Reise-Kit · für Spanien (auch Mexiko, Argentinien und fast ganz Lateinamerika)

Spanisch Reise-Kit50 Sätze auf Spanisch für deine Reise, mit Aussprache

  1. noch 5 Tage
    Tag 1 hier starten
    Die zehn, die zählen
    • Hola / Buenos días
    • Buenas tardes
    10 Sätze~10 Min.
  2. noch 4 Tage
    Tag 2
    Café und Restaurant
    • Una mesa para dos, por favor
    • Quería…
    10 Sätze~10 Min.
  3. noch 3 Tage
    Tag 3
    Bezahlen und Einkaufen
    • ¿Cuánto cuesta…?
    • Es demasiado caro
    10 Sätze~10 Min.
  4. noch 2 Tage
    Tag 4
    Unterwegs und Schilder
    • ¿Dónde está…?
    • ¿Dónde está el baño?
    10 Sätze~10 Min.
  5. noch 1 Tag
    Tag 5
    Hotel und Hilfe
    • Tengo una reserva
    • La llave, por favor
    10 Sätze~10 Min.
  6. Deine Reise
    50 Sätze bereit
Morgen geht es los? Mach nur Tag eins: die zehn Sätze, die zählen. Zehn Minuten, und du kommst an und kannst grüßen, bitte und danke sagen und dich entschuldigen. Tag eins starten
Bonus Zahlen 1–10 · 10 Karten · an jedem Tag

Zehn am Tag, fünf Tage, jeweils etwa zehn Minuten. Kostenlos, ohne Anmeldung.

1Hola / Buenos días
2O-la / BUE-nos DI-as
3Hallo / Guten Tag
4In Deutschland betritt man einen Laden gern wortlos; in Spanien fällt genau das auf, also grüß von der Tür aus, in jedem Geschäft, jeder Bar und jedem Bus. „Hola“ ist dabei keine Duz-Ansage wie ein lockeres „Hallo“, sondern passt vom Busfahrer bis zum Hoteldirektor. „Buenos días“ gilt bis zum Mittagessen, und das ist in Spanien gegen zwei Uhr nachmittags. Das „h“ bleibt stumm.
  1. 1Der Satz so, wie ihn ein Einheimischer zu einem Touristen sagt
  2. 2Wie man ihn sagt: betonte Silbe in Großbuchstaben
  3. 3Was er bedeutet
  4. 4Der Hinweis: wann man ihn sagt und welchen Fehler Touristen in Spanien machen

Tag eins öffnet sich in deinem Browser, ohne Konto. Stapeldetails.

  • Mit kostenlosem Konto
  • Fortschritt gespeichert
  • Tage 2–5 eingeplant
  • drei Lernarten: umdrehen, umgekehrt, tippen
  • Quiz und Kreuzworträtsel, wenn Karten langweilig werden
  • Erinnerungen, wenn Karten fällig sind
50 Sätze + 10 Zahlen5 Tage · ~10 Min./TagAussprache auf jeder KarteVerteiltes Wiederholen
Tag 1

Die zehn, die zählen

10 Sätze

Grüßen, danken, sich entschuldigen, auf sich aufmerksam machen und sagen, dass du nicht verstehst.

  1. Hola / Buenos días O-la / BUE-nos DI-as
    Hallo / Guten Tag
    In Deutschland betritt man einen Laden gern wortlos; in Spanien fällt genau das auf, also grüß von der Tür aus, in jedem Geschäft, jeder Bar und jedem Bus. „Hola“ ist dabei keine Duz-Ansage wie ein lockeres „Hallo“, sondern passt vom Busfahrer bis zum Hoteldirektor. „Buenos días“ gilt bis zum Mittagessen, und das ist in Spanien gegen zwei Uhr nachmittags. Das „h“ bleibt stumm.
    Buenos días, ¿me pone un café con leche? — Guten Tag, bekomme ich bitte einen Milchkaffee?
  2. Buenas tardes BUE-nas TAR-des
    Guten Tag (ab mittags) / Guten Abend
    Gewechselt wird nach der Uhr, nicht nach dem Licht: nach dem Mittagessen, also gegen zwei, und dann bis es dunkel wird oder etwa neun. Unser „Guten Abend“ ab sechs kommt hier also zwei bis drei Stunden zu früh. Danach heißt es „buenas noches“, das in Spanien auch eine Begrüßung beim Ankommen ist und nicht nur der Gutenachtgruß. Im Alltag sagen die meisten zu jeder Tageszeit einfach „buenas“.
    Buenas tardes, ¿tienen mesa para dos? – Sí, pasen. — Guten Abend, haben Sie einen Tisch für zwei? – Ja, kommen Sie herein.
  3. Por favor por fa-BOR
    Bitte
    Es steht am Ende der Bitte, nach dem Komma, und nicht mittendrin wie das deutsche „bitte“. Spanier setzen es sparsamer ein, als Deutsche „bitte“ sagen; Tonfall und ein „gracias“ hinterher tragen die Höflichkeit. Ein schlichtes „un café, por favor“ ist deshalb vollständig höflich und keineswegs knapp. Das „v“ klingt wie ein weiches „b“.
    Una cerveza, por favor. — Ein Bier, bitte.
  4. Gracias GRA-thjas
    Danke
    Die Antwort lautet „de nada“ (nichts zu danken); genauso hört man „a usted“ oder „a ti“ (ich danke Ihnen bzw. dir) und „no hay de qué“. „Muchas gracias“ heißt „vielen Dank“. Bei der Aussprache liegt die Falle: Das „c“ vor „i“ ist in Spanien ein Lispel-s, gesprochen mit der Zungenspitze zwischen den Zähnen und hier als „th“ geschrieben. Sag also „GRA-thjas“ und auf keinen Fall „GRA-zias“ mit deutschem „z“.
    ¡Muchas gracias! – De nada. — Vielen Dank! – Gern geschehen.
  5. Disculpe dis-KUL-pe formal
    Entschuldigen Sie / Entschuldigung
    Im Deutschen deckt „Entschuldigung“ alles ab, im Spanischen teilt sich die Aufgabe: „disculpe“ (die Sie-Form, überall sicher) spricht jemanden an oder entschuldigt eine Kleinigkeit, ebenso „perdone“ und das vertrauliche „perdona“. Einen beschäftigten Kellner ruft man dagegen mit einem kräftigen „¡oiga!“ (hören Sie mal!) quer durch die Bar; das ist in Spanien normal und nicht unhöflich, auch wenn ein gerufenes „Hallo!“ bei uns unangenehm wäre. Für eine echte Entschuldigung sagst du „lo siento“.
    Disculpe, ¿me cobra? – Ahora mismo. — Entschuldigen Sie, kann ich zahlen? – Sofort.
  6. Perdón per-DON
    Entschuldigung (um durchzukommen)
    Für „darf ich mal vorbei“ gibt es kein eigenes Wort: „perdón“ oder „perdone“ mit einer Geste genügt, und „¿me deja pasar?“ (lassen Sie mich durch?) schafft in der vollen Metro Platz. Wer an der Tür steht, fragt dich umgekehrt „¿va a bajar?“ (steigen Sie aus?). „Con permiso“ versteht man auch, eher beim Betreten eines Raums oder beim Vorbeigehen am Tisch. „Perdón“ ist zugleich das Ein-Wort-Sorry, wenn du jemanden anrempelst oder ihm auf den Fuß trittst.
    Perdón, ¿me deja pasar? Voy a bajar. — Entschuldigung, lassen Sie mich bitte durch? Ich möchte aussteigen.
  7. Sí / No ssi / no
    Ja / Nein
    „No, gracias“ ist der höfliche Schlusspunkt gegenüber Straßenverkäufern, Flyerverteilern und den Schleppern der Restaurants auf den Ramblas; „sí, gracias“ nimmt an. Für „einverstanden“ sagen Spanier zu allem „vale“. Achte auf den Akzent: „si“ ohne ihn heißt „wenn“. Das „s“ ist immer scharf, nie das summende deutsche s.
    ¿Quiere algo más? – No, gracias. — Möchten Sie noch etwas? – Nein, danke.
  8. ¿Habla inglés? A-bla in-GLESS formal
    Sprechen Sie Englisch?
    Wer erst auf Spanisch fragt, bekommt die freundlichere Antwort. „Habla“ ist die Sie-Form (usted); in Spanien wird allerdings viel schneller geduzt als bei uns, sodass ein „¿hablas inglés?“ von einer jungen Verkäuferin freundlich gemeint ist und keine Respektlosigkeit. Bei Gleichaltrigen darfst du es genauso halten. „Un poco“ heißt „ein bisschen“.
    Perdone, ¿habla inglés? – Un poco. — Entschuldigen Sie, sprechen Sie Englisch? – Ein bisschen.
  9. No entiendo no en-TJEN-do
    Ich verstehe nicht
    Häng „más despacio, por favor“ an, dann wird tatsächlich langsamer und einfacher gesprochen. „No hablo español“ heißt „ich spreche kein Spanisch“, „¿puede repetir?“ bittet um Wiederholung, und ein schlichtes „¿cómo?“ ist das „wie bitte?“. Spanier sprechen schnell und verschlucken Endungen, frag also lieber früh nach, statt höflich mitzunicken.
    No entiendo. Más despacio, por favor. — Ich verstehe nicht. Bitte langsamer.
  10. Adiós a-DJOSS
    Auf Wiedersehen
    Passt überall, doch beim Hinausgehen aus Laden und Bar hörst du fast immer „hasta luego“ (bis später), oft zu „ta luego“ verschliffen, auch zu Fremden, die man nie wiedersieht; wörtlich nehmen darf man es so wenig wie ein norddeutsches „bis dann“. Sag eines von beiden beim Gehen, selbst wenn du nichts gekauft hast. „Que vaya bien“ ist der freundliche Zusatz.
    Gracias, adiós. – Hasta luego, que vaya bien. — Danke, auf Wiedersehen. – Bis später, machen Sie es gut.

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Tag 2

Café und Restaurant

10 Sätze

Einen Tisch bekommen, bestellen, bezahlen und beim Essen höflich bleiben.

  1. Una mesa para dos, por favor U-na ME-ssa PA-ra DOSS, por fa-BOR
    Einen Tisch für zwei, bitte
    Im Restaurant wartet man darauf, platziert zu werden, in Bar und Café setzt man sich an jeden freien Tisch. „Dos“ ersetzt du durch deine Zahl, oder du sagst „somos tres“. Die eigentliche Falle ist die Uhrzeit: Mittagessen gibt es etwa von 13:30 bis 16:00 Uhr, Abendessen ab 20:30 oder 21:00 Uhr. Wer um sechs zum Abendessen kommt wie zu Hause, steht vor einer geschlossenen Küche („la cocina“); an der Bar bekommt er aber Tapas.
    Buenas tardes, una mesa para dos, por favor. – ¿Tienen reserva? — Guten Abend, einen Tisch für zwei, bitte. – Haben Sie reserviert?
  2. Quería… ke-RI-a Satzmuster
    Ich hätte gern…
    Baustein: „quería“ plus die Sache. Genau so bestellen Spanier, während das Lehrbuch-„quisiera“ steif klingt. In der Bar ist „¿me pone…?“ (geben Sie mir…?) die Alltagsform, und „para mí…“ (für mich…) funktioniert, wenn der Kellner am Tisch die Runde macht. „Quiero“ heißt wörtlich „ich will“, wirkt aber nicht so fordernd wie im Deutschen, sondern nur direkter.
    Quería una ración de tortilla. Quería una caña. — Ich hätte gern eine Portion Tortilla. Ich hätte gern ein kleines Bier vom Fass.
  3. La carta, por favor la KAR-ta, por fa-BOR
    Die Speisekarte, bitte
    Die Falle steckt im falschen Freund: Die Speisekarte heißt „la carta“. „El menú“ ist nicht die Karte, sondern das feste Mittagsmenü, „el menú del día“, meist drei Gänge mit Brot und Getränk für 12 bis 18 Euro und nur werktags. Es ist oft das beste Angebot im Haus und steht häufig gar nicht auf der carta, frag also danach. „La carta de vinos“ ist die Weinkarte.
    La carta, por favor. ¿Tienen carta en inglés? — Die Speisekarte, bitte. Haben Sie eine Karte auf Englisch?
  4. Un café, por favor un ka-FE, por fa-BOR
    Einen Kaffee, bitte
    „Un café“ allein löst die Rückfrage „solo, cortado o con leche?“ aus. „Café solo“ ist ein einfacher Espresso, „cortado“ ein Espresso mit einem Schuss Milch, „café con leche“ halb Milch in der großen Tasse, der Frühstückskaffee. Filterkaffee wie zu Hause gibt es praktisch nicht, dafür stört ein café con leche nach dem Essen niemanden. An der Theke kostet er etwa 1,50 bis 2 Euro; „americano“ ist ein verlängerter, „descafeinado“ ein entkoffeinierter.
    Un café, por favor. – ¿Solo, cortado o con leche? – Con leche. — Einen Kaffee, bitte. – Schwarz, mit einem Schuss Milch oder mit Milch? – Mit Milch.
  5. ¿Con gas o sin gas? kon GASS o ssin GASS
    Mit oder ohne Kohlensäure?
    Wörtlich „mit Gas“ und „ohne Gas“: „con gas“ ist Sprudel, „sin gas“ stilles Wasser. Wer nur „agua“ sagt, bekommt in Spanien stilles Wasser und nicht wie bei uns selbstverständlich Sprudel. Flaschenwasser kostet, aber Bars und Restaurants müssen dir auf Nachfrage kostenlos Leitungswasser („agua del grifo“) geben. Gefragt wird außerdem „fría o del tiempo“, also kalt oder zimmerwarm.
    ¿Agua con gas o sin gas? – Sin gas, gracias. ¿Fría o del tiempo? – Fría. — Wasser mit oder ohne Kohlensäure? – Ohne, danke. Kalt oder zimmerwarm? – Kalt.
  6. La cuenta, por favor la KUEN-ta, por fa-BOR
    Die Rechnung, bitte
    Die Rechnung kommt erst, wenn du danach fragst; dass man dich am leer geräumten Tisch in Ruhe lässt, ist Höflichkeit und kein schlechter Service. Such Blickkontakt und sag diesen Satz, das spanischere „¿me cobra?“ (kassieren Sie bitte?), oder schreib in die Luft. „Junto o separado“ ist das „zusammen oder getrennt“: Getrennt zahlen geht, unter Spaniern ist es aber unüblich, dort zahlt einer und man rechnet hinterher ab.
    Perdone, la cuenta, por favor. – Ahora mismo. ¿Junto o separado? — Entschuldigen Sie, die Rechnung, bitte. – Sofort. Zusammen oder getrennt?
  7. ¿Puedo pagar con tarjeta? PUE-do pa-GAR kon tar-CHE-ta
    Kann ich mit Karte zahlen?
    Karte und kontaktlos funktionieren fast überall, auch im Taxi der großen Städte; anders als zu Hause kommst du in Spanien mit der Karte weiter als mit Bargeld. Kleine Bars, Kioske und Marktstände nehmen dagegen nur bar oder verlangen einen Mindestbetrag von ein paar Euro, frag also vor dem Bestellen. „En efectivo“ heißt bar. Das „j“ in „tarjeta“ ist das „ch“ wie in „Bach“.
    ¿Puedo pagar con tarjeta? – Sí, claro. — Kann ich mit Karte zahlen? – Ja, klar.
  8. ¡Salud! ssa-LUD
    Prost!
    Anstoßen und dabei jedem in die Augen sehen, das kennst du so schon; mit Wasser stoßen manche Spanier allerdings nicht an. „Chin chin“ hört man genauso oft wie „salud“. „Salud“ ist außerdem das „Gesundheit!“ nach dem Niesen, daneben auch „¡Jesús!“. Es gilt nur für Getränke; zum Essen wünscht man „que aproveche“.
    ¡Salud! – ¡Chin chin! — Prost! – Zum Wohl!
  9. ¡Que aproveche! ke a-pro-BE-tsche
    Guten Appetit!
    Der Kellner sagt es beim Hinstellen der Teller, und Fremde sagen es im Vorbeigehen an deinem Tisch oder beim Verlassen der Bar, ein Wunsch von wildfremden Leuten, den man bei uns nur am eigenen Tisch hört. Die Antwort ist „gracias“ oder „igualmente“ (gleichfalls). „Buen provecho“ ist derselbe Wunsch, in Lateinamerika häufiger, aber auch in Spanien geläufig.
    ¡Que aproveche! – Gracias, igualmente. — Guten Appetit! – Danke, gleichfalls.
  10. Pan pann Schild
    Brot (Posten auf der Rechnung)
    „Servicio incluido“ ist genau das deutsche „Bedienung inklusive“ und keine Trinkgeldzeile. Ein festes Gedeck wie in Italien kennt Spanien nicht, das ungefragt gebrachte Brot ist aber nicht gratis: ein Posten „pan“ oder „servicio de pan“ von ein bis zwei Euro pro Person ist normal, und du darfst es beim Bringen zurückgehen lassen. Einige Häuser drucken noch „cubierto“; erlaubt ist das nur, wenn es auf der carta ausgewiesen ist. Trinkgeld fällt viel kleiner aus als die deutschen fünf bis zehn Prozent: im Restaurant aufrunden oder ein, zwei Euro liegen lassen, an der Bar gar nichts. „IVA incluido“ heißt, die Mehrwertsteuer steckt im Preis; auf der „terraza“ dürfen die Preise legal höher sein.
    Pan: 1,50 € por persona. Servicio e IVA incluidos. — Brot: 1,50 € pro Person. Bedienung und Mehrwertsteuer inbegriffen.
Tag 3

Bezahlen und Einkaufen

10 Sätze

Nach Preisen fragen, bezahlen, schauen ohne zu kaufen und die zwei Schilder lesen, die zählen.

  1. ¿Cuánto cuesta…? KUAN-to KUES-ta Satzmuster
    Was kostet…?
    Baustein: „cuánto cuesta“ plus die Sache, oder allein, während du darauf zeigst; bei mehreren Dingen heißt es „cuánto cuestan“. In Spanien bedeutet „¿cuánto vale?“ dasselbe, und „¿cuánto es?“ fragt an der Kasse oder an der Theke nach der Summe. „Entrada“ ist die Eintrittskarte, „billete“ der Fahrschein.
    ¿Cuánto cuesta esto? ¿Cuánto cuesta la entrada? — Was kostet das? Was kostet der Eintritt?
  2. Es demasiado caro ess de-ma-SSJA-do KA-ro
    Das ist zu teuer
    Preise sind im Laden fest, und Handeln gilt dort als unhöflich; gefeilscht wird nur auf Flohmärkten wie dem Madrider Rastro und bei Straßenverkäufern. Mit „gracias de todas formas“ gehst du höflich weiter. Bei einem weiblichen Gegenstand (una bolsa) heißt es „cara“, die Endung richtet sich nach dem Geschlecht des Dings, ähnlich wie bei unseren Adjektiven. „Es muy caro“ ist die weichere Variante.
    Es demasiado caro. Gracias de todas formas. — Das ist zu teuer. Trotzdem danke.
  3. ¿En efectivo o con tarjeta? en e-fek-TI-bo o kon tar-CHE-ta
    Bar oder mit Karte?
    Die Frage an jeder Kasse, oft auf ein knappes „¿tarjeta?“ verkürzt, während man dir das Gerät hinhält. Antworte „con tarjeta“ oder „en efectivo“. Die zweite Frage lautet „¿quiere bolsa?“: Tüten kosten wie bei uns per Gesetz ein paar Cent. „Efectivo“ ist das Bargeld, „dinero“ das Geld allgemein.
    ¿En efectivo o con tarjeta? – Con tarjeta. — Bar oder mit Karte? – Mit Karte.
  4. El ticket, por favor el TI-ket, por fa-BOR
    Den Kassenbon, bitte
    Eine Pflicht, den Bon aus dem Laden mitzunehmen, gibt es in Spanien nicht, heb ihn aber auf: Umtausch und Rückgabe („cambios y devoluciones“) sind ohne ihn nicht möglich, und reduzierte Ware wird oft nur umgetauscht statt erstattet. Ein Rückgaberecht wie beim Onlinekauf hast du im Laden ohnehin nicht, weder hier noch dort. Der Kassenbon heißt „el ticket“ (Sprachpuristen schreiben „tique“), „el recibo“ ist der Kartenbeleg, „la factura“ die Rechnung mit Ausweis der Steuer.
    El ticket, por favor. – Aquí tiene. — Den Kassenbon, bitte. – Hier bitte.
  5. Solo estoy mirando, gracias SSO-lo ess-TOI mi-RAN-do, GRA-thjas
    Ich schaue mich nur um, danke
    Die Antwort auf „¿le atienden?“ (werden Sie bedient?) oder „¿le puedo ayudar?“ in jedem Geschäft. Sag beim Hereinkommen „hola“ und beim Gehen „hasta luego“, auch ohne etwas zu kaufen; das wortlose Stöbern, das bei uns niemanden stört, wirkt hier unfreundlich. Wenn du doch etwas möchtest, öffnet „¿me enseña…?“ (zeigen Sie mir…?) das Gespräch.
    ¿Le atienden? – Solo estoy mirando, gracias. — Werden Sie schon bedient? – Ich schaue mich nur um, danke.
  6. Nada más, gracias NA-da MASS, GRA-thjas
    Das ist alles, danke
    Beendet die Bestellung am Marktstand, beim Bäcker oder an der Wursttheke („charcutería“) als Antwort auf „¿algo más?“. Die Falle ist die Warteschlange: An spanischen Theken stellt man sich nicht ordentlich an, sondern fragt beim Ankommen „¿quién es el último?“ (wer ist der Letzte?) und ist nach dieser Person dran. Bestellt wird nach Gewicht: „cien gramos“, „un cuarto“ sind 250 g, „medio kilo“ 500 g.
    ¿Algo más? – Nada más, gracias. — Sonst noch etwas? – Das ist alles, danke.
  7. Uno de estos, por favor U-no de ESS-toss, por fa-BOR
    Eins von denen, bitte
    Zeigen plus dieser Satz bestellt jedes Gebäckstück, jedes bocadillo und jede Karte. „Para llevar“ ist zum Mitnehmen, „para tomar aquí“ oder kurz „para aquí“ zum Hieressen. In vielen spanischen Bars kostet derselbe Kaffee an der Theke („barra“) weniger als am Tisch („mesa“) und dort weniger als auf der Terrasse („terraza“); die Preisliste muss alle drei Preise ausweisen. Bei weiblichen Dingen (una napolitana) heißt es „una de estas“.
    Uno de estos, por favor. – ¿Para llevar o para tomar aquí? — Eins von denen, bitte. – Zum Mitnehmen oder zum Hieressen?
  8. ¿Tiene…? TJE-ne Satzmuster
    Haben Sie…?
    Baustein: „tiene“ (an eine Person, Sie-Form) oder „tienen“ (an den Laden als Ganzes) plus die Sache; beides hört man ständig, beides ist richtig. „¿Hay…?“ (gibt es…?) tut denselben Dienst. „Talla“ ist die Kleidergröße, „número“ die Schuhgröße, beide in denselben EU-Größen wie bei uns. WLAN heißt „wifi“ und wird „UI-fi“ gesprochen.
    ¿Tiene una talla más grande? ¿Tienen wifi? — Haben Sie eine Nummer größer? Haben Sie WLAN?
  9. Abierto / Cerrado a-BJER-to / the-RRA-do Schild
    Geöffnet / Geschlossen
    Die beiden Schilder an der Ladentür. Kleine Geschäfte und viele Büros machen weiterhin lange Mittagspause, etwa von zwei bis fünf, und öffnen dann bis acht oder halb neun: abends also länger als bei uns, mittags dafür zu. Sonntags ist wie zu Hause fast alles geschlossen, große Ketten, Einkaufszentren und Läden in Touristenvierteln bleiben aber durchgehend offen. „Cerrado por vacaciones“ heißt Betriebsferien, im August häufig; „horario“ ist der Aushang mit den Öffnungszeiten. Das „c“ vor „e“ ist wieder das Lispel-s, hier als „th“ geschrieben.
    Cerrado de 14:00 a 17:00. Domingos cerrado. — Geschlossen von 14:00 bis 17:00 Uhr. Sonntags geschlossen.
  10. Rebajas / Caja re-BA-chass / KA-cha Schild
    Schlussverkauf / Kasse
    „Rebajas“ ist der große Saisonschlussverkauf, traditionell gleich nach dem Dreikönigstag am 7. Januar und ab dem 1. Juli, auch wenn die Läden inzwischen jederzeit reduzieren dürfen; „descuento“ ist der Rabatt, „oferta“ das Sonderangebot. „Caja“ ist die Kasse. In der Bar zahlst du aber nicht vorab an einer Kasse: Dort wird zuerst bestellt und am Ende an der Theke oder am Tisch bezahlt. Das „j“ ist das „ch“ wie in „Bach“.
    Rebajas: hasta el 50 %. Pague en caja. — Schlussverkauf: bis zu 50 %. Bitte an der Kasse zahlen.
Tag 4

Unterwegs und Schilder

10 Sätze

Dinge finden, ein Ticket kaufen und die Schilder lesen, an denen du vorbeikommst.

  1. ¿Dónde está…? DON-de ess-TA Satzmuster
    Wo ist…?
    Baustein: „dónde está“ plus den Ort mitsamt Artikel; setz ein „perdone“ davor. Bei mehreren Orten heißt es „dónde están“ (los servicios). Die Antwort enthält fast immer eines der drei Richtungswörter: a la derecha, a la izquierda, todo recto, und womöglich eine Hand auf deiner Schulter, die dich in die richtige Richtung dreht. Das ist Freundlichkeit, keine Distanzlosigkeit.
    ¿Dónde está la estación? ¿Dónde está el baño? — Wo ist der Bahnhof? Wo ist die Toilette?
  2. ¿Dónde está el baño? DON-de ess-TA el BA-njo
    Wo ist die Toilette?
    „El baño“ fragen die meisten Spanier in der Bar, und man versteht es überall; auf den Schildern steht allerdings „servicios“ oder „aseos“, danach musst du suchen. Öffentliche Toiletten sind selten und kostenpflichtige Anlagen mit Drehkreuz gibt es kaum, dafür die Bars: Der Anstand verlangt, vorher einen Kaffee zu bestellen, viele hängen „solo clientes“ aus. An den Türen heißt „caballeros“ oder „hombres“ Herren, „señoras“ oder „mujeres“ Damen.
    Perdone, ¿dónde está el baño? – Al fondo a la derecha. — Entschuldigen Sie, wo ist die Toilette? – Ganz hinten rechts.
  3. ¿Dónde está la estación? DON-de ess-TA la ess-ta-THJON
    Wo ist der Bahnhof?
    „La estación“ allein versteht jeder als Bahnhof; für die U-Bahn hängst du „de metro“ an, für den Fernbus sagst du „la estación de autobuses“. Einen „Hauptbahnhof“ als Wort gibt es nicht: Die großen Bahnhöfe stehen auf den Schildern nur unter ihrem Eigennamen, Atocha und Chamartín in Madrid, Sants in Barcelona.
    ¿Dónde está la estación? – Todo recto, diez minutos andando. — Wo ist der Bahnhof? – Immer geradeaus, zehn Minuten zu Fuß.
  4. Un billete para Sevilla, por favor un bi-JE-te PA-ra sse-BI-ja, por fa-BOR
    Eine Fahrkarte nach Sevilla, bitte
    „Ida“ ist einfach, „ida y vuelta“ hin und zurück. Fernzüge und der Hochgeschwindigkeitszug AVE gelten nur für einen bestimmten Zug und Sitzplatz: früh online buchen (Renfe, Iryo, Ouigo), denn am Reisetag kostet dieselbe Fahrt ein Vielfaches und beliebte Züge sind ausverkauft – eine flexible Fahrkarte wie den Flexpreis zu Hause gibt es hier nicht. Die Nahverkehrszüge „Cercanías“ kauft man einfach und steigt ein, „Media Distancia“ nennt zwar einen Zug, hat aber feste Preise. „Billete“ ist der Fahrschein, „entrada“ die Eintrittskarte. Doppel-l klingt wie das deutsche „j“.
    Un billete para Sevilla, por favor. – ¿Ida o ida y vuelta? — Eine Fahrkarte nach Sevilla, bitte. – Einfach oder hin und zurück?
  5. ¿Qué andén? ke an-DEN
    Welcher Bahnsteig?
    Spanisch trennt, was wir oft beides „Gleis“ nennen: „andén“ ist der Bahnsteig, „vía“ das Gleis, und auf der Anzeigetafel („salidas“) wie in der Antwort steht die vía. In der Frage kannst du beide Wörter benutzen. Auf der Fahrkarte steht kein Gleis, die Nummer erscheint oft erst zehn bis fünfzehn Minuten vor der Abfahrt. Vor dem AVE-Bahnsteig wird das Gepäck durchleuchtet, sei also früher da; „retraso“ ist die Verspätung.
    ¿Qué andén para Madrid? – Vía cuatro. — Welcher Bahnsteig nach Madrid? – Gleis vier.
  6. A la izquierda / a la derecha / todo recto a la ith-KJER-da / a la de-RE-tscha / TO-do REK-to
    Links / rechts / geradeaus
    Diese drei stecken in jeder Antwort auf „¿dónde está?“. „Siga todo recto“ heißt immer geradeaus, „al fondo“ ganz hinten, „cerca“ nah, „lejos“ weit, „la primera / la segunda“ die erste bzw. zweite Straße. Rechne nicht mit Meterangaben: „está ahí mismo“ (gleich da drüben) kann alles bis zu zehn Minuten Fußweg bedeuten. Das „z“ in „izquierda“ ist das Lispel-s, hier „th“ geschrieben.
    Todo recto y la segunda a la izquierda. — Geradeaus und die zweite links.
  7. Entrada / Salida en-TRA-da / ssa-LI-da Schild
    Eingang / Ausgang
    „Salida“ ist auch die Autobahnausfahrt und der Weg aus der Metro, wo an den Ausgängen die Straßennamen stehen und nicht Himmelsrichtungen wie in deutschen U-Bahnhöfen. „Entrada“ wiederum heißt zugleich Eintrittskarte: „entrada gratuita“ am Museum bedeutet freien Eintritt, und „entradas“ ist der Kartenschalter oder die Ticketseite.
    Salida de emergencia. Entrada gratuita. — Notausgang. Eintritt frei.
  8. Empujar / Tirar em-pu-CHAR / ti-RAR Schild
    Drücken / Ziehen
    An Türen stehen entweder die Grundformen „empujar“ und „tirar“ oder die höflichen Befehlsformen „empuje“ und „tire“. Achtung: „tirar“ sieht der deutschen „Tür“ ähnlich, heißt aber ziehen. „Pulse“ (drücken) steht auf Knöpfen und Klingeln, „abrir“ und „cerrar“ an Toren und Aufzügen. Das „j“ von „empujar“ ist wieder das „ch“ wie in „Bach“.
    Empujar. – Tirar. — Drücken. – Ziehen.
  9. Valide su billete ba-LI-de ssu bi-JE-te Schild
    Entwerten Sie Ihre Fahrkarte
    Bei Renfe wird nichts entwertet: Die Fahrkarte wird an der Sperre oder im Zug gescannt, und bei den Cercanías brauchst du sie auch zum Herauskommen. Teuer wird es in Bus und Metro: Bei jeder einzelnen Fahrt legst du die Verkehrskarte auf oder ziehst den Papierfahrschein am Einstieg durch den Automaten, auch mit einer Mehrfahrtenkarte. In Barcelona gilt die T-casual nur für eine Person, sie wird also nicht wie ein deutsches Gruppenticket weitergereicht. Kontrolleure kassieren sofort, in Barcelona 100 Euro; auf die Hälfte kommst du nur, wenn du innerhalb von zwei Werktagen zahlst, und spätestens nach 30 Tagen muss das Bußgeld beglichen sein. Die Madrider Metro verkauft überhaupt keine Papierfahrscheine: Der Automat verkauft dir zuerst eine wiederverwendbare „Tarjeta Multi“ für 2,50 Euro (oder du nutzt die virtuelle in der CRTM-App) und lädt die Fahrten darauf; in Madrider Bussen kannst du auch kontaktlos mit der Bankkarte zahlen.
    Valide su billete al subir al autobús. — Entwerten Sie Ihre Fahrkarte beim Einsteigen in den Bus.
  10. Parada pa-RA-da Schild
    Haltestelle
    Das Schild an Bus- und Straßenbahnhaltestellen („parada de autobús“) und das Wort aus der Ansage „próxima parada“. Spanische Busse halten nur auf Zeichen: Wink, wenn der Bus kommt, sonst fährt er vorbei, während er bei uns von selbst hält. Zum Aussteigen drückst du den Knopf, dann leuchtet „parada solicitada“ auf. „Parada de taxis“ ist der Taxistand.
    Próxima parada: Sol. — Nächste Haltestelle: Sol.
Tag 5

Hotel und Hilfe

10 Sätze

Einchecken, online gehen und Hilfe bekommen, wenn etwas schiefgeht.

  1. Tengo una reserva TEN-go U-na re-SSER-ba
    Ich habe eine Reservierung
    Der Einstieg an der Rezeption und im Restaurant; „a nombre de“ plus Nachname nennt den Namen. Hotels und Ferienwohnungen verlangen deinen Ausweis und seit Dezember 2024 einige zusätzliche Angaben, etwa Wohnadresse, Telefon oder E-Mail und die Zahlungsart. Das geht an ein Register des Innenministeriums und ist dort völlig normal, auch wenn es nach deutlich mehr Daten aussieht als auf einem deutschen Meldeschein. „Reserva“ ist auch die Tischreservierung.
    Buenas tardes, tengo una reserva a nombre de Smith. — Guten Abend, ich habe eine Reservierung auf den Namen Smith.
  2. La llave, por favor la JA-be, por fa-BOR
    Den Schlüssel, bitte
    Spanische Hotels arbeiten meist mit Karten („la tarjeta“), die neben der Tür in einen Schlitz kommen und erst dann den Strom im Zimmer einschalten; kleinere pensiones und hostales bewahren echte Schlüssel an der Rezeption auf, nenn dort die Zimmernummer. „La habitación“ ist das Zimmer. Das Doppel-l spricht man wie das deutsche „j“, also „JA-be“.
    La llave, por favor. Habitación doce. — Den Schlüssel, bitte. Zimmer zwölf.
  3. ¿Cuál es la contraseña del wifi? kual ESS la kon-tra-SSE-nja del UI-fi
    Wie lautet das WLAN-Passwort?
    WLAN heißt in Spanien „wifi“ und wird „UI-fi“ gesprochen, das Passwort ist „la contraseña“ oder „la clave“. Die Frage funktioniert auch im Café, wo das Passwort oft auf dem Kassenbon oder einem Schild steht; offenes Gäste-WLAN ist verbreiteter als bei uns. „¿Tienen wifi?“ fragt, ob es überhaupt eines gibt, „gratis“ heißt kostenlos.
    ¿Cuál es la contraseña del wifi? – Está en la tarjeta de la habitación. — Wie lautet das WLAN-Passwort? – Es steht auf der Zimmerkarte.
  4. ¿A qué hora es el desayuno? a ke O-ra ess el de-ssa-JU-no
    Wann gibt es Frühstück?
    „A qué hora“ heißt „um wie viel Uhr“, die Antwort „de… a…“ nennt den Zeitraum. Das spanische Frühstück ist klein: Kaffee mit geröstetem Brot („tostada con tomate“) oder ein Gebäckstück, kein Buffet mit Wurst, Käse und Ei; im Hotel gibt es das eher, am Wochenende auch länger. Die zweite Frage, die du brauchst, ist „¿a qué hora es la salida?“ nach dem Check-out, meist mittags.
    ¿A qué hora es el desayuno? – De siete a diez y media. — Wann gibt es Frühstück? – Von sieben bis halb elf.
  5. ¡Socorro! sso-KO-rro
    Hilfe!
    Einfach rufen, jeder versteht es; „¡ayuda!“ geht genauso. Die einheitliche Notrufnummer ist in Spanien die 112, von jedem Telefon kostenlos und mit englischsprachigen Mitarbeitern; sie erledigt in einer Nummer das, wofür wir 110 und 112 getrennt wählen, und vermittelt Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. „¡Ladrón!“ oder „¡que me roban!“ (man bestiehlt mich!), wenn jemand nach der Tasche greift; das Risiko für Reisende sind Taschendiebe in Madrid und Barcelona, nicht Gewalt.
    ¡Socorro! ¡Llamen a una ambulancia! — Hilfe! Rufen Sie einen Krankenwagen!
  6. Necesito un médico ne-the-SSI-to un ME-di-ko
    Ich brauche einen Arzt
    „Necesito“ heißt „ich brauche“. „Urgencias“ ist die Notaufnahme jedes Krankenhauses, der Notruf bleibt die 112. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte auf der Rückseite deiner Gesundheitskarte („tarjeta sanitaria europea“) wirst du in öffentlichen Krankenhäusern behandelt; privat Versicherte halten ihre Versicherungsdaten bereit. Bei Kleinigkeiten führt der erste Weg in die Apotheke.
    Necesito un médico. No me encuentro bien. — Ich brauche einen Arzt. Mir geht es nicht gut.
  7. ¿Dónde está la farmacia? DON-de ess-TA la far-MA-thja
    Wo ist die Apotheke?
    Achte auf das blinkende grüne Kreuz. Die Falle: Auch Paracetamol und Ibuprofen bekommst du in Spanien ausschließlich in der Apotheke, nie im Supermarkt oder in der Drogerie; dafür beraten die Apotheker ausführlich und geben vieles ohne Rezept ab. „Farmacia de guardia“ ist der Notdienst nachts und sonntags, und an jeder Apothekentür hängt, welche gerade dran ist.
    ¿Dónde está la farmacia más cercana? — Wo ist die nächste Apotheke?
  8. Llame a la policía, por favor JA-me a la po-li-THI-a, por fa-BOR formal
    Rufen Sie bitte die Polizei
    Höfliche Bitte in der Sie-Form. Spanien hat mehrere Polizeien nebeneinander: die Policía Nacional (blau), die Guardia Civil (grün, für Landstraßen und ländliche Gebiete), die örtliche Policía Municipal und in Katalonien die Mossos d’Esquadra; jede von ihnen hilft dir. Für Gestohlenes brauchst du für die Versicherung eine Anzeige („denuncia“), aufgenommen auf einer „comisaría“, und dafür deinen Ausweis. „Me han robado…“ heißt „man hat mir … gestohlen“.
    Llame a la policía, por favor. Me han robado la cartera. — Rufen Sie bitte die Polizei. Man hat mir die Brieftasche gestohlen.
  9. Me he perdido me e per-DI-do
    Ich habe mich verlaufen
    Wörtlich „ich habe mich verloren“, und für Männer und Frauen gleich. Die andere Möglichkeit ist „estoy perdido“ (Mann) oder „estoy perdida“ (Frau); hier richtet sich die Endung nach dem Sprecher. Häng „¿dónde está…?“ mit dem Ort an oder zeig die Adresse auf dem Handy; „¿está lejos?“ (ist es weit?) bringt eine brauchbare Antwort. Das „h“ in „he“ bleibt stumm.
    Me he perdido. ¿Dónde está la Plaza Mayor? — Ich habe mich verlaufen. Wo ist die Plaza Mayor?
  10. ¿Puede llamar a un taxi, por favor? PUE-de ja-MAR a un TAK-ssi, por fa-BOR formal
    Können Sie bitte ein Taxi rufen?
    „Puede“ ist die Sie-Form; Spanier sagen eher „¿me pide un taxi?“. Taxis kannst du auch auf der Straße heranwinken: Ein grünes Dachlicht oder ein Schild „libre“ heißt frei, und an jedem Bahnhof gibt es einen Stand („parada de taxis“). Abgerechnet wird nach Taxameter; in Madrid gilt zwischen Flughafen und Zentrum ein Festpreis von rund 33 Euro, in Barcelona läuft der Zähler mit Flughafenzuschlag und Mindestpreis. Cabify, FreeNow und Uber fahren in den großen Städten. „El recibo“ ist die Quittung.
    ¿Puede llamar a un taxi, por favor? – Claro. ¿Adónde va? — Können Sie bitte ein Taxi rufen? – Klar. Wohin fahren Sie?
Bonus

Zahlen 1–10

10 Karten

Gruppengrößen, Preise, Gleise, Zimmernummern. Eine optionale sechste Sitzung, und die Gruppe, die am häufigsten als Karteikarten ausgedruckt wird.

uno
eins
U-no
dos
zwei
doss
tres
drei
tress
cuatro
vier
KUA-tro
cinco
fünf
THIN-ko
seis
sechs
ssejss
siete
sieben
SSJE-te
ocho
acht
O-tscho
nueve
neun
NUE-be
diez
zehn
djeth

Fragen von Reisenden

Wie viele Sätze auf Spanisch brauche ich für eine Reise nach Spanien?

Etwa fünfzig. Reisende berichten immer wieder, dass eine Handvoll Sätze am meisten gebracht hat, und zwar als Höflichkeit, nicht als Überlebenshilfe: beim Betreten eines Ladens grüßen, danke sagen, höflich fragen. Dieses Kit sind fünfzig Sätze in fünf Tagen zu je zehn, mit den zehn, die zählen, an Tag eins, dazu die Zahlen eins bis zehn als Bonus.

Wie sagt man danke auf Spanisch?

Auf Spanisch heißt danke “Gracias” (GRA-thjas). Die Antwort lautet „de nada“ (nichts zu danken); genauso hört man „a usted“ oder „a ti“ (ich danke Ihnen bzw. dir) und „no hay de qué“. „Muchas gracias“ heißt „vielen Dank“. Bei der Aussprache liegt die Falle: Das „c“ vor „i“ ist in Spanien ein Lispel-s, gesprochen mit der Zungenspitze zwischen den Zähnen und hier als „th“ geschrieben. Sag also „GRA-thjas“ und auf keinen Fall „GRA-zias“ mit deutschem „z“.

Wie sagt man Entschuldigung auf Spanisch?

Um auf dich aufmerksam zu machen oder dich zu entschuldigen, sagst du “Disculpe” (dis-KUL-pe). Im Deutschen deckt „Entschuldigung“ alles ab, im Spanischen teilt sich die Aufgabe: „disculpe“ (die Sie-Form, überall sicher) spricht jemanden an oder entschuldigt eine Kleinigkeit, ebenso „perdone“ und das vertrauliche „perdona“. Einen beschäftigten Kellner ruft man dagegen mit einem kräftigen „¡oiga!“ (hören Sie mal!) quer durch die Bar; das ist in Spanien normal und nicht unhöflich, auch wenn ein gerufenes „Hallo!“ bei uns unangenehm wäre. Für eine echte Entschuldigung sagst du „lo siento“.

Wie bitte ich auf Spanisch um die Rechnung?

Nach der Rechnung fragst du mit “La cuenta, por favor” (la KUEN-ta, por fa-BOR). Die Rechnung kommt erst, wenn du danach fragst; dass man dich am leer geräumten Tisch in Ruhe lässt, ist Höflichkeit und kein schlechter Service. Such Blickkontakt und sag diesen Satz, das spanischere „¿me cobra?“ (kassieren Sie bitte?), oder schreib in die Luft. „Junto o separado“ ist das „zusammen oder getrennt“: Getrennt zahlen geht, unter Spaniern ist es aber unüblich, dort zahlt einer und man rechnet hinterher ab.

Wie frage ich auf Spanisch nach der Toilette?

Frag “¿Dónde está el baño?” (DON-de ess-TA el BA-njo). „El baño“ fragen die meisten Spanier in der Bar, und man versteht es überall; auf den Schildern steht allerdings „servicios“ oder „aseos“, danach musst du suchen. Öffentliche Toiletten sind selten und kostenpflichtige Anlagen mit Drehkreuz gibt es kaum, dafür die Bars: Der Anstand verlangt, vorher einen Kaffee zu bestellen, viele hängen „solo clientes“ aus. An den Türen heißt „caballeros“ oder „hombres“ Herren, „señoras“ oder „mujeres“ Damen.

Kann ich wirklich fünfzig Sätze auf Spanisch in fünf Tagen lernen?

Ja, bei zehn neuen Sätzen am Tag. Das sind fünf bis acht Minuten täglich mit verteiltem Wiederholen, weil die App die Sätze von Tag eins an den Tagen zwei bis fünf zurückbringt, während du die nächsten zehn hinzunimmst. Fang eine Woche vor der Abreise an, und du kommst mit allen fünfzig an. Das druckbare Blatt ist die Rückversicherung für die Reise selbst.

Vor der Abreise

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