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Swiss German — Essentials (for German Speakers) Official

240 essential Swiss German (Züridütsch) words for German speakers. Greetings, everyday expressions, key differences from Hochdeutsch, with phonetic pronunciation guides and Bärndütsch variants in grammar notes.

CEFR A1 — Beginner
At this level you can introduce yourself, order food, ask directions. Vocabulary: ~500 words (cumulative).
Swiss German → German 253 words ~26 days at 10 words/day 0 downloads A1 A2
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WordTranslationExample
GrüeziGuten Tag (formell) Grüezi, wie gaats Ihne?
Guten Tag, wie geht es Ihnen?
GrüessechGuten Tag (formell, Bern) Grüessech, Frau Meier, wie gaats?
Guten Tag, Frau Meier, wie geht es Ihnen?
HoiHallo (informell) Hoi, was machsch hüt?
Hallo, was machst du heute?
SaliHallo (informell) Sali, chunnsch au is Kino?
Hallo, kommst du auch ins Kino?
TschauTschüss / Ciao Tschau, bis morn!
Tschüss, bis morgen!
Uf WiederluegeAuf Wiedersehen Uf Wiederluege, Herr Doktor.
Auf Wiedersehen, Herr Doktor.
AdieuAuf Wiedersehen / Tschüss Adieu, mir gsehnd üs!
Tschüss, wir sehen uns!
Merci vilmalVielen Dank Merci vilmal für d Hilf!
Vielen Dank für die Hilfe!
ExgüsiEntschuldigung Exgüsi, wo isch de Bahnhof?
Entschuldigung, wo ist der Bahnhof?
BitteBitte En Kafi, bitte.
Einen Kaffee, bitte.
Gärn gschehGern geschehen / Bitte sehr Gärn gscheh, das isch keis Problem.
Gern geschehen, das ist kein Problem.
Wie gaats?Wie geht es (Ihnen/dir)? Hoi, wie gaats der?
Hallo, wie geht es dir?
Danke guetDanke, gut Danke guet, und dir?
Danke, gut, und dir?
Schöne OobeSchönen Abend Schöne Oobe, schlafed guet!
Schönen Abend, schlaft gut!
En GueteGuten Appetit S Ässe isch parat, en Guete!
Das Essen ist fertig, guten Appetit!
ProschtProst Proscht, uf üsi Gsundheit!
Prost, auf unsere Gesundheit!
Hoi zämeHallo zusammen Hoi zäme, sind alli da?
Hallo zusammen, sind alle da?
Sali mitenandHallo zusammen / Hallo miteinander Sali mitenand, schön, dass er cho sind.
Hallo zusammen, schön, dass ihr gekommen seid.
Tschau zämeTschüss zusammen Tschau zäme, bis s nöchschte Mal!
Tschüss zusammen, bis zum nächsten Mal!
Guete MorgeGuten Morgen Guete Morge, häsch guet gschlafe?
Guten Morgen, hast du gut geschlafen?

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Grammar Guide (10)
Kein Präteritum
Schweizerdeutsch verwendet nur das Perfekt – nie das Präteritum
Ich ha geschter es Buech gläse. Ich ha gseit gha, dass ich chome.
Schweizerdeutsch kennt kein Präteritum (ich machte, ich ging). Man verwendet immer das Perfekt: ich ha gmacht, ich bi gange. Das Perfekt wird mit 'haa' (haben) oder 'sii' (sein) + Partizip gebildet: Ich ha gschribe. Er isch cho. Für Vergangenheit in der Vergangenheit gibt es das Doppelperfekt: Ich ha gseit gha (ich hatte gesagt). Auch 'war' und 'hatte' werden umschrieben: ich bi gsi (ich war), ich ha gha (ich hatte). Ausnahme: nur 'sii' (sein) hat selten eine Präteritumform ('ich war' → 'ich bi gsi', nie 'ich was').
tun-Periphrase
Mit 'tue' + Infinitiv werden gewohnheitsmäßige oder laufende Handlungen ausgedrückt
Ich tue jede Morge Ziitig läse.
'Tue' + Infinitiv drückt gewohnheitsmäßige oder gerade andauernde Handlungen aus: Ich tue läse (ich lese gerade/ich pflege zu lesen). Konjugation von 'tue': i tue, du tuesch, er/si tuet, mir tüend, ir tüend, si tüend. Die Konstruktion ist im Hochdeutschen als umgangssprachlich verpönt, im Schweizerdeutschen aber Standardgebrauch. Beispiele: Si tuet immer so spät cho (Sie kommt immer so spät). Mir tüend am Sunntig wandere (Wir wandern sonntags). Die tun-Periphrase kann auch höfliche Abschwächung ausdrücken: Ich tät gärn es Bier bstelle (Ich würde gern ein Bier bestellen).
go-Konstruktion
Die Partikel 'go' steht vor dem Infinitiv nach Bewegungsverben
Ich gah go poschte. Chunnsch go schwümme?
Nach Bewegungsverben (gah, cho, laufe) steht die Partikel 'go' vor dem Infinitiv: Ich gah go poschte (Ich gehe einkaufen). 'Go' entspricht dem deutschen 'zum/um zu' bei Bewegung + Zweck: Mir gönd go ässe (Wir gehen essen). Auch mit 'cho': Chunnsch go luege? (Kommst du schauen?). Er chunnt go hälfe (Er kommt helfen). Bei manchen Verben verdoppelt sich 'go': Ich gah go go luege (Ich gehe schauen gehen) – regional unterschiedlich. Die Konstruktion existiert nicht im Hochdeutschen und ist ein typisches Merkmal aller alemannischen Dialekte.
Kein Genitiv
Der Genitiv existiert nicht – er wird durch Dativ + 'vo/vom' ersetzt
S Auto vom Vater. D Farb vo de Blueme.
Schweizerdeutsch hat keinen Genitiv. Besitz wird mit Dativ + 'vo/vom' ausgedrückt: s Huus vom Nachbar (das Haus des Nachbarn). 'Vo' + Dativ ersetzt alle Genitivfunktionen: wäge dem Wätter (wegen des Wetters), aastatt vom Kafi (anstatt des Kaffees). Artikel im Dativ: em (maskulin/neutrum), ere (feminin), de (Plural). Beispiel: s Buch vo de Lehreri (das Buch der Lehrerin). Auch possessive Konstruktion: Dem Vater sis Auto (des Vaters Auto) – Dativ + Possessivpronomen. Der Genitiv lebt nur noch in festen Redewendungen: 'uf keinen Fall' oder in Ortsnamen weiter.
Diminutiv -li
Das Diminutiv -li ist viel produktiver als das hochdeutsche -chen/-lein
Es Brötli, es Hündli, es Kafi-Tässli, es Bänkli.
Die Diminutivendung -li ersetzt das hochdeutsche -chen/-lein: Hund→Hündli, Brot→Brötli, Tisch→Tischli. Der Stammvokal wird oft umgelautet: a→ä (Glas→Gläsli), u→ü (Hund→Hündli), o→ö (Wort→Wörtli). -li ist viel produktiver als im Hochdeutschen: Rüebli (Karotte, keine Verkleinerung mehr), Müesli (keine Verkleinerung), Guetzli (Keks). Alle Diminutive sind Neutrum: s Meitli (das Mädchen), s Büebli (der kleine Junge), s Chätzli (das Kätzchen). In Bern: -i statt -li: Hundi, Bröti. In Basel: -li wie in Zürich. Die Form variiert regional.
Relativpronomen 'wo'
'Wo' ist das universelle Relativpronomen – es ersetzt der/die/das/welcher
De Maa, wo da wohnt. D Frau, wo ich gsee ha.
'Wo' ist das einzige Relativpronomen im Schweizerdeutschen: De Maa, wo chunnt (Der Mann, der kommt). Es ist unveränderlich – kein Genus, kein Kasus: D Frau, wo do wohnt. S Chind, wo spilt. Bei Akkusativ-/Dativ-Bezug wird ein Pronomen ergänzt: De Maa, wo ich en gsee ha (den ich gesehen habe). D Frau, wo ich ere ghulfe ha (der ich geholfen habe). Mit Präpositionen: S Huus, wo mir drin wohned (in dem wir wohnen). De Stuel, wo er druf hockt (auf dem er sitzt). 'Wo' wird nie durch 'der/die/das' oder 'welcher' ersetzt – auch nicht in formeller Sprache.
Artikel & Kasus
Die Artikel sind de/d/s statt der/die/das – der Akkusativ gleicht meist dem Nominativ
De Maa gseht d Frau. Ich gib em Maa s Buech.
Bestimmte Artikel: de (maskulin), d (feminin), s (neutrum), d (Plural). Beispiel: de Hund, d Chatz, s Huus, d Lüüt. Unbestimmte Artikel: en (maskulin), e (feminin), es (neutrum). Beispiel: en Maa, e Frau, es Chind. Akkusativ ist meist gleich wie Nominativ: Ich gseh de Maa (nicht 'den Mann'). Nur Pronomen ändern sich: ich→mi, er→en. Dativ: em (maskulin/neutrum), ere (feminin), de (Plural). Beispiel: Ich gib em Maa s Gäld. Ich hilfe de Chind. Der Dativ wird mit Präpositionen häufig verschmolzen: im (in em), am (a em), vom (vo em), zum (zu em).
k→ch Lautverschiebung
Anlautendes k- wird systematisch zu ch-: kaufen→chaufe, Kind→Chind, kalt→chalt
S Chind isch chrank und chönnt nöd cho.
Alle Wörter mit anlautendem k- haben im Schweizerdeutschen ch-: kaufen→chaufe, Kind→Chind, kalt→chalt, Kirche→Chile. Das ch ist ein uvularer Frikativ [χ], deutlich stärker als das deutsche 'ach'-ch: können→chönne, kommen→cho, Kopf→Chopf. Auch k im Wortinneren verschiebt sich: Decke→Teggi, trinken→trinke (bleibt wegen -nk). Auslautendes -k bleibt oft: Stück→Stuck. Die Verschiebung gilt für germanische Wörter. Fremdwörter behalten k: Kino, Kilometer, Kaffee→Kafi (teilweise angepasst). Diese Verschiebung ist eines der auffälligsten Merkmale des Schweizerdeutschen und trennt es klar vom Hochdeutschen.
Verbkonjugation
Die Verbendungen unterscheiden sich vom Hochdeutschen – Plural auf -ed, kein -en
Ich mache, du machsch, er macht, mir mached, ir mached, si mached.
Präsens-Endungen: ich -e, du -sch, er/si/es -t, mir -ed, ir -ed, si -ed. Beispiel: ich gang, du gasch, er gaht, mir gönd. Die 2. Person Singular endet immer auf -sch: du machsch, du chunnsch, du hesch. Nicht -st wie im Hochdeutschen. Der Plural (wir/ihr/sie) hat einheitlich -ed: mir mached, ir mached, si mached. Kein -en wie im Hochdeutschen. Starke Verben haben oft andere Stammvokale: geben→gäh (i gib, du gisch, er git, mir gäbed). Die Höflichkeitsform 'Sie' verwendet die 3. Person Plural: Chömed Si ine! (Kommen Sie herein!)
Vokal- & Diphthongverschiebungen
Systematische Lautmuster: au→uu, ei→ii, eu→üü, ie→ie/iä
S Huus isch nöi. D Lüüt händ kei Zit.
au→uu: Haus→Huus, Maus→Muus, laufen→laufe (Zürich behält au), kaufen→chaufe. In Bern: au→ou (Hous). ei→ii/i: Zeit→Zit, weit→wit, Arbeit→Arbet, heißen→heisse (ei bleibt manchmal). Langes i: Ziit, wiit. eu/äu→üü: Leute→Lüüt, neu→nöi/nüü, heute→hüt, Häuser→Hüüser. Standarddeutsch ie→ie/iä: lieb→lieb, Brief→Brief (bleibt). Aber: liegen→lige, fliegen→flüge. Diese Verschiebungen sind nicht zufällig, sondern folgen historischen Lautgesetzen des Alemannischen.

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