Reise-Kit · für Brasilien (Portugal weicht ab; steht in den Hinweisen)
Portugiesisch Reise-Kit50 Sätze auf Portugiesisch für deine Reise, mit Aussprache
noch 5 Tage
Tag 1 hier starten
Die zehn, die zählen
Oi / Bom dia
Boa tarde / Boa noite
10 Sätze~10 Min.
noch 4 Tage
Tag 2
Café und Restaurant
Uma mesa para dois, por favor
Eu queria…
10 Sätze~10 Min.
noch 3 Tage
Tag 3
Bezahlen und Einkaufen
Quanto custa…?
Tá muito caro
10 Sätze~10 Min.
noch 2 Tage
Tag 4
Unterwegs und Schilder
Onde fica…?
Onde fica o banheiro?
10 Sätze~10 Min.
noch 1 Tag
Tag 5
Hotel und Hilfe
Tenho uma reserva
A chave, por favor
10 Sätze~10 Min.
Deine Reise
50 Sätze bereit
Morgen geht es los? Mach nur Tag eins: die zehn Sätze, die zählen. Zehn Minuten, und du kommst an und kannst grüßen, bitte und danke sagen und dich entschuldigen. Tag eins starten
Bonus Zahlen 1–10 · 10 Karten · an jedem Tag
Zehn am Tag, fünf Tage, jeweils etwa zehn Minuten. Kostenlos, ohne Anmeldung.
1Oi / Bom dia
2oj / bon DSCHI-a
3Hallo / Guten Morgen
4„Bom dia“ sagst du beim Betreten jedes Ladens, jeder padaria und sogar im Bus, bis zwölf Uhr mittags und noch vor allem anderen; den Reflex kennst du vom „Guten Tag“, in Brasilien fällt sein Fehlen aber stärker auf. „Oi“ ist das lockere Hallo zu jeder Tageszeit und gegenüber Verkäufern völlig in Ordnung (in Portugal nimmt man besser „olá“). Gleich danach kommt „tudo bem?“ (alles gut?); die Antwort ist schlicht „tudo bem“.
1Der Satz so, wie ihn ein Einheimischer zu einem Touristen sagt
2Wie man ihn sagt: betonte Silbe in Großbuchstaben
3Was er bedeutet
4Der Hinweis: wann man ihn sagt und welchen Fehler Touristen in Brasilien machen
Tag eins öffnet sich in deinem Browser, ohne Konto. Stapeldetails.
Mit kostenlosem Konto
Fortschritt gespeichert
Tage 2–5 eingeplant
drei Lernarten: umdrehen, umgekehrt, tippen
Quiz und Kreuzworträtsel, wenn Karten langweilig werden
Erinnerungen, wenn Karten fällig sind
50 Sätze + 10 Zahlen5 Tage · ~10 Min./TagAussprache auf jeder KarteVerteiltes Wiederholen
Tag 1
Die zehn, die zählen
10 Sätze
Grüßen, danken, sich entschuldigen, auf sich aufmerksam machen und sagen, dass du nicht verstehst.
Oi / Bom diaoj / bon DSCHI-a
Hallo / Guten Morgen
„Bom dia“ sagst du beim Betreten jedes Ladens, jeder padaria und sogar im Bus, bis zwölf Uhr mittags und noch vor allem anderen; den Reflex kennst du vom „Guten Tag“, in Brasilien fällt sein Fehlen aber stärker auf. „Oi“ ist das lockere Hallo zu jeder Tageszeit und gegenüber Verkäufern völlig in Ordnung (in Portugal nimmt man besser „olá“). Gleich danach kommt „tudo bem?“ (alles gut?); die Antwort ist schlicht „tudo bem“.
Bom dia! Um cafezinho, por favor. – Bom dia, tudo bem? — Guten Morgen! Einen kleinen Kaffee, bitte. – Guten Morgen, alles gut?
Boa tarde / Boa noiteBO-a TAR-dschi / BO-a NOJ-tschi
Guten Tag (nachmittags) / Guten Abend
„Boa tarde“ ab zwölf Uhr mittags, „boa noite“, sobald es dunkel wird, also gegen sechs. Der Fallstrick: „boa noite“ ist nicht nur „Gute Nacht“ zum Abschied, sondern die ganz normale Begrüßung, wenn du um acht ins Restaurant kommst. Beide dienen zusätzlich als Abschiedsgruß beim Hinausgehen.
Boa noite, tem mesa para dois? – Boa noite, tem sim. — Guten Abend, haben Sie einen Tisch für zwei? – Guten Abend, ja, haben wir.
Por favorpor fa-WOR
Bitte
Steht am Ende der Bitte, nach einem Komma, während das deutsche „bitte“ fast überall stehen kann. Höflichkeit läuft in Brasilien allerdings weniger über „por favor“ als über Verkleinerungsformen: „um minutinho“, „uma aguinha“; das klingt freundlich und nicht kindisch. „Por gentileza“ ist die förmlichere Variante, die du vom Personal hörst.
Uma água, por favor. — Ein Wasser, bitte.
Obrigado / Obrigadao-bri-GA-du / o-bri-GA-da
Danke
Die Endung richtet sich nach dir selbst, nicht nach der angesprochenen Person: ein Mann sagt immer „obrigado“, eine Frau immer „obrigada“, auch im Gespräch miteinander. Weil sich das deutsche „danke“ nie verändert, ist genau das der Fehler, den Brasilianer am schnellsten bemerken. Geantwortet wird mit „de nada“ oder dem sehr brasilianischen „imagina“ (keine Ursache); gesprochen hörst du oft nur „brigado“.
Muito obrigada! – Imagina! — Vielen Dank! – Keine Ursache!
Desculpedschis-KUL-pi
Entschuldigung
Für ein leichtes Anrempeln, eine kleine Entschuldigung oder um eine fremde Person anzusprechen. Anders als mit „Entschuldigung“ im deutschen Lokal rufst du damit aber keine Bedienung: dafür sagt man „moço“ / „moça“ (junger Mann / junge Frau) plus „por favor“ oder sucht einfach den Blickkontakt. „Desculpa“ ist die Du-Variante, „sinto muito“ eine echte Entschuldigung.
Desculpe, pode me ajudar? – Claro. — Entschuldigung, können Sie mir helfen? – Klar.
Com licençakon li-SSEN-ssa
Entschuldigung (um vorbeizukommen)
Das Portugiesische trennt, was im Deutschen beides „Entschuldigung“ heißt: „com licença“ sagst du vorher, wenn du dich durchdrängst, vor jemandem vorbeigehst, einen Raum betrittst oder ein Gespräch verlässt; „desculpe“ erst, wenn du schon angestoßen bist. Im vollen Bus hörst du nur „licença“. Die Antwort „pois não“ bedeutet „bitte sehr“ und nicht „nein“.
Com licença! Vou descer. – Pode passar. — Entschuldigung! Ich möchte aussteigen. – Gehen Sie ruhig durch.
Sim / Nãossin / naun
Ja / Nein
„Não, obrigado“ (bzw. „obrigada“) ist der höfliche Schlusspunkt gegenüber Strandverkäufern und fliegenden Händlern. Statt „sim“ bejahen Brasilianer oft, indem sie das Verb wiederholen (auf „tem?“ kommt „tem“); darauf solltest du hören. Beide Wörter sind nasal: das „ão“ in „não“ ist ein deutsches „au“, das durch die Nase läuft, das „im“ in „sim“ ein genäseltes „in“ ohne hörbares n am Ende.
Quer mais alguma coisa? – Não, obrigado. — Möchten Sie noch etwas? – Nein, danke.
Você fala inglês?wo-SSE FA-la in-GLESS
Sprechen Sie Englisch?
Wenn du zuerst auf Portugiesisch fragst, fällt die Antwort freundlicher aus; außerhalb von Hotels und Flughäfen kommt meist „um pouquinho“ oder „não“. „Você“ ist in Brasilien Sie und du in einem und gilt für alle; die betont höfliche Form für ältere Fremde ist „o senhor“ / „a senhora“ („o senhor fala inglês?“). In Portugal wirkt „você“ dagegen kühl, dort ist „tu“ die vertraute Anrede.
Desculpe, você fala inglês? – Um pouquinho. — Entschuldigung, sprechen Sie Englisch? – Ein ganz kleines bisschen.
Não entendonaun en-TEN-du
Ich verstehe nicht
Häng „mais devagar, por favor“ (langsamer, bitte) an, dann wird das Tempo gedrosselt und mit den Händen nachgeholfen. Brasilianer selbst sagen meist „não entendi“ (ich habe nicht verstanden), was weniger endgültig klingt als unser „ich verstehe nicht“; „não falo português“ heißt „ich spreche kein Portugiesisch“. Gesprochenes brasilianisches Portugiesisch ist deutlich schneller, als das Schriftbild vermuten lässt.
Não entendo. Mais devagar, por favor. — Ich verstehe nicht. Langsamer, bitte.
Tchautschau
Tschüss
In Brasilien gilt „tchau“ für alle, auch für Verkäufer und Hotelpersonal, genau wie unser „tschüss“, und tatsächlich aus dem italienischen „ciao“ entlehnt. Etwas förmlicher sind „até logo“ und „até mais“ (bis später); „boa tarde“ und „boa noite“ funktionieren auf dem Weg hinaus ebenfalls als Abschied. „Adeus“ klingt endgültig, so als kämst du nie wieder.
Speichere das Kit, und die App bringt die Tage zwei bis fünf am richtigen Tag zurück, mit den Wiederholungen, die sie festigen. Kostenloses Konto, keine Karte nötig.
Einen Tisch bekommen, bestellen, bezahlen und beim Essen höflich bleiben.
Uma mesa para dois, por favorU-ma ME-sa PA-ra dojss, por fa-WOR
Einen Tisch für zwei, bitte
Im richtigen Restaurant wartest du am Eingang, bis man dich platziert; in einem boteco oder einer padaria setzt du dich selbst hin. „Dois“ ersetzt du durch deine Zahl („três“, „quatro“). Abendessen beginnt spät, ab acht oder neun, und viele Lokale sind „rodízio“ (alles inklusive zum Festpreis pro Person) oder „por quilo“ (Selbstbedienung, nach Gewicht bezahlt) statt à la carte.
Boa noite, uma mesa para dois, por favor. – Tem reserva? — Guten Abend, einen Tisch für zwei, bitte. – Haben Sie reserviert?
Eu queria…eh-u ke-RI-aSatzmuster
Ich hätte gern…
Dieselbe Höflichkeitsmechanik wie bei „ich hätte gern“: „queria“ heißt wörtlich „ich wollte“, und die Vergangenheitsform macht daraus eine höfliche Bitte, dahinter der Wunsch und am Ende „por favor“. „Eu quero“ (ich will) ist direkter, gilt in Brasilien aber nicht als unhöflich und wird ständig benutzt; „gostaria de“ ist die förmliche Variante. Auch „pra mim“ (für mich) plus Gericht verstehen Kellner problemlos.
Eu queria um pão de queijo. Eu queria um suco de laranja. — Ich hätte gern ein pão de queijo. Ich hätte gern einen Orangensaft.
O cardápio, por favoru kar-DA-pju, por fa-WOR
Die Speisekarte, bitte
„Cardápio“ ist das brasilianische Wort für die Karte; „menu“ versteht man ebenfalls, es meint dort aber dieselbe Liste der Gerichte und nicht wie bei uns ein festes Mehrgangmenü, und in Portugal heißt sie „a ementa“. „Prato feito“ oder kurz „PF“ ist das günstige Mittagsgericht aus Reis, Bohnen, Fleisch und Salat, „prato do dia“ das Tagesgericht. Vielerorts liegt statt einer Karte nur noch ein QR-Code auf dem Tisch.
O cardápio, por favor. Tem cardápio em inglês? — Die Speisekarte, bitte. Haben Sie eine Karte auf Englisch?
Um cafezinho, por favorun ka-fe-SIN-ju, por fa-WOR
Einen Kaffee (= kleiner, starker schwarzer Kaffee, oft schon gesüßt), bitte
„Um café“ oder „um cafezinho“ ist eine kleine Tasse starker schwarzer Kaffee, und anders als bei uns kommt der Zucker nicht daneben, sondern ist oft schon drin: der Kaffee aus der Thermoskanne in Läden, Büros und an Tankstellen ist meist gesüßt, in der padaria wird „com ou sem açúcar?“ gefragt. Sag deshalb gleich beim Bestellen „sem açúcar“, wenn dir das wichtig ist. „Café com leite“ ist Milchkaffee; das Glas in der padaria heißt in São Paulo „pingado“ (viel Milch, ein Schuss Kaffee) und in Rio „média“ (halb und halb), für einen Espresso bestellst du „um expresso“. In Portugal ist „um café“ ein Espresso, in Lissabon „uma bica“.
Um cafezinho, por favor. – Com açúcar? – Sem açúcar, obrigada. — Einen kleinen Kaffee, bitte. – Mit Zucker? – Ohne Zucker, danke.
Com gás ou sem gás?kon GASS o ssen GASS
Mit oder ohne Kohlensäure?
Diese Frage kommt bei jeder Bestellung; Leitungswasser wird nicht serviert und Flaschenwasser immer berechnet. Der Fallstrick ist „natural“: das heißt in Brasilien nicht „still“, sondern „zimmerwarm“ – stilles Wasser ist „sem gás“, und gekühlt („gelada“) ist der Normalfall. Am Strand ist „água de coco“ die Alternative.
Água com gás ou sem gás? – Sem gás, por favor. — Wasser mit oder ohne Kohlensäure? – Ohne, bitte.
A conta, por favora KON-ta, por fa-WOR
Die Rechnung, bitte
Die Rechnung kommt erst, wenn du danach fragst; eine Stunde vor dem leeren Glas zu sitzen ist völlig normal, niemand drängt dich zum Gehen. Auf dich aufmerksam machst du mit „moço“ / „moça“ oder der Geste des Unterschreibens in der Luft. Die 10 % „serviço“ stehen bereits darauf (siehe eigene Karte), und der Kellner bringt das Kartengerät an den Tisch mit der Frage „vai pagar como?“ (wie möchten Sie zahlen?).
Moço, a conta, por favor. – Já trago. — Entschuldigung, die Rechnung, bitte. – Bringe ich sofort.
Posso pagar com cartão?PO-ssu pa-GAR kon kar-TAUN
Kann ich mit Karte zahlen?
Anders als in Deutschland ist die Karte hier der Normalfall: sie funktioniert fast überall, vom Strandkiosk bis zum Taxi, und du wirst „débito ou crédito?“ gefragt. Pix, die sofortige Überweisung per QR-Code, benutzen fast alle Brasilianer, es setzt aber in der Regel ein brasilianisches Bankkonto voraus (nur wenige ausländische Apps können es), für Reisende bleibt also die Karte. „A máquina“ ist das Kartenterminal, das an den Tisch gebracht wird; etwas Bargeld solltest du trotzdem für Busse und Straßenverkäufer dabeihaben.
Posso pagar com cartão? – Pode. Débito ou crédito? — Kann ich mit Karte zahlen? – Ja. Debit oder Kredit?
Saúde!ssa-U-dschi
Prost!
Ein Wort für beides, was bei uns „Prost“ und „Gesundheit“ heißt: „saúde“ sagt man auch, wenn jemand niest. Anstoßen und sich dabei in die Augen sehen ist wie bei uns üblich, die verspielte Variante ist „tim-tim“ (nach dem Klang der Gläser). Bier kommt als große 600-ml-Flasche für den ganzen Tisch, wird in kleine Gläser gegossen und im Kühlmantel kalt gehalten; „uma gelada“ ist ein kaltes Bier.
Saúde! – Saúde! — Prost! – Prost!
Bom apetite!bon a-pe-TSCHI-tschi
Guten Appetit!
Deckungsgleich mit unserem „Guten Appetit“, und die Antwort lautet ebenso „obrigado, igualmente“ (danke, gleichfalls). Gesagt wird es vom Kellner beim Servieren, aber auch von Fremden, die an deinem Tisch vorbeigehen. Hauptmahlzeit ist in Brasilien das Mittagessen zwischen zwölf und zwei, und am „por quilo“-Buffet hörst du den Gruß am häufigsten.
In fast jedem brasilianischen Restaurant stehen 10 % „serviço“ oder „taxa de serviço“ auf der Rechnung. Rechtlich ist der Betrag freiwillig, daher der Zusatz „opcional“, gezahlt wird er trotzdem von allen, und er ist das Trinkgeld des Kellners: Du rundest also nicht wie zu Hause zusätzlich auf und drückst auch nichts extra in die Hand. Streichen lassen („sem o serviço“) solltest du ihn nur bei wirklich schlechtem Service. „Couvert“ auf der Rechnung ist das Gedeck aus Brot und Vorspeisen, pro Person berechnet und ablehnbar, wenn du den Korb unberührt zurückgehen lässt; „couvert artístico“ ist eine Gebühr pro Person für die Livemusik.
Nach Preisen fragen, bezahlen, schauen ohne zu kaufen und die zwei Schilder lesen, die zählen.
Quanto custa…?KUAN-tu KUSS-taSatzmuster
Was kostet…?
Baukasten: „quanto custa“ plus die Sache, oder einfach „quanto custa?“ und mit dem Finger darauf zeigen. „Quanto é?“ fragt an der Kasse nach dem Gesamtbetrag, „quanto tá?“ ist die lockere Straßenvariante. Preise stehen in Real („R$“, gesprochen „he-AISS“) und werden wie bei uns mit Komma geschrieben: R$ 8,50 sind acht Real fünfzig.
Quanto custa isso? Quanto custa uma passagem? — Was kostet das? Was kostet eine Fahrkarte?
Tá muito carota MUIN-tu KA-ru
Das ist zu teuer
Auf Märkten, Kunsthandwerksmessen und bei Strandverkäufern gehört ein wenig Handeln dazu, eröffnet mit „faz por…?“ (machen Sie es für…?); im Laden dagegen sind die Preise fest und Feilschen wirkt unhöflich. Wer es von zu Hause nicht kennt: es läuft freundlich und in zwei Sätzen ab, nicht als Streit. „Tá“ ist das gesprochene „está“, und „obrigado mesmo assim“ (trotzdem danke) beendet die Sache höflich.
Tá muito caro. Faz por trinta? – Faço por quarenta. — Das ist zu teuer. Machen Sie es für dreißig? – Für vierzig mache ich es.
Dinheiro ou cartão?dschin-JE-ru o kar-TAUN
Bar oder Karte?
Die Frage an der Kasse, fast immer gefolgt von „débito ou crédito?“; ein Wort genügt als Antwort. Die andere Variante ist „vai pagar como?“ (wie zahlen Sie?), worauf die meisten Brasilianer „Pix“ sagen; das kannst du ohne brasilianisches Konto in der Regel nicht nutzen. Bei Kreditkarte wird dir oft „parcelado“ angeboten, also Ratenzahlung selbst bei kleinen Beträgen; für eine einmalige Zahlung sagst du „à vista“.
Dinheiro ou cartão? – Cartão, crédito. — Bar oder Karte? – Karte, Kredit.
A nota, por favora NO-ta, por fa-WOR
Den Kassenbon, bitte
Der Fallstrick ist die Frage an praktisch jeder Kasse: „CPF na nota?“. Gefragt wird nach deiner brasilianischen Steuernummer, die auf den Bon gedruckt wird, ein Steuerrückerstattungsprogramm für Einheimische, zu dem es bei uns nichts Vergleichbares gibt und für das du nichts brauchst. Ein „não“ genügt, damit ist es erledigt. Den Bon („nota fiscal“ oder „cupom“) musst du nicht mitnehmen, für Umtausch oder Spesenabrechnung solltest du ihn aber behalten; „o comprovante“ ist der Kartenbeleg.
CPF na nota? – Não, obrigado. A nota, por favor. — Steuernummer auf den Bon? – Nein, danke. Den Bon, bitte.
Só estou olhando, obrigadosso is-TO o-LJAN-du, o-bri-GA-du
Ich schaue mich nur um, danke
Die Antwort auf „posso ajudar?“ in jedem Laden. Dass die Verkäuferin danach neben dir herläuft, ist hier gemeinter Service und kein Misstrauen; bei uns würde man es als Beobachtetwerden empfinden, in Brasilien gehört es dazu. „Só tô dando uma olhadinha“ ist die umgangssprachliche Fassung, die du hören wirst; als Frau endest du mit „obrigada“.
Posso ajudar? – Só estou olhando, obrigada. — Kann ich Ihnen helfen? – Ich schaue mich nur um, danke.
Só isso, obrigadosso I-ssu, o-bri-GA-du
Das wäre alles, danke
Beendet die Bestellung am Tresen der padaria, am Marktstand oder in der Saftbar; ausgelöst wird der Satz durch „mais alguma coisa?“ (sonst noch etwas?). In vielen padarias und Bars bestellst du am Tresen, bekommst einen Zettel („comanda“) und zahlst erst beim Hinausgehen an der „caixa“, anders als in der deutschen Bäckerei, wo direkt am Tresen kassiert wird. Den Zettel also gut festhalten.
Mais alguma coisa? – Só isso, obrigado. — Sonst noch etwas? – Das wäre alles, danke.
Um desse, por favorun DE-ssi, por fa-WOR
Einen davon, bitte
Zeigen und sagen: bei Teigtaschen, coxinhas, pastéis oder Tickets. „Pra viagem“ heißt zum Mitnehmen, „pra comer aqui“ zum Hieressen. Wie bei unseren Artikeln richtet sich die Form nach dem Geschlecht des Wortes: bei weiblichen Dingen („uma coxinha“, „uma empada“) sagst du „uma dessa“.
Um desse, por favor. – Pra viagem ou pra comer aqui? — Einen davon, bitte. – Zum Mitnehmen oder zum Hieressen?
Tem…?ten (nasal)Satzmuster
Haben Sie…? / Gibt es…?
Baukasten: „tem“ plus die Sache. Ein einziges Wort deckt ab, wofür wir „haben Sie“, „gibt es“ und „sind da“ brauchen. Geantwortet wird meist nur mit „tem“ (ja) oder „não tem“ (nein), nicht mit „sim“. „Tamanho“ ist die Kleidergröße (P, M und G stehen für klein, mittel, groß), „número“ die Schuhgröße.
Tem um tamanho maior? Tem Wi-Fi? — Haben Sie eine größere Größe? Gibt es WLAN?
Aberto / Fechadoa-BER-tu / fe-SCHA-duSchild
Geöffnet / Geschlossen
Die beiden Schilder an der Ladentür. Straßengeschäfte öffnen werktags etwa von neun bis achtzehn Uhr und samstags vormittags, ohne Mittagspause; Einkaufszentren („shopping“) haben bis 22 Uhr und auch sonntags offen – ein Ladenschlussgesetz wie bei uns gibt es nicht. Padarias öffnen früh und an sieben Tagen die Woche. „Horário de funcionamento“ ist der Aushang mit den Öffnungszeiten.
Aberto das 9h às 18h. Fechado aos domingos. — Geöffnet von 9 bis 18 Uhr. Sonntags geschlossen.
Promoção / Caixapro-mo-SSAUN / KAJ-schaSchild
Angebot / Kasse
„Promoção“ ist ein Angebot, „liquidação“ der Schlussverkauf, „desconto“ der Rabatt. „Caixa“ ist die Kasse: in padarias und vielen Bars bestellst du am Tresen und zahlst mit deinem Zettel an der „caixa“. Nicht verwechseln: „caixa eletrônico“ ist kein Kassenautomat, sondern der Geldautomat.
Promoção: 30% de desconto. Pague no caixa. — Angebot: 30 % Rabatt. Bitte an der Kasse zahlen.
Tag 4
Unterwegs und Schilder
10 Sätze
Dinge finden, ein Ticket kaufen und die Schilder lesen, an denen du vorbeikommst.
Onde fica…?ON-dschi FI-kaSatzmuster
Wo ist…?
Baukasten: „onde fica“ plus der Ort mit seinem Artikel („a“, „o“); ohne Artikel klingt der Satz unfertig. „Onde é“ tut denselben Dienst. Leite mit „com licença“ oder „desculpe“ ein. In der Antwort stecken die drei Richtungswörter: à esquerda, à direita, reto.
Onde fica a estação? Onde fica o banheiro? — Wo ist der Bahnhof? Wo ist die Toilette?
Onde fica o banheiro?ON-dschi FI-ka u ba-NJE-ru
Wo ist die Toilette?
„Banheiro“ ist das brasilianische Wort; in Portugal heißt es „casa de banho“, und „banheiro“ ist dort der Rettungsschwimmer. Öffentliche Toiletten sind selten, verlässlich sind Einkaufszentren, padarias und Tankstellen, dafür in der Regel kostenlos und ohne Münzautomat. An den Türen steht „masculino“ / „feminino“ oder „homens“ / „mulheres“. Wichtig: Das Papier kommt in den Eimer daneben und nicht in die Toilette, die Leitungen halten es nicht aus.
Com licença, onde fica o banheiro? – No fundo, à direita. — Entschuldigung, wo ist die Toilette? – Hinten, rechts.
Onde fica a estação?ON-dschi FI-ka a is-ta-SSAUN
Wo ist der Bahnhof?
In São Paulo oder Rio meint „a estação“ die Metro- oder Vorortzugstation; sag „de metrô“, damit es eindeutig ist. Für die nächste Stadt sucht man von zu Hause aus automatisch den Bahnhof; Fernzüge gibt es in Brasilien aber praktisch nicht, gefahren wird mit dem Fernbus ab der „rodoviária“. „Metrô“ wird auf der letzten Silbe betont, „quarteirão“ ist ein Häuserblock.
Onde fica a estação de metrô? – Reto, dois quarteirões. — Wo ist die Metrostation? – Geradeaus, zwei Häuserblocks.
Uma passagem para Paraty, por favorU-ma pa-SSA-schen PA-ra pa-ra-TSCHI, por fa-WOR
Eine Fahrkarte nach Paraty, bitte
Ein Sammelwort wie unser „Ticket“ gibt es nicht: „passagem“ ist die Fahrkarte für Bus oder Flug, „ingresso“ die Eintrittskarte für Konzert oder Museum, „bilhete“ die Metrokarte. Fernbusse fahren ab der „rodoviária“, und du brauchst deinen Reisepass zum Kaufen und zum Einsteigen; beliebte Strecken buchst du besser einen Tag vorher online. „Só ida“ ist einfach, „ida e volta“ hin und zurück.
Uma passagem para Paraty, por favor. – Só ida ou ida e volta? — Eine Fahrkarte nach Paraty, bitte. – Einfach oder hin und zurück?
Qual plataforma?kual pla-ta-FOR-ma
Welcher Bahnsteig?
An der rodoviária fahren die Busse von nummerierten „plataformas“ ab, die auf der Anzeigetafel neben dem Namen der Busgesellschaft stehen. In der Metro suchst du nicht die Liniennummer, sondern das Schild „sentido“ plus Endstation; das entspricht genau unserem „Richtung“. „Portão“ ist das Gate am Flughafen, „atrasado“ heißt verspätet.
Qual plataforma para Santos? – Plataforma sete. — Welcher Bahnsteig nach Santos? – Bahnsteig sieben.
In jeder Antwort auf „onde fica“ stecken diese Wörter: „à esquerda“, „à direita“, „reto“ oder „sempre reto“ (immer geradeaus), dazu „no fundo“ (hinten), „perto“ (nah) und „longe“ (weit). Achte auf „reto“: das anlautende r klingt im brasilianischen Portugiesisch wie ein deutsches h, also „HE-tu“. Brasilianer geben ungern zu, dass sie den Weg nicht kennen; klingt die Auskunft vage, frag eine zweite Person.
Sempre reto, depois à esquerda. — Immer geradeaus, dann links.
Entrada / Saídaen-TRA-da / ssa-I-daSchild
Eingang / Ausgang
„Saída“ steht auch am Metro-Ausgang und an der Autobahnausfahrt. Im Museum bedeutet „entrada“ zugleich der Eintrittspreis: „entrada gratuita“ ist frei, „meia-entrada“ der halbe Preis für Studierende und Menschen über 60 mit Ausweis, und „ingresso“ ist die Eintrittskarte selbst.
Saída de emergência. — Notausgang.
Empurre / Puxeen-PU-hi / PU-schiSchild
Drücken / Ziehen
„Puxe“ heißt nicht drücken, sondern ziehen, und wird „PU-schi“ gesprochen: das x klingt wie ein deutsches sch. Wer beim Anblick der Buchstaben an das englische „push“ denkt, steht garantiert vor der falschen Tür. „Empurre“ ist drücken, mit dem doppelten r wie ein h: „en-PU-hi“. Auf Knöpfen steht „aperte“, an Aufzügen und Toren „abrir“ / „fechar“.
Empurre. – Puxe. — Drücken. – Ziehen.
Aproxime o cartãoa-pro-SSI-mi u kar-TAUNSchild
Karte an das Lesegerät halten (Drehkreuz)
In Brasilien gibt es nichts zu entwerten: bezahlt wird durch Auflegen der Karte am Drehkreuz („catraca“), mit einer Verkehrskarte (Bilhete Único in São Paulo, Jaé in Rio) oder, in der Metro und in Rios Bussen, kontaktlos mit der Bankkarte; die Busse in São Paulo nehmen Bankkarten nur auf wenigen Pilotlinien, dort geht es also nur mit Bilhete Único oder Bargeld. Die Falle ist der Bus: Du zahlst erst im Fahrzeug, am Drehkreuz hinter dem Fahrer, nicht vor dem Einsteigen. Rios Stadtbusse nehmen seit Juni 2026 gar kein Bargeld mehr (nur Jaé-Karte, QR-Code der Jaé-App oder Pix), und Fahrer in São Paulo nehmen es zwar, haben aber kaum Wechselgeld; halte also besser eine Karte bereit als Münzen. „Passa o cartão“ sagt der Fahrer oder die Aufsicht.
Aproxime o cartão do leitor. – Passa o cartão, por favor. — Halten Sie die Karte an das Lesegerät. – Karte auflegen, bitte.
Ponto de ônibusPON-tu dschi O-ni-bussSchild
Bushaltestelle
„Ponto“ steht auf dem Haltestellenschild, „parada“ kommt in den Ansagen im Bus vor („próxima parada“), in der Metro heißt es „próxima estação“. Die Falle: Busse halten nicht automatisch, nur weil du an der Haltestelle stehst; du musst den Arm ausstrecken und dem Bus winken, sonst fährt er vorbei. Zum Aussteigen drückst du den Knopf („a campainha“) oder sagst „próximo ponto, por favor“.
Einchecken, online gehen und Hilfe bekommen, wenn etwas schiefgeht.
Tenho uma reservaTE-nju U-ma he-SER-wa
Ich habe eine Reservierung
Der Einstiegssatz beim Check-in im Hotel wie im Restaurant; „no nome de“ plus Nachname nennt den Namen. Das Hotel verlangt deinen Reisepass und einen ausgefüllten Anmeldeschein („ficha“); das ist gesetzlich vorgeschrieben, ganz wie der Meldeschein bei uns, und kein Misstrauen. Das Frühstück („café da manhã“) ist fast immer inbegriffen; „o café está incluso?“ fragt nach.
Boa noite, tenho uma reserva no nome de Smith. — Guten Abend, ich habe eine Reservierung auf den Namen Smith.
A chave, por favora SCHA-wi, por fa-WOR
Den Schlüssel, bitte
In den meisten Hotels gibt es Karten („o cartão“), in pousadas und kleinen Hotels aber noch echte Schlüssel, die beim Weggehen an der Rezeption bleiben; beim Zurückkommen nennst du einfach die Zimmernummer. „Quarto“ ist das Zimmer, und Vorsicht: „apartamento“ meint im Hotel ebenfalls ein Zimmer und keine Ferienwohnung.
A chave, por favor. Quarto doze. — Den Schlüssel, bitte. Zimmer zwölf.
Qual é a senha do Wi-Fi?kual Ä a SSEN-ja du uai-FAI
Wie lautet das WLAN-Passwort?
„Senha“ ist das Passwort, aber auch die PIN am Kartengerät und die gezogene Wartenummer in Bank und Amt. Sag nicht „WLAN“, damit kann hier niemand etwas anfangen: es heißt „Wi-Fi“, englisch ausgesprochen „uai-fai“. Kostenloses Netz ist in Cafés, Einkaufszentren und Hotels selbstverständlich; frag danach, das Passwort steht oft auf dem Kassenbon oder auf einem Kärtchen.
Qual é a senha do Wi-Fi? – Tá no cartão, na mesa. — Wie lautet das WLAN-Passwort? – Steht auf der Karte, auf dem Tisch.
Que horas é o café da manhã?ki O-rass Ä u ka-FÄ da man-JAN
Wann gibt es Frühstück?
„Café da manhã“ heißt wörtlich „Kaffee des Morgens“ und ist das Frühstück: meist inbegriffen und reichlich, mit Obst, pão de queijo, Kuchen und Saft; in Portugal sagt man „pequeno-almoço“. Bei Uhrzeiten wird vorwärts gezählt, nicht rückwärts wie in unserem „halb sieben“: 6.30 Uhr ist „seis e meia“ (sechs und eine halbe), niemals „meia sete“. „Das… às…“ gibt die Zeitspanne an, und die zweite nützliche Frage lautet „que horas é o check-out?“.
Que horas é o café da manhã? – Das seis e meia às dez. — Wann gibt es Frühstück? – Von halb sieben bis zehn.
Socorro!ssu-KO-hu
Hilfe!
Ruf es laut, alle reagieren. Eine einzige Notrufnummer wie die 112 gibt es nicht: 190 ist die Polizei, 192 der Rettungsdienst SAMU, 193 die Feuerwehr, und die Leitstellen sprechen selten Englisch, lass also besser jemanden vor Ort anrufen. Wenn dir jemand Handy oder Tasche entreißt, raten Brasilianer einhellig zum Gleichen: nicht wehren, hergeben.
Socorro! Chama uma ambulância! — Hilfe! Rufen Sie einen Krankenwagen!
Preciso de um médicopre-SSI-su dschi un ME-dschi-ku
Ich brauche einen Arzt
„Preciso de“ heißt „ich brauche“. Die öffentlichen Notaufnahmen („pronto-socorro“, „UPA“) behandeln jeden kostenlos, Touristen eingeschlossen, allerdings mit langer Wartezeit; Privatkliniken gehen schnell und rechnen mit deiner Reisekrankenversicherung ab, denn die europäische Krankenversicherungskarte gilt in Brasilien nicht. Den Rettungswagen rufst du unter 192; bei Kleinigkeiten gehst du zuerst in die Apotheke.
Preciso de um médico. Não estou me sentindo bem. — Ich brauche einen Arzt. Ich fühle mich nicht gut.
Onde fica a farmácia?ON-dschi FI-ka a far-MA-ssja
Wo ist die Apotheke?
Auf dem Schild steht „farmácia“ oder „drogaria“, beides dasselbe, und „drogaria“ ist keine Drogerie in unserem Sinn, sondern die Apotheke. Ein einheitliches Zeichen wie das rote A gibt es nicht, das grüne Kreuz benutzen nur wenige: Halte nach dem Wort oder nach den Ketten Drogasil, Droga Raia, Pague Menos, Drogaria São Paulo und in Rio Drogarias Pacheco Ausschau. Sie sind überall, oft bis Mitternacht oder rund um die Uhr geöffnet („24h“), und der Apotheker berät und verkauft das meiste ohne Rezept, Antibiotika ausgenommen.
Onde fica a farmácia mais próxima? – Na esquina, a drogaria. — Wo ist die nächste Apotheke? – An der Ecke, die „drogaria“.
Chame a polícia, por favorSCHA-mi a po-LI-ssja, por fa-WOR
Rufen Sie bitte die Polizei
Die Polizei erreichst du unter 190. Für die Versicherung brauchst du eine Anzeige, das „boletim de ocorrência“ (kurz „B.O.“), aufgenommen in einer „delegacia“ oder in den meisten Bundesstaaten online; in Rio und São Paulo gibt es eine Touristenpolizei („Delegacia do Turista“) mit englischsprachigen Beamten. Nimm deinen Reisepass oder ein Foto davon mit.
Chame a polícia, por favor. Roubaram minha carteira. — Rufen Sie bitte die Polizei. Man hat mir die Brieftasche gestohlen.
Auch hier richtet sich die Endung nach deinem eigenen Geschlecht: „perdido“ sagt ein Mann, „perdida“ eine Frau, während unser „verlaufen“ unverändert bleibt. Gesprochen wird „estou“ meist zu „tô“ verkürzt. Häng „onde fica“ plus Ziel an oder zeig die Adresse auf dem Handy; „é longe?“ (ist es weit?) bringt eine brauchbare Antwort, und oft bringt man dich ein Stück des Weges hin.
Estou perdida. Onde fica o Pão de Açúcar? — Ich habe mich verlaufen. Wo ist der Zuckerhut?
Pode chamar um táxi, por favor?PO-dschi scha-MAR un TAK-ssi, por fa-WOR
Können Sie bitte ein Taxi rufen?
„Pode“ ist das höfliche „können Sie“. Apps (Uber, 99) sind der Normalfall und meist günstiger; ein Taxi auf der Straße heranzuwinken geht ebenso, und Hotels wie Restaurants rufen gern eines. Achte darauf, dass das Taxameter („taxímetro“) läuft; am Flughafen verkaufen Schalter Fahrten zum Festpreis, dann gibt es keine Diskussion.
Pode chamar um táxi, por favor? – Claro, para onde? — Können Sie bitte ein Taxi rufen? – Klar, wohin?
Bonus
Zahlen 1–10
10 Karten
Gruppengrößen, Preise, Gleise, Zimmernummern. Eine optionale sechste Sitzung, und die Gruppe, die am häufigsten als Karteikarten ausgedruckt wird.
um
eins
un (nasal)
dois
zwei
dojss
três
drei
tress
quatro
vier
KUA-tru
cinco
fünf
SSIN-ku
seis
sechs
ssejss
sete
sieben
SSE-tschi
oito
acht
OJ-tu
nove
neun
NO-wi
dez
zehn
dess
Fragen von Reisenden
Wie viele Sätze auf Portugiesisch brauche ich für eine Reise nach Brasilien?
Etwa fünfzig. Reisende berichten immer wieder, dass eine Handvoll Sätze am meisten gebracht hat, und zwar als Höflichkeit, nicht als Überlebenshilfe: beim Betreten eines Ladens grüßen, danke sagen, höflich fragen. Dieses Kit sind fünfzig Sätze in fünf Tagen zu je zehn, mit den zehn, die zählen, an Tag eins, dazu die Zahlen eins bis zehn als Bonus.
Wie sagt man danke auf Portugiesisch?
Auf Portugiesisch heißt danke “Obrigado / Obrigada” (o-bri-GA-du / o-bri-GA-da). Die Endung richtet sich nach dir selbst, nicht nach der angesprochenen Person: ein Mann sagt immer „obrigado“, eine Frau immer „obrigada“, auch im Gespräch miteinander. Weil sich das deutsche „danke“ nie verändert, ist genau das der Fehler, den Brasilianer am schnellsten bemerken. Geantwortet wird mit „de nada“ oder dem sehr brasilianischen „imagina“ (keine Ursache); gesprochen hörst du oft nur „brigado“.
Wie sagt man Entschuldigung auf Portugiesisch?
Um auf dich aufmerksam zu machen oder dich zu entschuldigen, sagst du “Desculpe” (dschis-KUL-pi). Für ein leichtes Anrempeln, eine kleine Entschuldigung oder um eine fremde Person anzusprechen. Anders als mit „Entschuldigung“ im deutschen Lokal rufst du damit aber keine Bedienung: dafür sagt man „moço“ / „moça“ (junger Mann / junge Frau) plus „por favor“ oder sucht einfach den Blickkontakt. „Desculpa“ ist die Du-Variante, „sinto muito“ eine echte Entschuldigung.
Wie bitte ich auf Portugiesisch um die Rechnung?
Nach der Rechnung fragst du mit “A conta, por favor” (a KON-ta, por fa-WOR). Die Rechnung kommt erst, wenn du danach fragst; eine Stunde vor dem leeren Glas zu sitzen ist völlig normal, niemand drängt dich zum Gehen. Auf dich aufmerksam machst du mit „moço“ / „moça“ oder der Geste des Unterschreibens in der Luft. Die 10 % „serviço“ stehen bereits darauf (siehe eigene Karte), und der Kellner bringt das Kartengerät an den Tisch mit der Frage „vai pagar como?“ (wie möchten Sie zahlen?).
Wie frage ich auf Portugiesisch nach der Toilette?
Frag “Onde fica o banheiro?” (ON-dschi FI-ka u ba-NJE-ru). „Banheiro“ ist das brasilianische Wort; in Portugal heißt es „casa de banho“, und „banheiro“ ist dort der Rettungsschwimmer. Öffentliche Toiletten sind selten, verlässlich sind Einkaufszentren, padarias und Tankstellen, dafür in der Regel kostenlos und ohne Münzautomat. An den Türen steht „masculino“ / „feminino“ oder „homens“ / „mulheres“. Wichtig: Das Papier kommt in den Eimer daneben und nicht in die Toilette, die Leitungen halten es nicht aus.
Kann ich wirklich fünfzig Sätze auf Portugiesisch in fünf Tagen lernen?
Ja, bei zehn neuen Sätzen am Tag. Das sind fünf bis acht Minuten täglich mit verteiltem Wiederholen, weil die App die Sätze von Tag eins an den Tagen zwei bis fünf zurückbringt, während du die nächsten zehn hinzunimmst. Fang eine Woche vor der Abreise an, und du kommst mit allen fünfzig an. Das druckbare Blatt ist die Rückversicherung für die Reise selbst.
Pode chamar um táxi, por favor?PO-dschi scha-MAR un TAK-ssi, por fa-WOR
Können Sie bitte ein Taxi rufen?
BonusZahlen 1–10
umun (nasal)
eins
doisdojss
zwei
trêstress
drei
quatroKUA-tru
vier
cincoSSIN-ku
fünf
seisssejss
sechs
seteSSE-tschi
sieben
oitoOJ-tu
acht
noveNO-wi
neun
dezdess
zehn
Words on Repeat · Reise-Kit50 Sätze auf Portugiesisch für deine Reise
wordsonrepeat.com/de/travel-phrases/portuguese · kostenlose Karteikarten mit AusspracheSeite 1 von 12
Schneide entlang der gestrichelten Zeilen und falte jeden Streifen an der Mittellinie, sodass der Satz auf der einen und die Bedeutung auf der anderen Seite steht. Druckt einseitig.
Vorderseite
Oi / Bom dia
oj / bon DSCHI-a
Rückseite
Hallo / Guten Morgen
„Bom dia“ sagst du beim Betreten jedes Ladens, jeder padaria und sogar im Bus, bis zwölf Uhr mittags und noch vor allem anderen; den Reflex kennst du vom „Guten Tag“, in Brasilien fällt sein Fehlen aber stärker auf. „Oi“ ist das lockere Hallo zu jeder Tageszeit und gegenüber Verkäufern völlig in Ordnung (in Portugal nimmt man besser „olá“). Gleich danach kommt „tudo bem?“ (alles gut?); die Antwort ist schlicht „tudo bem“.
Vorderseite
Boa tarde / Boa noite
BO-a TAR-dschi / BO-a NOJ-tschi
Rückseite
Guten Tag (nachmittags) / Guten Abend
„Boa tarde“ ab zwölf Uhr mittags, „boa noite“, sobald es dunkel wird, also gegen sechs. Der Fallstrick: „boa noite“ ist nicht nur „Gute Nacht“ zum Abschied, sondern die ganz normale Begrüßung, wenn du um acht ins Restaurant kommst. Beide dienen zusätzlich als Abschiedsgruß beim Hinausgehen.
Vorderseite
Por favor
por fa-WOR
Rückseite
Bitte
Steht am Ende der Bitte, nach einem Komma, während das deutsche „bitte“ fast überall stehen kann. Höflichkeit läuft in Brasilien allerdings weniger über „por favor“ als über Verkleinerungsformen: „um minutinho“, „uma aguinha“; das klingt freundlich und nicht kindisch. „Por gentileza“ ist die förmlichere Variante, die du vom Personal hörst.
Vorderseite
Obrigado / Obrigada
o-bri-GA-du / o-bri-GA-da
Rückseite
Danke
Die Endung richtet sich nach dir selbst, nicht nach der angesprochenen Person: ein Mann sagt immer „obrigado“, eine Frau immer „obrigada“, auch im Gespräch miteinander. Weil sich das deutsche „danke“ nie verändert, ist genau das der Fehler, den Brasilianer am schnellsten bemerken. Geantwortet wird mit „de nada“ oder dem sehr brasilianischen „imagina“ (keine Ursache); gesprochen hörst du oft nur „brigado“.
Vorderseite
Desculpe
dschis-KUL-pi
Rückseite
Entschuldigung
Für ein leichtes Anrempeln, eine kleine Entschuldigung oder um eine fremde Person anzusprechen. Anders als mit „Entschuldigung“ im deutschen Lokal rufst du damit aber keine Bedienung: dafür sagt man „moço“ / „moça“ (junger Mann / junge Frau) plus „por favor“ oder sucht einfach den Blickkontakt. „Desculpa“ ist die Du-Variante, „sinto muito“ eine echte Entschuldigung.
Words on Repeat · Reise-Kit50 Sätze auf Portugiesisch für deine Reise
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Vorderseite
Com licença
kon li-SSEN-ssa
Rückseite
Entschuldigung (um vorbeizukommen)
Das Portugiesische trennt, was im Deutschen beides „Entschuldigung“ heißt: „com licença“ sagst du vorher, wenn du dich durchdrängst, vor jemandem vorbeigehst, einen Raum betrittst oder ein Gespräch verlässt; „desculpe“ erst, wenn du schon angestoßen bist. Im vollen Bus hörst du nur „licença“. Die Antwort „pois não“ bedeutet „bitte sehr“ und nicht „nein“.
Vorderseite
Sim / Não
ssin / naun
Rückseite
Ja / Nein
„Não, obrigado“ (bzw. „obrigada“) ist der höfliche Schlusspunkt gegenüber Strandverkäufern und fliegenden Händlern. Statt „sim“ bejahen Brasilianer oft, indem sie das Verb wiederholen (auf „tem?“ kommt „tem“); darauf solltest du hören. Beide Wörter sind nasal: das „ão“ in „não“ ist ein deutsches „au“, das durch die Nase läuft, das „im“ in „sim“ ein genäseltes „in“ ohne hörbares n am Ende.
Vorderseite
Você fala inglês?
wo-SSE FA-la in-GLESS
Rückseite
Sprechen Sie Englisch?
Wenn du zuerst auf Portugiesisch fragst, fällt die Antwort freundlicher aus; außerhalb von Hotels und Flughäfen kommt meist „um pouquinho“ oder „não“. „Você“ ist in Brasilien Sie und du in einem und gilt für alle; die betont höfliche Form für ältere Fremde ist „o senhor“ / „a senhora“ („o senhor fala inglês?“). In Portugal wirkt „você“ dagegen kühl, dort ist „tu“ die vertraute Anrede.
Vorderseite
Não entendo
naun en-TEN-du
Rückseite
Ich verstehe nicht
Häng „mais devagar, por favor“ (langsamer, bitte) an, dann wird das Tempo gedrosselt und mit den Händen nachgeholfen. Brasilianer selbst sagen meist „não entendi“ (ich habe nicht verstanden), was weniger endgültig klingt als unser „ich verstehe nicht“; „não falo português“ heißt „ich spreche kein Portugiesisch“. Gesprochenes brasilianisches Portugiesisch ist deutlich schneller, als das Schriftbild vermuten lässt.
Vorderseite
Tchau
tschau
Rückseite
Tschüss
In Brasilien gilt „tchau“ für alle, auch für Verkäufer und Hotelpersonal, genau wie unser „tschüss“, und tatsächlich aus dem italienischen „ciao“ entlehnt. Etwas förmlicher sind „até logo“ und „até mais“ (bis später); „boa tarde“ und „boa noite“ funktionieren auf dem Weg hinaus ebenfalls als Abschied. „Adeus“ klingt endgültig, so als kämst du nie wieder.
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Vorderseite
Uma mesa para dois, por favor
U-ma ME-sa PA-ra dojss, por fa-WOR
Rückseite
Einen Tisch für zwei, bitte
Im richtigen Restaurant wartest du am Eingang, bis man dich platziert; in einem boteco oder einer padaria setzt du dich selbst hin. „Dois“ ersetzt du durch deine Zahl („três“, „quatro“). Abendessen beginnt spät, ab acht oder neun, und viele Lokale sind „rodízio“ (alles inklusive zum Festpreis pro Person) oder „por quilo“ (Selbstbedienung, nach Gewicht bezahlt) statt à la carte.
Vorderseite
Eu queria…
eh-u ke-RI-a
Rückseite
Ich hätte gern…
Dieselbe Höflichkeitsmechanik wie bei „ich hätte gern“: „queria“ heißt wörtlich „ich wollte“, und die Vergangenheitsform macht daraus eine höfliche Bitte, dahinter der Wunsch und am Ende „por favor“. „Eu quero“ (ich will) ist direkter, gilt in Brasilien aber nicht als unhöflich und wird ständig benutzt; „gostaria de“ ist die förmliche Variante. Auch „pra mim“ (für mich) plus Gericht verstehen Kellner problemlos.
Vorderseite
O cardápio, por favor
u kar-DA-pju, por fa-WOR
Rückseite
Die Speisekarte, bitte
„Cardápio“ ist das brasilianische Wort für die Karte; „menu“ versteht man ebenfalls, es meint dort aber dieselbe Liste der Gerichte und nicht wie bei uns ein festes Mehrgangmenü, und in Portugal heißt sie „a ementa“. „Prato feito“ oder kurz „PF“ ist das günstige Mittagsgericht aus Reis, Bohnen, Fleisch und Salat, „prato do dia“ das Tagesgericht. Vielerorts liegt statt einer Karte nur noch ein QR-Code auf dem Tisch.
Vorderseite
Um cafezinho, por favor
un ka-fe-SIN-ju, por fa-WOR
Rückseite
Einen Kaffee (= kleiner, starker schwarzer Kaffee, oft schon gesüßt), bitte
„Um café“ oder „um cafezinho“ ist eine kleine Tasse starker schwarzer Kaffee, und anders als bei uns kommt der Zucker nicht daneben, sondern ist oft schon drin: der Kaffee aus der Thermoskanne in Läden, Büros und an Tankstellen ist meist gesüßt, in der padaria wird „com ou sem açúcar?“ gefragt. Sag deshalb gleich beim Bestellen „sem açúcar“, wenn dir das wichtig ist. „Café com leite“ ist Milchkaffee; das Glas in der padaria heißt in São Paulo „pingado“ (viel Milch, ein Schuss Kaffee) und in Rio „média“ (halb und halb), für einen Espresso bestellst du „um expresso“. In Portugal ist „um café“ ein Espresso, in Lissabon „uma bica“.
Vorderseite
Com gás ou sem gás?
kon GASS o ssen GASS
Rückseite
Mit oder ohne Kohlensäure?
Diese Frage kommt bei jeder Bestellung; Leitungswasser wird nicht serviert und Flaschenwasser immer berechnet. Der Fallstrick ist „natural“: das heißt in Brasilien nicht „still“, sondern „zimmerwarm“ – stilles Wasser ist „sem gás“, und gekühlt („gelada“) ist der Normalfall. Am Strand ist „água de coco“ die Alternative.
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Vorderseite
A conta, por favor
a KON-ta, por fa-WOR
Rückseite
Die Rechnung, bitte
Die Rechnung kommt erst, wenn du danach fragst; eine Stunde vor dem leeren Glas zu sitzen ist völlig normal, niemand drängt dich zum Gehen. Auf dich aufmerksam machst du mit „moço“ / „moça“ oder der Geste des Unterschreibens in der Luft. Die 10 % „serviço“ stehen bereits darauf (siehe eigene Karte), und der Kellner bringt das Kartengerät an den Tisch mit der Frage „vai pagar como?“ (wie möchten Sie zahlen?).
Vorderseite
Posso pagar com cartão?
PO-ssu pa-GAR kon kar-TAUN
Rückseite
Kann ich mit Karte zahlen?
Anders als in Deutschland ist die Karte hier der Normalfall: sie funktioniert fast überall, vom Strandkiosk bis zum Taxi, und du wirst „débito ou crédito?“ gefragt. Pix, die sofortige Überweisung per QR-Code, benutzen fast alle Brasilianer, es setzt aber in der Regel ein brasilianisches Bankkonto voraus (nur wenige ausländische Apps können es), für Reisende bleibt also die Karte. „A máquina“ ist das Kartenterminal, das an den Tisch gebracht wird; etwas Bargeld solltest du trotzdem für Busse und Straßenverkäufer dabeihaben.
Vorderseite
Saúde!
ssa-U-dschi
Rückseite
Prost!
Ein Wort für beides, was bei uns „Prost“ und „Gesundheit“ heißt: „saúde“ sagt man auch, wenn jemand niest. Anstoßen und sich dabei in die Augen sehen ist wie bei uns üblich, die verspielte Variante ist „tim-tim“ (nach dem Klang der Gläser). Bier kommt als große 600-ml-Flasche für den ganzen Tisch, wird in kleine Gläser gegossen und im Kühlmantel kalt gehalten; „uma gelada“ ist ein kaltes Bier.
Vorderseite
Bom apetite!
bon a-pe-TSCHI-tschi
Rückseite
Guten Appetit!
Deckungsgleich mit unserem „Guten Appetit“, und die Antwort lautet ebenso „obrigado, igualmente“ (danke, gleichfalls). Gesagt wird es vom Kellner beim Servieren, aber auch von Fremden, die an deinem Tisch vorbeigehen. Hauptmahlzeit ist in Brasilien das Mittagessen zwischen zwölf und zwei, und am „por quilo“-Buffet hörst du den Gruß am häufigsten.
Vorderseite
Serviço 10%
sser-WI-ssu, dess por SSEN-tu
Rückseite
Servicegebühr, 10 % (auf der Rechnung)
In fast jedem brasilianischen Restaurant stehen 10 % „serviço“ oder „taxa de serviço“ auf der Rechnung. Rechtlich ist der Betrag freiwillig, daher der Zusatz „opcional“, gezahlt wird er trotzdem von allen, und er ist das Trinkgeld des Kellners: Du rundest also nicht wie zu Hause zusätzlich auf und drückst auch nichts extra in die Hand. Streichen lassen („sem o serviço“) solltest du ihn nur bei wirklich schlechtem Service. „Couvert“ auf der Rechnung ist das Gedeck aus Brot und Vorspeisen, pro Person berechnet und ablehnbar, wenn du den Korb unberührt zurückgehen lässt; „couvert artístico“ ist eine Gebühr pro Person für die Livemusik.
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Vorderseite
Quanto custa…?
KUAN-tu KUSS-ta
Rückseite
Was kostet…?
Baukasten: „quanto custa“ plus die Sache, oder einfach „quanto custa?“ und mit dem Finger darauf zeigen. „Quanto é?“ fragt an der Kasse nach dem Gesamtbetrag, „quanto tá?“ ist die lockere Straßenvariante. Preise stehen in Real („R$“, gesprochen „he-AISS“) und werden wie bei uns mit Komma geschrieben: R$ 8,50 sind acht Real fünfzig.
Vorderseite
Tá muito caro
ta MUIN-tu KA-ru
Rückseite
Das ist zu teuer
Auf Märkten, Kunsthandwerksmessen und bei Strandverkäufern gehört ein wenig Handeln dazu, eröffnet mit „faz por…?“ (machen Sie es für…?); im Laden dagegen sind die Preise fest und Feilschen wirkt unhöflich. Wer es von zu Hause nicht kennt: es läuft freundlich und in zwei Sätzen ab, nicht als Streit. „Tá“ ist das gesprochene „está“, und „obrigado mesmo assim“ (trotzdem danke) beendet die Sache höflich.
Vorderseite
Dinheiro ou cartão?
dschin-JE-ru o kar-TAUN
Rückseite
Bar oder Karte?
Die Frage an der Kasse, fast immer gefolgt von „débito ou crédito?“; ein Wort genügt als Antwort. Die andere Variante ist „vai pagar como?“ (wie zahlen Sie?), worauf die meisten Brasilianer „Pix“ sagen; das kannst du ohne brasilianisches Konto in der Regel nicht nutzen. Bei Kreditkarte wird dir oft „parcelado“ angeboten, also Ratenzahlung selbst bei kleinen Beträgen; für eine einmalige Zahlung sagst du „à vista“.
Vorderseite
A nota, por favor
a NO-ta, por fa-WOR
Rückseite
Den Kassenbon, bitte
Der Fallstrick ist die Frage an praktisch jeder Kasse: „CPF na nota?“. Gefragt wird nach deiner brasilianischen Steuernummer, die auf den Bon gedruckt wird, ein Steuerrückerstattungsprogramm für Einheimische, zu dem es bei uns nichts Vergleichbares gibt und für das du nichts brauchst. Ein „não“ genügt, damit ist es erledigt. Den Bon („nota fiscal“ oder „cupom“) musst du nicht mitnehmen, für Umtausch oder Spesenabrechnung solltest du ihn aber behalten; „o comprovante“ ist der Kartenbeleg.
Vorderseite
Só estou olhando, obrigado
sso is-TO o-LJAN-du, o-bri-GA-du
Rückseite
Ich schaue mich nur um, danke
Die Antwort auf „posso ajudar?“ in jedem Laden. Dass die Verkäuferin danach neben dir herläuft, ist hier gemeinter Service und kein Misstrauen; bei uns würde man es als Beobachtetwerden empfinden, in Brasilien gehört es dazu. „Só tô dando uma olhadinha“ ist die umgangssprachliche Fassung, die du hören wirst; als Frau endest du mit „obrigada“.
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Vorderseite
Só isso, obrigado
sso I-ssu, o-bri-GA-du
Rückseite
Das wäre alles, danke
Beendet die Bestellung am Tresen der padaria, am Marktstand oder in der Saftbar; ausgelöst wird der Satz durch „mais alguma coisa?“ (sonst noch etwas?). In vielen padarias und Bars bestellst du am Tresen, bekommst einen Zettel („comanda“) und zahlst erst beim Hinausgehen an der „caixa“, anders als in der deutschen Bäckerei, wo direkt am Tresen kassiert wird. Den Zettel also gut festhalten.
Vorderseite
Um desse, por favor
un DE-ssi, por fa-WOR
Rückseite
Einen davon, bitte
Zeigen und sagen: bei Teigtaschen, coxinhas, pastéis oder Tickets. „Pra viagem“ heißt zum Mitnehmen, „pra comer aqui“ zum Hieressen. Wie bei unseren Artikeln richtet sich die Form nach dem Geschlecht des Wortes: bei weiblichen Dingen („uma coxinha“, „uma empada“) sagst du „uma dessa“.
Vorderseite
Tem…?
ten (nasal)
Rückseite
Haben Sie…? / Gibt es…?
Baukasten: „tem“ plus die Sache. Ein einziges Wort deckt ab, wofür wir „haben Sie“, „gibt es“ und „sind da“ brauchen. Geantwortet wird meist nur mit „tem“ (ja) oder „não tem“ (nein), nicht mit „sim“. „Tamanho“ ist die Kleidergröße (P, M und G stehen für klein, mittel, groß), „número“ die Schuhgröße.
Vorderseite
Aberto / Fechado
a-BER-tu / fe-SCHA-du
Rückseite
Geöffnet / Geschlossen
Die beiden Schilder an der Ladentür. Straßengeschäfte öffnen werktags etwa von neun bis achtzehn Uhr und samstags vormittags, ohne Mittagspause; Einkaufszentren („shopping“) haben bis 22 Uhr und auch sonntags offen – ein Ladenschlussgesetz wie bei uns gibt es nicht. Padarias öffnen früh und an sieben Tagen die Woche. „Horário de funcionamento“ ist der Aushang mit den Öffnungszeiten.
Vorderseite
Promoção / Caixa
pro-mo-SSAUN / KAJ-scha
Rückseite
Angebot / Kasse
„Promoção“ ist ein Angebot, „liquidação“ der Schlussverkauf, „desconto“ der Rabatt. „Caixa“ ist die Kasse: in padarias und vielen Bars bestellst du am Tresen und zahlst mit deinem Zettel an der „caixa“. Nicht verwechseln: „caixa eletrônico“ ist kein Kassenautomat, sondern der Geldautomat.
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Vorderseite
Onde fica…?
ON-dschi FI-ka
Rückseite
Wo ist…?
Baukasten: „onde fica“ plus der Ort mit seinem Artikel („a“, „o“); ohne Artikel klingt der Satz unfertig. „Onde é“ tut denselben Dienst. Leite mit „com licença“ oder „desculpe“ ein. In der Antwort stecken die drei Richtungswörter: à esquerda, à direita, reto.
Vorderseite
Onde fica o banheiro?
ON-dschi FI-ka u ba-NJE-ru
Rückseite
Wo ist die Toilette?
„Banheiro“ ist das brasilianische Wort; in Portugal heißt es „casa de banho“, und „banheiro“ ist dort der Rettungsschwimmer. Öffentliche Toiletten sind selten, verlässlich sind Einkaufszentren, padarias und Tankstellen, dafür in der Regel kostenlos und ohne Münzautomat. An den Türen steht „masculino“ / „feminino“ oder „homens“ / „mulheres“. Wichtig: Das Papier kommt in den Eimer daneben und nicht in die Toilette, die Leitungen halten es nicht aus.
Vorderseite
Onde fica a estação?
ON-dschi FI-ka a is-ta-SSAUN
Rückseite
Wo ist der Bahnhof?
In São Paulo oder Rio meint „a estação“ die Metro- oder Vorortzugstation; sag „de metrô“, damit es eindeutig ist. Für die nächste Stadt sucht man von zu Hause aus automatisch den Bahnhof; Fernzüge gibt es in Brasilien aber praktisch nicht, gefahren wird mit dem Fernbus ab der „rodoviária“. „Metrô“ wird auf der letzten Silbe betont, „quarteirão“ ist ein Häuserblock.
Vorderseite
Uma passagem para Paraty, por favor
U-ma pa-SSA-schen PA-ra pa-ra-TSCHI, por fa-WOR
Rückseite
Eine Fahrkarte nach Paraty, bitte
Ein Sammelwort wie unser „Ticket“ gibt es nicht: „passagem“ ist die Fahrkarte für Bus oder Flug, „ingresso“ die Eintrittskarte für Konzert oder Museum, „bilhete“ die Metrokarte. Fernbusse fahren ab der „rodoviária“, und du brauchst deinen Reisepass zum Kaufen und zum Einsteigen; beliebte Strecken buchst du besser einen Tag vorher online. „Só ida“ ist einfach, „ida e volta“ hin und zurück.
Vorderseite
Qual plataforma?
kual pla-ta-FOR-ma
Rückseite
Welcher Bahnsteig?
An der rodoviária fahren die Busse von nummerierten „plataformas“ ab, die auf der Anzeigetafel neben dem Namen der Busgesellschaft stehen. In der Metro suchst du nicht die Liniennummer, sondern das Schild „sentido“ plus Endstation; das entspricht genau unserem „Richtung“. „Portão“ ist das Gate am Flughafen, „atrasado“ heißt verspätet.
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Vorderseite
Esquerda / direita / reto
is-KER-da / dschi-REJ-ta / HE-tu
Rückseite
Links / rechts / geradeaus
In jeder Antwort auf „onde fica“ stecken diese Wörter: „à esquerda“, „à direita“, „reto“ oder „sempre reto“ (immer geradeaus), dazu „no fundo“ (hinten), „perto“ (nah) und „longe“ (weit). Achte auf „reto“: das anlautende r klingt im brasilianischen Portugiesisch wie ein deutsches h, also „HE-tu“. Brasilianer geben ungern zu, dass sie den Weg nicht kennen; klingt die Auskunft vage, frag eine zweite Person.
Vorderseite
Entrada / Saída
en-TRA-da / ssa-I-da
Rückseite
Eingang / Ausgang
„Saída“ steht auch am Metro-Ausgang und an der Autobahnausfahrt. Im Museum bedeutet „entrada“ zugleich der Eintrittspreis: „entrada gratuita“ ist frei, „meia-entrada“ der halbe Preis für Studierende und Menschen über 60 mit Ausweis, und „ingresso“ ist die Eintrittskarte selbst.
Vorderseite
Empurre / Puxe
en-PU-hi / PU-schi
Rückseite
Drücken / Ziehen
„Puxe“ heißt nicht drücken, sondern ziehen, und wird „PU-schi“ gesprochen: das x klingt wie ein deutsches sch. Wer beim Anblick der Buchstaben an das englische „push“ denkt, steht garantiert vor der falschen Tür. „Empurre“ ist drücken, mit dem doppelten r wie ein h: „en-PU-hi“. Auf Knöpfen steht „aperte“, an Aufzügen und Toren „abrir“ / „fechar“.
Vorderseite
Aproxime o cartão
a-pro-SSI-mi u kar-TAUN
Rückseite
Karte an das Lesegerät halten (Drehkreuz)
In Brasilien gibt es nichts zu entwerten: bezahlt wird durch Auflegen der Karte am Drehkreuz („catraca“), mit einer Verkehrskarte (Bilhete Único in São Paulo, Jaé in Rio) oder, in der Metro und in Rios Bussen, kontaktlos mit der Bankkarte; die Busse in São Paulo nehmen Bankkarten nur auf wenigen Pilotlinien, dort geht es also nur mit Bilhete Único oder Bargeld. Die Falle ist der Bus: Du zahlst erst im Fahrzeug, am Drehkreuz hinter dem Fahrer, nicht vor dem Einsteigen. Rios Stadtbusse nehmen seit Juni 2026 gar kein Bargeld mehr (nur Jaé-Karte, QR-Code der Jaé-App oder Pix), und Fahrer in São Paulo nehmen es zwar, haben aber kaum Wechselgeld; halte also besser eine Karte bereit als Münzen. „Passa o cartão“ sagt der Fahrer oder die Aufsicht.
Vorderseite
Ponto de ônibus
PON-tu dschi O-ni-buss
Rückseite
Bushaltestelle
„Ponto“ steht auf dem Haltestellenschild, „parada“ kommt in den Ansagen im Bus vor („próxima parada“), in der Metro heißt es „próxima estação“. Die Falle: Busse halten nicht automatisch, nur weil du an der Haltestelle stehst; du musst den Arm ausstrecken und dem Bus winken, sonst fährt er vorbei. Zum Aussteigen drückst du den Knopf („a campainha“) oder sagst „próximo ponto, por favor“.
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Vorderseite
Tenho uma reserva
TE-nju U-ma he-SER-wa
Rückseite
Ich habe eine Reservierung
Der Einstiegssatz beim Check-in im Hotel wie im Restaurant; „no nome de“ plus Nachname nennt den Namen. Das Hotel verlangt deinen Reisepass und einen ausgefüllten Anmeldeschein („ficha“); das ist gesetzlich vorgeschrieben, ganz wie der Meldeschein bei uns, und kein Misstrauen. Das Frühstück („café da manhã“) ist fast immer inbegriffen; „o café está incluso?“ fragt nach.
Vorderseite
A chave, por favor
a SCHA-wi, por fa-WOR
Rückseite
Den Schlüssel, bitte
In den meisten Hotels gibt es Karten („o cartão“), in pousadas und kleinen Hotels aber noch echte Schlüssel, die beim Weggehen an der Rezeption bleiben; beim Zurückkommen nennst du einfach die Zimmernummer. „Quarto“ ist das Zimmer, und Vorsicht: „apartamento“ meint im Hotel ebenfalls ein Zimmer und keine Ferienwohnung.
Vorderseite
Qual é a senha do Wi-Fi?
kual Ä a SSEN-ja du uai-FAI
Rückseite
Wie lautet das WLAN-Passwort?
„Senha“ ist das Passwort, aber auch die PIN am Kartengerät und die gezogene Wartenummer in Bank und Amt. Sag nicht „WLAN“, damit kann hier niemand etwas anfangen: es heißt „Wi-Fi“, englisch ausgesprochen „uai-fai“. Kostenloses Netz ist in Cafés, Einkaufszentren und Hotels selbstverständlich; frag danach, das Passwort steht oft auf dem Kassenbon oder auf einem Kärtchen.
Vorderseite
Que horas é o café da manhã?
ki O-rass Ä u ka-FÄ da man-JAN
Rückseite
Wann gibt es Frühstück?
„Café da manhã“ heißt wörtlich „Kaffee des Morgens“ und ist das Frühstück: meist inbegriffen und reichlich, mit Obst, pão de queijo, Kuchen und Saft; in Portugal sagt man „pequeno-almoço“. Bei Uhrzeiten wird vorwärts gezählt, nicht rückwärts wie in unserem „halb sieben“: 6.30 Uhr ist „seis e meia“ (sechs und eine halbe), niemals „meia sete“. „Das… às…“ gibt die Zeitspanne an, und die zweite nützliche Frage lautet „que horas é o check-out?“.
Vorderseite
Socorro!
ssu-KO-hu
Rückseite
Hilfe!
Ruf es laut, alle reagieren. Eine einzige Notrufnummer wie die 112 gibt es nicht: 190 ist die Polizei, 192 der Rettungsdienst SAMU, 193 die Feuerwehr, und die Leitstellen sprechen selten Englisch, lass also besser jemanden vor Ort anrufen. Wenn dir jemand Handy oder Tasche entreißt, raten Brasilianer einhellig zum Gleichen: nicht wehren, hergeben.
Words on Repeat · Reise-Kit50 Sätze auf Portugiesisch für deine Reise
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Vorderseite
Preciso de um médico
pre-SSI-su dschi un ME-dschi-ku
Rückseite
Ich brauche einen Arzt
„Preciso de“ heißt „ich brauche“. Die öffentlichen Notaufnahmen („pronto-socorro“, „UPA“) behandeln jeden kostenlos, Touristen eingeschlossen, allerdings mit langer Wartezeit; Privatkliniken gehen schnell und rechnen mit deiner Reisekrankenversicherung ab, denn die europäische Krankenversicherungskarte gilt in Brasilien nicht. Den Rettungswagen rufst du unter 192; bei Kleinigkeiten gehst du zuerst in die Apotheke.
Vorderseite
Onde fica a farmácia?
ON-dschi FI-ka a far-MA-ssja
Rückseite
Wo ist die Apotheke?
Auf dem Schild steht „farmácia“ oder „drogaria“, beides dasselbe, und „drogaria“ ist keine Drogerie in unserem Sinn, sondern die Apotheke. Ein einheitliches Zeichen wie das rote A gibt es nicht, das grüne Kreuz benutzen nur wenige: Halte nach dem Wort oder nach den Ketten Drogasil, Droga Raia, Pague Menos, Drogaria São Paulo und in Rio Drogarias Pacheco Ausschau. Sie sind überall, oft bis Mitternacht oder rund um die Uhr geöffnet („24h“), und der Apotheker berät und verkauft das meiste ohne Rezept, Antibiotika ausgenommen.
Vorderseite
Chame a polícia, por favor
SCHA-mi a po-LI-ssja, por fa-WOR
Rückseite
Rufen Sie bitte die Polizei
Die Polizei erreichst du unter 190. Für die Versicherung brauchst du eine Anzeige, das „boletim de ocorrência“ (kurz „B.O.“), aufgenommen in einer „delegacia“ oder in den meisten Bundesstaaten online; in Rio und São Paulo gibt es eine Touristenpolizei („Delegacia do Turista“) mit englischsprachigen Beamten. Nimm deinen Reisepass oder ein Foto davon mit.
Vorderseite
Estou perdido / perdida
is-TO per-DSCHI-du / per-DSCHI-da
Rückseite
Ich habe mich verlaufen
Auch hier richtet sich die Endung nach deinem eigenen Geschlecht: „perdido“ sagt ein Mann, „perdida“ eine Frau, während unser „verlaufen“ unverändert bleibt. Gesprochen wird „estou“ meist zu „tô“ verkürzt. Häng „onde fica“ plus Ziel an oder zeig die Adresse auf dem Handy; „é longe?“ (ist es weit?) bringt eine brauchbare Antwort, und oft bringt man dich ein Stück des Weges hin.
Vorderseite
Pode chamar um táxi, por favor?
PO-dschi scha-MAR un TAK-ssi, por fa-WOR
Rückseite
Können Sie bitte ein Taxi rufen?
„Pode“ ist das höfliche „können Sie“. Apps (Uber, 99) sind der Normalfall und meist günstiger; ein Taxi auf der Straße heranzuwinken geht ebenso, und Hotels wie Restaurants rufen gern eines. Achte darauf, dass das Taxameter („taxímetro“) läuft; am Flughafen verkaufen Schalter Fahrten zum Festpreis, dann gibt es keine Diskussion.
Words on Repeat · Reise-Kit50 Sätze auf Portugiesisch für deine Reise
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Vorderseite
um
un (nasal)
Rückseite
eins
„Um“ vor männlichen, „uma“ vor weiblichen Substantiven („uma mesa“, „uma água“), dieselbe Logik wie ein/eine, nur mit anderer Geschlechterverteilung. Beim Zählen und als Antwort für sich allein heißt es „um“. Sprich es nasal: ein „un“ durch die Nase, nicht „umm“.
Vorderseite
dois
dojss
Rückseite
zwei
„Dois“ vor männlichen, „duas“ vor weiblichen Substantiven („duas cervejas“, „duas passagens“); allein stehend immer „dois“. Dass sich auch die Zahl nach dem Geschlecht richtet, kennt das Deutsche nicht. „Somos dois“ heißt „wir sind zu zweit“.
Vorderseite
três
tress
Rückseite
drei
Das „ê“ ist geschlossen wie in „Beet“, das End-s stimmlos: also „tress“ und nicht „trees“ mit summendem s. Bahnsteig-, Zimmer- und Busnummern werden einfach als Zahl gelesen: Bus 3 ist „o três“.
Vorderseite
quatro
KUA-tru
Rückseite
vier
„Somos“ plus Zahl sagt dem Restaurant, wie viele ihr seid. Das „qu“ ist k plus u, nicht das deutsche „qu“ in „Quelle“, in dem ein w-Laut steckt. Das End-o klingt immer wie ein u, wie in jedem brasilianischen Wort auf -o: „KUA-tru“, nicht „KUA-tro“.
Vorderseite
cinco
SSIN-ku
Rückseite
fünf
„São“ plus Betrag ist die Ansage der Summe. Die Währung heißt im Singular „real“ und im Plural „reais“, gesprochen „he-AISS“ mit h am Anfang; R$ 5,50 sagt man „cinco e cinquenta“. Das c vor i ist ein scharfes s: „SSIN-ku“.
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Vorderseite
seis
ssejss
Rückseite
sechs
„Às“ plus Stunde heißt „um“. Die Falle: beim Vorlesen von Telefon-, Zimmer- und Codenummern sagen Brasilianer statt „seis“ das Wort „meia“ (Hälfte, von „halbes Dutzend“), eine 6 in einer buchstabierten Adresse ist also „meia“. Fahrpläne nutzen wie bei uns die 24-Stunden-Zeit: auf der Tafel steht 18h, gesprochen wird „seis da tarde“.
Vorderseite
sete
SSE-tschi
Rückseite
sieben
Am Wortende wird „te“ in Brasilien zu „tschi“, also „SSE-tschi“ und nicht „SE-te“ – dasselbe passiert mit „de“, das zu „dschi“ wird („onde“ = „ON-dschi“). Frühstücks- und Öffnungszeiten werden so angegeben: „das sete“ heißt ab sieben.
Vorderseite
oito
OJ-tu
Rückseite
acht
„Para as“ plus Uhrzeit ist das „für“ bei der Reservierung. In Brasilien isst man spät zu Abend, ein Tisch „para as oito“ ist also früh gebucht; „oito da noite“ stellt klar, dass du den Abend meinst. Merk dir die Aussprache als „OJ-tu“; das oi ist kein deutsches „eu“.
Vorderseite
nove
NO-wi
Rückseite
neun
Offenes o wie in „Sonne“, das v klingt wie ein deutsches w und das End-e wie ein i: „NO-wi“. Verwechsle es nicht mit „novo“ (neu), das ein geschlossenes o hat. Die Notrufnummern beginnen damit: 190 ist „cento e noventa“, 192 „cento e noventa e dois“.
Vorderseite
dez
dess
Rückseite
zehn
„A pé“ heißt zu Fuß, und „dez minutos“ ist die Antwort, die man sich auf „é longe?“ erhofft. „Dez por cento“ sind die 10 % Service auf jeder Restaurantrechnung. Für Preise brauchst du noch „vinte“ (zwanzig) und „cem“ (hundert).