? – Eine Karaffe Leitungswasser, bitte.
  6. L'addition, s'il vous plaît la-di-SSJONG, ssil wu PLÄ
    Die Rechnung, bitte
    Die Rechnung kommt erst, wenn du danach fragst; dass man dich in Ruhe lässt, ist Höflichkeit und keine Vergesslichkeit. Such den Blick der Bedienung und sag den Satz oder deute ein Unterschreiben in der Luft an; das Kartenterminal kommt an den Tisch. Getrennt zahlen („on paie séparément“) ist längst nicht so selbstverständlich wie bei uns; im Café kannst du auch „je vous dois combien ?“ (was schulde ich Ihnen?) sagen und direkt beim Kellner bezahlen, „la note“ dagegen ist die Hotelrechnung.
    Excusez-moi, l'addition, s'il vous plaît. – Je vous l'apporte. — Entschuldigen Sie, die Rechnung, bitte. – Ich bringe sie Ihnen.
  7. Je peux payer par carte ? schö pö pä-JE par KART
    Kann ich mit Karte zahlen?
    Umgekehrt zur deutschen Erwartung: Karten („carte bancaire“, kurz „CB“) werden fast überall genommen, kontaktlos („sans contact“) bis 50 Euro pro Zahlung, selbst beim Bäcker und am Marktstand. Manche kleinen Läden hängen einen Mindestbetrag aus („CB à partir de 10 €“), und American Express wird oft abgelehnt; etwas Bargeld („des espèces“) schadet also nicht. Wenn es darauf ankommt, frag vor dem Bestellen.
    Je peux payer par carte ? – Oui, sans contact si vous voulez. — Kann ich mit Karte zahlen? – Ja, kontaktlos, wenn Sie möchten.
  8. Santé ! ssang-TE
    Prost!
    Angestoßen wird mit Blickkontakt zu jedem Einzelnen – die sieben Jahre Pech gelten genau wie bei uns, und zusätzlich vermeidet man es, die Arme mit einem anderen Paar Gläser zu kreuzen. „Tchin-tchin“ ist die verspielte Variante, „à la vôtre“ die Antwort. „À vos souhaits“ heißt dagegen „Gesundheit“ nach dem Niesen.
    Santé ! – À la vôtre ! — Prost! – Auf Ihr Wohl!
  9. Bon appétit ! bon-na-pe-TI
    Guten Appetit!
    Die Bedienung sagt es beim Hinstellen der Teller, und Fremde sagen es dir im Vorbeigehen an der Picknickbank, deutlich häufiger, als bei uns „Guten Appetit“ fällt. Antworte „merci, vous aussi“ oder „également“ (danke, gleichfalls). Alte Anstandsbücher halten es für unfein, gesagt wird es trotzdem von allen; wer einen Tisch verlässt, an dem noch gegessen wird, sagt es ebenfalls.
    Bon appétit ! – Merci, vous aussi. — Guten Appetit! – Danke, gleichfalls.
  10. Service compris ssär-WISS kong-PRI Schild
    Bedienung inbegriffen (auf der Rechnung)
    Steht auf fast jeder französischen Karte und Rechnung („prix nets, service compris“): Der ausgewiesene Preis enthält per Gesetz bereits die Bedienung, traditionell mit 15 % gerechnet, und einen Gedeckzuschlag gibt es nicht. Das deutsche Verfahren, aufrunden und die Summe beim Zahlen laut nennen („machen Sie 20“), gibt es hier nicht: Du zahlst den Betrag, der auf der Rechnung steht, und lässt bei gutem Service ein oder zwei Euro in Münzen auf dem Tisch liegen. Die Trinkgeldabfrage am Kartenterminal zu überspringen, ist normal; „couvert“ auf der Karte meint das Gedeck, keine Gebühr.
    Prix nets, service compris. — Endpreise, Bedienung inbegriffen.
Tag 3

Bezahlen und Einkaufen

10 Sätze

Nach Preisen fragen, bezahlen, schauen ohne zu kaufen und die zwei Schilder lesen, die zählen.

  1. C'est combien… ? ssä kong-BJÄNG Satzmuster
    Was kostet …?
    Rahmen: Zeig hin und sag nur „c'est combien ?“, oder häng die Sache nach einem Komma an. „Combien ça coûte ?“ ist dieselbe Frage; an der Kasse fragt „ça fait combien ?“ nach der Endsumme, und die Antwort beginnt mit „ça fait …“. Preise müssen wie bei uns ausgezeichnet sein, im Laden brauchst du die Frage also selten.
    C'est combien, ça ? C'est combien, un billet ? — Was kostet das? Was kostet eine Fahrkarte?
  2. C'est trop cher ssä tro SCHÄR
    Das ist mir zu teuer
    Auf dem Trödelmarkt („brocante“, „vide-grenier“, die Pariser „Puces“) wird ein wenig gehandelt, genau wie auf dem deutschen Flohmarkt. Im Laden und auf dem Lebensmittelmarkt ist der Satz dagegen unhöflich: Dort sind die Preise fest und angeschrieben. „Merci quand même“ (trotzdem danke) ist der höfliche Abgang.
    C'est trop cher pour moi. Merci quand même. — Das ist mir zu teuer. Trotzdem danke.
  3. En espèces ou par carte ? ang-nes-PÄSS u par KART
    Bar oder mit Karte?
    Die Frage an der Kasse, oft verkürzt zu „par carte ?“ oder „vous payez comment ?“. Antworte „par carte“ oder „en espèces“; „en liquide“ heißt ebenfalls bar, und die Karte heißt im Alltag und auf Schildern „la CB“. Bargeld muss angenommen werden, 100- und 200-Euro-Scheine dürfen aber abgelehnt werden; halte kleine Scheine bereit.
    Vous payez comment, en espèces ou par carte ? – Par carte. — Wie zahlen Sie, bar oder mit Karte? – Mit Karte.
  4. Le ticket de caisse, s'il vous plaît lö ti-KÄ dö KÄSS, ssil wu PLÄ
    Den Kassenbon, bitte
    Genau umgekehrt zur deutschen Belegausgabepflicht: Seit 2023 drucken französische Läden den Bon nicht mehr automatisch, die Kasse fragt „vous voulez le ticket ?“, und ein „non“ heißt, dass du ohne Beleg gehst. Sag „oui“, wenn du umtauschen willst oder den Beleg für die Abrechnung brauchst. Wer außerhalb der EU wohnt, also auch in der Schweiz, kann sich die Mehrwertsteuer erstatten lassen („la détaxe“), sobald er in einem Geschäft an einem Tag über 100 Euro ausgibt: nach dem „bordereau de détaxe“ fragen und den Pass zeigen. Mit Wohnsitz in Deutschland oder Österreich gibt es nichts zurück.
    Vous voulez le ticket ? – Oui, le ticket de caisse, s'il vous plaît. — Möchten Sie den Bon? – Ja, den Kassenbon, bitte.
  5. Je regarde, merci schö rö-GARD, mär-SSI
    Ich schaue mich nur um, danke
    Die Antwort auf „je peux vous aider ?“ oder „vous cherchez quelque chose ?“ in jedem Laden; „je regarde juste“ fügt das „nur“ hinzu. Auch wenn du nichts kaufst, gehören „bonjour“ beim Hereinkommen und „au revoir, merci“ beim Gehen dazu. Am Marktstand fasst du das Obst nicht selbst an; zeig darauf und lass den Verkäufer aussuchen.
    Je peux vous aider ? – Je regarde, merci. — Kann ich Ihnen helfen? – Ich schaue mich nur um, danke.
  6. Ce sera tout, merci ssö ssö-ra TU, mär-SSI
    Das ist alles, danke
    Die Antwort auf das ewige „et avec ceci ?“ oder „et avec ça ?“ (sonst noch etwas?), das beim Bäcker nach jedem einzelnen Stück kommt. „C'est tout“ geht genauso. An der Käse- oder Wursttheke bestellst du nach Gewicht („deux cents grammes“) oder in Scheiben („trois tranches“), in Gramm, nicht in Pfund.
    Et avec ceci ? – Ce sera tout, merci. — Sonst noch etwas? – Das ist alles, danke.
  7. Un comme ça, s'il vous plaît öng kom SSA, ssil wu PLÄ
    Einen davon, bitte
    Zeigen plus dieser Satz bestellt jedes Gebäck, jedes Sandwich und jede Fahrkarte; für ein bestimmtes Stück sagst du „celui-là“ (das da) oder „celle-là“ bei weiblichen Dingen wie „une tarte“. Die Rückfrage „sur place ou à emporter ?“ heißt zum Hieressen oder zum Mitnehmen; im Lokal kostet es manchmal mehr. Vor weiblichen Wörtern heißt es „une comme ça“ (une baguette).
    Un comme ça, s'il vous plaît. – Sur place ou à emporter ? — Einen davon, bitte. – Zum Hieressen oder zum Mitnehmen?
  8. Vous avez… ? wu-sa-WE Satzmuster
    Haben Sie …?
    Rahmen: „vous avez“ plus die Sache, an das Geschäft oder Café als Ganzes gerichtet; „est-ce que vous avez … ?“ ist die volle Form, „il y a … ?“ (gibt es …?) tut denselben Dienst. „Une taille“ ist die Kleider-, „une pointure“ die Schuhgröße, beide in denselben EU-Zahlen wie bei uns. Das „s“ von „vous“ bindet sich an „avez“, gesprochen „wu-sa-WE“.
    Vous avez une taille au-dessus ? Vous avez le Wi-Fi ? — Haben Sie eine Nummer größer? Haben Sie WLAN?
  9. Ouvert / Fermé u-WÄR / fär-ME Schild
    Geöffnet / Geschlossen
    Die zwei Schilder an der Tür. Der Sonntag ist wie bei uns weitgehend zu, neu ist für dich die Mittagspause: Außerhalb der großen Städte schließen die Läden von etwa 12 bis 14 oder 15 Uhr, und viele haben zusätzlich montags geschlossen. Bäckereien öffnen dafür am Sonntagvormittag und machen an einem Werktag zu; „fermeture exceptionnelle“ ist eine außerplanmäßige Schließung, „congés annuels“ die Sommerpause im August, „horaires“ die Öffnungszeiten.
    Fermé le dimanche et le lundi. Ouvert de 9h à 12h30 et de 15h à 19h. — Sonntags und montags geschlossen. Geöffnet von 9 bis 12:30 und von 15 bis 19 Uhr.
  10. Soldes / Caisse SSOLD / KÄSS Schild
    Schlussverkauf / Kasse
    Anders als der bei uns seit 2004 freigegebene Schlussverkauf sind die „soldes“ gesetzlich terminiert: vier Wochen ab Anfang Januar und vier ab Ende Juni, dann kauft das ganze Land ein. Jeder andere Rabatt heißt „promotion“ oder kurz „promo“. „Caisse“ ist die Kasse, an der du nach dem Bestellen an der Bäckertheke zahlst; im Supermarkt weisen „caisses“ zu den Kassen, „caisse automatique“ ist die Selbstbedienungskasse.
    Soldes : jusqu'à -50 %. Caisse. — Schlussverkauf: bis zu -50 %. Kasse.
Tag 4

Unterwegs und Schilder

10 Sätze

Dinge finden, ein Ticket kaufen und die Schilder lesen, an denen du vorbeikommst.

  1. Où est… ? u Ä Satzmuster
    Wo ist …?
    Rahmen: „où est“ plus der Ort mit seinem Artikel, eingeleitet mit „bonjour, excusez-moi“. „Les toilettes“ steht immer im Plural, deshalb heißt es dort „où sont“. Die Antwort enthält „à gauche“, „à droite“ oder „tout droit“; „où se trouve … ?“ ist dieselbe Frage, eine Spur förmlicher.
    Où est la gare ? Où sont les toilettes ? — Wo ist der Bahnhof? Wo sind die Toiletten?
  2. Où sont les toilettes ? u ssong le tua-LÄTT
    Wo sind die Toiletten?
    Im Französischen immer Plural. Öffentliche Toiletten sind rar: Im Café kaufst du erst einen Kaffee, in Paris findest du die grauen „sanisettes“ auf der Straße, kostenlos, also ohne Münzen und ohne Bon zum Weiterverwenden. An den Türen steht „Dames“ / „Messieurs“ oder „Femmes“ / „Hommes“; manche Cafétoiletten öffnen mit einem Code, der auf dem Kassenbon steht, und „les WC“ (gesprochen „we-sse“) versteht ebenfalls jeder.
    Excusez-moi, où sont les toilettes ? – Au sous-sol, à droite. — Entschuldigen Sie, wo sind die Toiletten? – Im Untergeschoss, rechts.
  3. Où est la gare ? u ä la GAR
    Wo ist der Bahnhof?
    „La gare“ allein ist der Zugbahnhof (auf Straßenschildern „gare SNCF“), „la gare routière“ der Busbahnhof und „la station de métro“ die U-Bahn-Station. Paris hat mehrere große Kopfbahnhöfe, jeder für eine andere Richtung (Gare du Nord, Gare de Lyon, Montparnasse); anders als bei einem deutschen Hauptbahnhof musst du vorher wissen, von welchem dein Zug fährt.
    Où est la gare ? – Tout droit, puis à gauche. Dix minutes. — Wo ist der Bahnhof? – Geradeaus, dann links. Zehn Minuten.
  4. Un billet pour Lyon, s'il vous plaît öng bi-JÄ pur LJONG, ssil wu PLÄ
    Eine Fahrkarte nach Lyon, bitte
    „Aller simple“ ist einfach, „aller-retour“ hin und zurück. TGV-Fahrkarten gelten nur für einen bestimmten Zug mit reserviertem Platz und sind früh gebucht deutlich billiger (App oder Seite SNCF Connect); die Billigzüge Ouigo gibt es nur elektronisch, und sie schließen den Einstieg wenige Minuten vor Abfahrt, sei also früher da. Regionale TER-Fahrkarten haben einen festen Preis und gelten meist für jeden TER auf der Strecke am selben Tag.
    Un billet pour Lyon, s'il vous plaît. – Aller simple ou aller-retour ? — Eine Fahrkarte nach Lyon, bitte. – Einfach oder hin und zurück?
  5. Quelle voie ? käl WUA
    Welches Gleis?
    Die Abfahrtstafel („Départs“) zeigt das Gleis als „Voie“ plus Zahl oder Buchstabe, oft erst 20 Minuten vor Abfahrt; deshalb steht die ganze Halle davor und wartet. Das feste Gleis aus dem deutschen Fahrplan gibt es hier nicht, und „le quai“ ist der Bahnsteig selbst. Große Pariser Bahnhöfe sind in „Hall 1“ und „Hall 2“ mit verschiedenen Gleisen geteilt, achte also auch auf die Halle. „Retardé“ heißt verspätet, „supprimé“ fällt aus.
    Le train pour Lille, c'est quelle voie ? – Voie 7. — Der Zug nach Lille, welches Gleis? – Gleis 7.
  6. À gauche / à droite / tout droit a GOSCH / a DRUATT / tu DRUA
    Links / rechts / geradeaus
    Das steckt in jeder Antwort auf „où est“. Falle: „à droite“ (rechts) und „tout droit“ (geradeaus) klingen fast gleich; das „t“ hörst du in „droite“, in „droit“ ist es stumm. „Au bout“ heißt am Ende, „en face“ gegenüber, „au coin“ an der Ecke; „c'est loin ?“ fragt, ob es weit ist.
    Tout droit, puis la deuxième à droite. — Geradeaus, dann die zweite rechts.
  7. Entrée / Sortie ang-TRE / ssor-TI Schild
    Eingang / Ausgang
    „Sortie“ ist auch die Autobahnausfahrt und der Weg aus der Métro, dort auf blauen Schildern. „Entrée libre“ an einer Laden- oder Museumstür heißt Eintritt frei. Falle auf der Speisekarte: „entrée“ ist die Vorspeise, nicht der Hauptgang – der heißt „le plat“; mit unserem „Entree“ für den Eingangsbereich hat das nichts zu tun.
    Sortie de secours. Entrée libre. — Notausgang. Eintritt frei.
  8. Poussez / Tirez pu-SSE / ti-RE Schild
    Drücken / Ziehen
    Die zwei Wörter an der Tür, im höflichen Imperativ; als Infinitiv steht dort auch „pousser“ / „tirer“. „Appuyez“ (drücken) liest du auf Knöpfen und an Fußgängerampeln. An Wohnhäusern gibt es statt eines Klingelschilds oft einen „digicode“ (Zahlenfeld) und ein „interphone“ an der Haustür.
    Poussez. – Tirez. — Drücken. – Ziehen.
  9. Validez votre billet wa-li-DE wotr bi-JÄ Schild
    Entwerten Sie Ihre Fahrkarte
    Bei uns hängt das Entwerten von der Stadt ab: In München stempelst du am Entwerter, in Berlin am Bahnsteig, in Hamburg gar nicht. In Frankreich gilt in Bus und Tram eine einzige Regel: Fahrkarte oder Pass bei jedem Einstieg ins Gerät halten oder stecken, auch beim Umsteigen, sonst kassiert die Kontrolle sofort (je nach Stadt etwa 35 bis 60 Euro, mehr wenn du nicht gleich zahlst). Im Zug verschwinden die gelben „composteurs“ seit der Umstellung auf digitale Tickets: Elektronische Fahrkarten brauchen nie eine Entwertung, auf einem am Automaten gedruckten TER-Ticket kann aber „à composter“ stehen; dann hältst du dich an das Schild. „Titre de transport“ ist das Amtswort für jede Fahrkarte und jeden Pass.
    Validez votre titre de transport à chaque montée. — Entwerten Sie Ihren Fahrschein bei jedem Einstieg.
  10. Arrêt a-RÄ Schild
    Haltestelle (Bus / Tram)
    Das Wort auf dem Haltestellenschild („Arrêt“ plus Name der Haltestelle) und in der Ansage „prochain arrêt“. Französische Busse halten auch in der Stadt nicht von selbst, anders als bei uns, wo nur Überlandlinien ein Handzeichen verlangen: Heb an der Haltestelle die Hand, und drück vor deinem Ausstieg den roten Knopf, bis „arrêt demandé“ leuchtet. Métro-Halte heißen „stations“, „terminus“ ist die Endhaltestelle.
    Prochain arrêt : Hôtel de Ville. Arrêt demandé. — Nächste Haltestelle: Hôtel de Ville. Wagen hält.
Tag 5

Hotel und Hilfe

10 Sätze

Einchecken, online gehen und Hilfe bekommen, wenn etwas schiefgeht.

  1. J'ai une réservation sche ün re-sär-wa-SSJONG
    Ich habe eine Reservierung
    Der Einstieg beim Einchecken; „au nom de“ plus dein Nachname nennt den Namen. Hotels verlangen einen Ausweis („une pièce d'identité“) und erheben eine „taxe de séjour“, also die Kurtaxe, pro Person und Nacht; sie fehlt im Onlinepreis oft und ist manchmal nur bar zu zahlen. Der Check-in ist meist ab 14 oder 15 Uhr; derselbe Satz funktioniert auch im Restaurant.
    Bonjour, j'ai une réservation au nom de Smith. – Une pièce d'identité, s'il vous plaît. — Guten Tag, ich habe eine Reservierung auf den Namen Smith. – Einen Ausweis, bitte.
  2. La clé, s'il vous plaît la KLE, ssil wu PLÄ
    Den Schlüssel, bitte
    Kleinere Hotels behalten die Schlüssel an der Rezeption: Beim Weggehen abgeben und beim Zurückkommen mit der Zimmernummer wieder verlangen. Man schreibt auch „clef“, gesprochen gleich. Eine Schlüsselkarte heißt „la carte“ oder „le badge“; Ferienwohnungen geben dir meist einen „digicode“ (Türcode) statt eines Schlüssels.
    La clé, s'il vous plaît. Chambre douze. – Voilà. — Den Schlüssel, bitte. Zimmer zwölf. – Bitte sehr.
  3. Quel est le code Wi-Fi ? käl ä lö KOD ui-FI
    Wie lautet das WLAN-Passwort?
    Sag nie „WLAN“; dieses Kunstwort kennt außerhalb des deutschen Sprachraums niemand. In Frankreich heißt es „le Wi-Fi“, gesprochen „ui-fi“, und gefragt wird nach „le code Wi-Fi“, nicht nach „le mot de passe“. „Vous avez le Wi-Fi ?“ fragt, ob es überhaupt eines gibt; Cafés drucken den Code oft auf den Kassenbon oder auf ein Kärtchen, und beim Buchstabieren heißt „majuscule“ groß und „minuscule“ klein.
    Quel est le code Wi-Fi ? – Il est sur la carte, dans la chambre. — Wie lautet das WLAN-Passwort? – Es steht auf der Karte im Zimmer.
  4. À quelle heure est le petit-déjeuner ? a käl ÖR ä lö pö-ti-de-schö-NE
    Wann gibt es Frühstück?
    „À quelle heure“ heißt „um wie viel Uhr“, die Antwort „de … à …“ nennt die Spanne. Rechne nicht mit dem deutschen Frühstücksbuffet: Das französische Hotelfrühstück ist Croissant, Baguette und Kaffee, es ist oft nicht im Preis enthalten und teuer; frag „le petit-déjeuner est compris ?“, sonst geh zur Bäckerei nebenan. Die zweite Frage, die du brauchst, ist „à quelle heure est le check-out ?“, genau so gesagt.
    À quelle heure est le petit-déjeuner ? – De sept heures à dix heures. — Wann gibt es Frühstück? – Von sieben bis zehn Uhr.
  5. Au secours ! o ssö-KUR
    Hilfe!
    Einfach rufen, das versteht jeder. Die 112 gilt auch in Frankreich und wird von englischsprachigen Mitarbeitern besetzt; daneben 15 für den ärztlichen Notdienst, 17 für die Polizei (nicht die deutsche 110), 18 für die Feuerwehr und 114 per SMS für Gehörlose. „Au voleur !“ (Dieb!) rufst du, wenn jemand nach deiner Tasche greift; „à l'aide !“ ist der zweite Hilferuf.
    Au secours ! Appelez une ambulance ! — Hilfe! Rufen Sie einen Krankenwagen!
  6. J'ai besoin d'un médecin sche bö-SUÄNG döng med-SSÄNG
    Ich brauche einen Arzt
    „J'ai besoin de“ heißt „ich brauche“. Im Notfall wählst du 15 (SAMU) oder 112; „les urgences“ ist die Notaufnahme im Krankenhaus. Bei allem Kleineren berät die Apotheke, und „SOS Médecins“ (3624) schickt gegen Gebühr einen Arzt ins Hotel; nimm deine Europäische Krankenversicherungskarte mit, also die Rückseite deiner Versichertenkarte.
    J'ai besoin d'un médecin. Je ne me sens pas bien. — Ich brauche einen Arzt. Mir geht es nicht gut.
  7. Où est la pharmacie ? u ä la far-ma-SSI
    Wo ist die Apotheke?
    Achte auf das blinkende grüne Kreuz. Wie bei uns gibt es Medikamente nur in der Apotheke, auch Paracetamol, aber der französische Apotheker berät ausführlicher und empfiehlt ohne Rezept ein Mittel; eine „parapharmacie“ ist die Drogerie und führt keine Arzneimittel. „Pharmacie de garde“ ist der Notdienst nachts und sonntags, ausgehängt an jeder Apothekentür und unter der Nummer 3237 zu erfragen.
    Où est la pharmacie la plus proche ? — Wo ist die nächste Apotheke?
  8. Appelez la police, s'il vous plaît a-ple la po-LISS, ssil wu PLÄ formal
    Rufen Sie bitte die Polizei
    Befehlsform in der Sie-Anrede („vous“). Die Polizei erreichst du unter 17 oder 112, nicht unter der deutschen 110; in der Stadt gehst du zum „commissariat“, auf dem Land zur „gendarmerie“, und helfen tun beide. Für einen Diebstahl brauchst du für die Versicherung eine Anzeige („dépôt de plainte“); du kannst sie online beginnen und dann mit dem Pass zum Unterschreiben vorbeikommen.
    Appelez la police, s'il vous plaît. On m'a volé mon portefeuille. — Rufen Sie bitte die Polizei. Man hat mir die Brieftasche gestohlen.
  9. Je suis perdu / perdue schö ssüi pär-DÜ
    Ich habe mich verlaufen
    „Perdu“ sagen Männer, „perdue“ Frauen; das zusätzliche „e“ ändert nur die Schreibung, gesprochen klingt beides gleich. Häng „où est …“ oder „c'est par où ?“ (wo geht es lang?) an oder zeig die Adresse auf dem Handy. „C'est loin ?“ (ist es weit?) bringt eine brauchbare Antwort.
    Je suis perdue. C'est par où, le Louvre ? — Ich habe mich verlaufen. Wo geht es zum Louvre?
  10. Vous pouvez appeler un taxi, s'il vous plaît ? wu pu-we a-ple öng tak-SSI, ssil wu PLÄ formal
    Können Sie mir bitte ein Taxi rufen?
    „Vous pouvez“ ist die höfliche Sie-Form von „können Sie“. Taxis stehen am Stand („station de taxis“) und lassen sich heranwinken, wenn das Dachlicht grün leuchtet; Hotels und Restaurants rufen dir eines, und die App G7 funktioniert in Paris und vielen großen Städten. Abgerechnet wird nach Taxameter, zwischen Paris und seinen Flughäfen zu festen Pauschalen; „un VTC“ ist ein Mietwagen mit Fahrer wie Uber oder Bolt.
    Vous pouvez appeler un taxi, s'il vous plaît ? – Bien sûr, pour aller où ? — Können Sie mir bitte ein Taxi rufen? – Natürlich, wohin soll es gehen?
Bonus

Zahlen 1–10

10 Karten

Gruppengrößen, Preise, Gleise, Zimmernummern. Eine optionale sechste Sitzung, und die Gruppe, die am häufigsten als Karteikarten ausgedruckt wird.

un / une
eins
öng / ün
deux
zwei
trois
drei
trua
quatre
vier
KATR
cinq
fünf
ssänk
six
sechs (6)
ssiss
sept
sieben
ssät
huit
acht
üitt
neuf
neun
nöf
dix
zehn
diss

Fragen von Reisenden

Wie viele Sätze auf Französisch brauche ich für eine Reise nach Frankreich?

Etwa fünfzig. Reisende berichten immer wieder, dass eine Handvoll Sätze am meisten gebracht hat, und zwar als Höflichkeit, nicht als Überlebenshilfe: beim Betreten eines Ladens grüßen, danke sagen, höflich fragen. Dieses Kit sind fünfzig Sätze in fünf Tagen zu je zehn, mit den zehn, die zählen, an Tag eins, dazu die Zahlen eins bis zehn als Bonus.

Wie sagt man danke auf Französisch?

Auf Französisch heißt danke “Merci” (mär-SSI). Die Antwort ist „je vous en prie“ in Laden und Restaurant oder das lockere „de rien“ (nichts zu danken), im Südwesten auch „avec plaisir“. Falle, die im Deutschen genauso funktioniert: Wird dir nachgeschenkt oder Brot angeboten, heißt ein bloßes „merci“ wie unser knappes „danke“ hier „nein, danke“. Der Unterschied liegt beim Annehmen: Dort geht kein „ja, bitte“, sondern nur „oui, merci“ oder „volontiers“.

Wie sagt man Entschuldigung auf Französisch?

Um auf dich aufmerksam zu machen oder dich zu entschuldigen, sagst du “Excusez-moi” (äks-kü-se-MUA). Damit machst du die Bedienung auf dich aufmerksam, sprichst Fremde nach dem Weg an oder entschuldigst dich für ein leichtes Anrempeln. Es ist die Sie-Form („vous“) und damit gegenüber allen richtig, die du nicht kennst. Am Gesprächsanfang stellst du „bonjour“ davor: „bonjour, excusez-moi …“; für eine echte Entschuldigung sagst du „je suis désolé“ (als Frau „désolée“).

Wie bitte ich auf Französisch um die Rechnung?

Nach der Rechnung fragst du mit “L'addition, s'il vous plaît” (la-di-SSJONG, ssil wu PLÄ). Die Rechnung kommt erst, wenn du danach fragst; dass man dich in Ruhe lässt, ist Höflichkeit und keine Vergesslichkeit. Such den Blick der Bedienung und sag den Satz oder deute ein Unterschreiben in der Luft an; das Kartenterminal kommt an den Tisch. Getrennt zahlen („on paie séparément“) ist längst nicht so selbstverständlich wie bei uns; im Café kannst du auch „je vous dois combien ?“ (was schulde ich Ihnen?) sagen und direkt beim Kellner bezahlen, „la note“ dagegen ist die Hotelrechnung.

Wie frage ich auf Französisch nach der Toilette?

Frag “Où sont les toilettes ?” (u ssong le tua-LÄTT). Im Französischen immer Plural. Öffentliche Toiletten sind rar: Im Café kaufst du erst einen Kaffee, in Paris findest du die grauen „sanisettes“ auf der Straße, kostenlos, also ohne Münzen und ohne Bon zum Weiterverwenden. An den Türen steht „Dames“ / „Messieurs“ oder „Femmes“ / „Hommes“; manche Cafétoiletten öffnen mit einem Code, der auf dem Kassenbon steht, und „les WC“ (gesprochen „we-sse“) versteht ebenfalls jeder.

Kann ich wirklich fünfzig Sätze auf Französisch in fünf Tagen lernen?

Ja, bei zehn neuen Sätzen am Tag. Das sind fünf bis acht Minuten täglich mit verteiltem Wiederholen, weil die App die Sätze von Tag eins an den Tagen zwei bis fünf zurückbringt, während du die nächsten zehn hinzunimmst. Fang eine Woche vor der Abreise an, und du kommst mit allen fünfzig an. Das druckbare Blatt ist die Rückversicherung für die Reise selbst.

Vor der Abreise

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