Essential Swiss German (Züridütsch) words for German speakers. Greetings, everyday expressions, key differences from Hochdeutsch, with phonetic pronunciation guides and Bärndütsch variants in grammar notes.
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| Wort | Übersetzung | Beispiel |
|---|---|---|
| GrüeziA1 DER Zürcher Gruss (von „Gott grüez i“)! Formell und neutral: „Grüezi!“ im Laden, im Zug, überall in der Deutschschweiz. | Guten Tag (formell) | Grüezi, wie gaats Ihne? Guten Tag, wie geht es Ihnen? |
| GrüessechA1 Die Berner Variante von Grüezi: „Grüessech!“ — in Bern und Umgebung. So erkennt man die Region! | Guten Tag (formell, Bern) | Grüessech, Frau Meier, wie gaats? Guten Tag, Frau Meier, wie geht es Ihnen? |
| HoiA1informal Informeller Gruss unter Freunden: „Hoi, wie gahts?“ — nur bei Duzfreunden! Synonyme: Sali | Hallo (informell) | Hoi, was machsch hüt? Hallo, was machst du heute? |
| SaliA1informal Informell, vor allem in Basel und der Nordwestschweiz (vom französischen „salut“): „Sali zäme!“ Synonyme: Hoi | Hallo (informell) | Sali, chunnsch au is Kino? Hallo, kommst du auch ins Kino? |
| TschauA1informal Informeller Abschied (vom italienischen „ciao“): „Tschau, bis morn!“ — auch als Begrüssung möglich. | Tschüss / Ciao | Tschau, bis morn! Tschüss, bis morgen! |
| Uf WiederluegeA1formal Der formelle Abschied — wörtlich „auf Wiederschauen“ (luege = schauen!): „Uf Wiederluege!“ im Geschäft. | Auf Wiedersehen | Uf Wiederluege, Herr Doktor. Auf Wiedersehen, Herr Doktor. |
| AdieuA1 Formeller Abschied aus dem Französischen — typisch schweizerisch! Ausgesprochen „Adiöö“. | Auf Wiedersehen / Tschüss | Adieu, mir gsehnd üs! Tschüss, wir sehen uns! |
| Merci vilmalA1 „Vielen Dank“ auf Schweizerdeutsch — Merci (französisch!) + vilmal (vielmals). Die Schweizer Höflichkeit in zwei Wörtern. | Vielen Dank | Merci vilmal für d Hilf! Vielen Dank für die Hilfe! |
| ExgüsiA1 „Entschuldigung!“ (vom französischen „excusez“): „Exgüsi, dörf i verbii?“ — im Tram unentbehrlich! | Entschuldigung | Exgüsi, wo isch de Bahnhof? Entschuldigung, wo ist der Bahnhof? |
| BitteA1 Wie im Hochdeutschen: „Bitte“ — oft hört man auch „bitte vilmal“ oder als Antwort „gärn gscheh“. | Bitte | En Kafi, bitte. Einen Kaffee, bitte. |
| Gärn gschehA1 Antwort auf Merci: „Gärn gscheh!“ = gern geschehen — die Standard-Antwort auf jeden Dank. | Gern geschehen / Bitte sehr | Gärn gscheh, das isch keis Problem. Gern geschehen, das ist kein Problem. |
| Wie gaats?A1 „Wie gaats?“ = Wie geht's? Antwort: „Guet, merci — und dir/Ihne?“ | Wie geht es (Ihnen/dir)? | Hoi, wie gaats der? Hallo, wie geht es dir? |
| Danke guetA1 Die Standardantwort auf „Wie gaats?“: „Danke guet, und dir?“ | Danke, gut | Danke guet, und dir? Danke, gut, und dir? |
| Schöne OobeA1 „Schöne Oobe no!“ = Schönen Abend noch — der Abschiedsgruss am Abend (Oobe = Abend). | Schönen Abend | Schöne Oobe, schlafed guet! Schönen Abend, schlaft gut! |
| En GueteA1 „En Guete mitenand!“ = Guten Appetit zusammen — vor JEDEM Essen, auch in der Kantine Pflicht! | Guten Appetit | S Ässe isch parat, en Guete! Das Essen ist fertig, guten Appetit! |
| ProschtA1 „Proscht!“ oder „Proscht mitenand!“ — beim Anstossen. Wichtig: dabei in die Augen schauen! | Prost | Proscht, uf üsi Gsundheit! Prost, auf unsere Gesundheit! |
| Hoi zämeA1informal Gruss an eine Gruppe: „Hoi zäme!“ — zäme = zusammen; sehr gebräuchlich! | Hallo zusammen | Hoi zäme, sind alli da? Hallo zusammen, sind alle da? |
| Sali mitenandA1informal Gruss an mehrere: „Sali mitenand!“ — mitenand = miteinander. | Hallo zusammen / Hallo miteinander | Sali mitenand, schön, dass er cho sind. Hallo zusammen, schön, dass ihr gekommen seid. |
| Tschau zämeA1informal Abschied von einer Gruppe: „Tschau zäme, bis morn!“ | Tschüss zusammen | Tschau zäme, bis s nöchschte Mal! Tschüss zusammen, bis zum nächsten Mal! |
| Guete MorgeA1 „Guete Morge!“ = Guten Morgen — bis etwa 9 Uhr, danach Grüezi. | Guten Morgen | Guete Morge, häsch guet gschlafe? Guten Morgen, hast du gut geschlafen? |
| Guet NachtA1 „Guet Nacht und schlaf guet!“ = Gute Nacht — vor dem Schlafengehen. | Gute Nacht | Guet Nacht, schlaf guet! Gute Nacht, schlaf gut! |
| Grüezi wohlA1formal Die verstärkte, sehr höfliche Form von Grüezi — etwas altmodisch, aber charmant! | Guten Tag (sehr formell) | Grüezi wohl, was chan ich für Sie tue? Guten Tag, was kann ich für Sie tun? |
| AdieA1informal Kurzform von Adieu: „Adie zäme!“ — lockerer Abschied. | Tschüss (informell) | Adie, mir luegeds a! Tschüss, wir schauen es uns an! |
| Bis baldA1 Wie im Hochdeutschen: „Bis bald!“ — oder schweizerischer: „Bis spöter!“, „Bis morn!“ | Bis bald | Bis bald, i freu mi! Bis bald, ich freue mich! |
| Schöne TaagA1 „Schöne Taag no!“ = Schönen Tag noch — der freundliche Abschluss an der Kasse. | Schönen Tag | Schöne Taag no, Adieu! Noch einen schönen Tag, auf Wiedersehen! |
| Es freut miA1 Beim Kennenlernen: „Es freut mi!“ = Freut mich (Sie/dich kennenzulernen). | Es freut mich / Freut mich | Grüezi, es freut mi, Sie kennezlerne. Guten Tag, es freut mich, Sie kennenzulernen. |
| Wie heissed Sie?A1formal „Wie heissed Sie?“ = Wie heissen Sie? — formell mit Sie; unter Freunden: „Wie heissisch?“ | Wie heißen Sie? | Grüezi, wie heissed Sie? Guten Tag, wie heißen Sie? |
| I bi de...A1 Sich vorstellen: „I bi de Marco“ / „I bi d Anna“ = Ich bin der Marco / die Anna — mit Artikel vor dem Namen, typisch schweizerisch! | Ich bin der/die... | Hoi, i bi de Marco. Hallo, ich bin der Marco. |
| luegeA1 „Lueg emal!“ = Schau mal! Kernverb: „Ich luege fern“ = ich schaue fern. Daher: Uf Wiederluege! | schauen / gucken | Lueg mol, was i gfunde ha! Schau mal, was ich gefunden habe! |
| loseA1 „Los emal!“ = Hör mal zu! Nicht mit „verlieren“ verwechseln — lose = zuhören/horchen! | hören / zuhören | Los mol, i muess der öppis säge. Hör mal, ich muss dir etwas sagen. |
| redeA1 „Mir rede Schwiizerdütsch“ = wir sprechen Schweizerdeutsch. „mitenand rede“ = miteinander reden. | reden / sprechen | Chasch du au Schwiizerdütsch rede? Kannst du auch Schweizerdeutsch sprechen? |
| chaufeA1 „es Brot chaufe“ = ein Brot kaufen. K wird zu ch — das typische Schweizer Lautmuster: Kind→Chind! | kaufen | Ich muess no Brot chaufe. Ich muss noch Brot kaufen. |
| schaffeA1 FALSCHER FREUND: schaffe = arbeiten (nicht „schaffen“)! „Ich schaffe bi de Bank“ = ich arbeite bei der Bank. | arbeiten | Ich schaffe vo achti bis füfi. Ich arbeite von acht bis fünf. |
| poschteA1 „go poschte“ = einkaufen gehen — hat nichts mit der Post zu tun! „Ich gang go poschte.“ | einkaufen | Ich gang no schnäll poschte. Ich gehe noch schnell einkaufen. |
| laufeA1 FALSCHER FREUND: laufe = zu Fuss GEHEN (nicht rennen!): „Mir laufed i d Stadt“ = wir gehen zu Fuss. Rennen = springe! | gehen / zu Fuß gehen | Mir laufed hüt i d Stadt. Wir gehen heute in die Stadt. |
| springeA1 FALSCHER FREUND: springe = RENNEN (nicht hüpfen!): „Ich bi zum Zug gsprunge“ = ich bin zum Zug gerannt! | rennen / laufen | D Chind springed uf em Spielplatz ume. Die Kinder rennen auf dem Spielplatz herum. |
| ghöreA1 Zwei Bedeutungen: „Ich ghöre nüt“ = ich höre nichts; „Das ghört mir“ = das gehört mir. | hören / gehören | Ghörsch du das au? Hörst du das auch? |
| frögeA1 „Dörf i öppis fröge?“ = Darf ich etwas fragen? — a wird zu ö! | fragen | Ich ha de Chef wölle fröge. Ich wollte den Chef fragen. |
| hockeA1 „Hock ab!“ = Setz dich! — im Schweizerdeutschen völlig neutral, nicht salopp wie im Hochdeutschen! | sitzen | Chum, hock di ane! Komm, setz dich hin! |
| stahA1 „Ich stah im Stau“ = ich stehe im Stau — kurz und knackig: stah! | stehen | Ich stah scho sit ere Stund do. Ich stehe schon seit einer Stunde hier. |
| choA1 „Chunnsch au?“ = Kommst du auch? Formen: ich chume, du chunnsch, er chunnt. | kommen | Wänn chunnsch du hei? Wann kommst du nach Hause? |
| gahA1 „Ich gang hei“ = ich gehe heim. Formen: ich gang, du gahsch, er gaht. „Gömmer?“ = Gehen wir? | gehen | Mir gönd jetzt go ässe. Wir gehen jetzt essen. |
| wüsseA1 Wissen: „Ich weiss es nöd“ = ich weiss es nicht. „Weisch was?“ = Weisst du was? | wissen | Ich weiss nöd, wo er isch. Ich weiß nicht, wo er ist. |
| chönneA1 Können: „Ich cha nöd“ = ich kann nicht. Formen: ich cha, du chasch, er cha. „Chasch mer hälfe?“ | können | Chasch du mir hälfe? Kannst du mir helfen? |
| müesseA1 Müssen: „Ich muen gah“ = ich muss gehen. Formen: ich mue(n), du muesch, er mues. | müssen | Ich muess jetzt gah. Ich muss jetzt gehen. |
| wölleA1 Wollen: „Ich will es Bier“ — höflicher: „Ich hätt gärn…“ = ich hätte gern! | wollen | Wotsch du no es Bier? Willst du noch ein Bier? |
| sölleA1 Sollen: „Was söll ich mache?“ = Was soll ich machen? Formen: ich söll, du söllsch. | sollen | Was söll ich mache? Was soll ich machen? |
| haaA1 Haben: ich ha, du häsch, er hät, mir händ. „Ich ha Hunger!“ = ich habe Hunger. | haben | Ich ha hüt kei Zit. Ich habe heute keine Zeit. |
| siiA1 Sein: ich bi, du bisch, er isch, mir sind. „Ich bi müed“ = ich bin müde. | sein | Wo bisch du gsi? Wo bist du gewesen? |
| macheA1 „Was machsch?“ = Was machst du? „Das macht nüt!“ = das macht nichts! | machen | Was machsch du am Sundi? Was machst du am Sonntag? |
| nehA1 „Ich nime de Zug“ = ich nehme den Zug. Formen: ich nime, du nimmsch. | nehmen | Ich nimm no en Kafi. Ich nehme noch einen Kaffee. |
| gehA1 „Gisch mer das?“ = Gibst du mir das? „Es git…“ = es gibt… Formen: ich gibe, du gisch, er git. | geben | Gib mer mol de Salz. Gib mir mal das Salz. |
| lehreA1 Beides in einem Wort: „Ich lehre Schwiizerdütsch“ = ich lerne; „Si lehrt mi Dütsch“ = sie lehrt mich! | lernen / lehren | Ich lehr grad Schwiizerdütsch. Ich lerne gerade Schweizerdeutsch. |
| zeigeA1 „Zeigsch mer s Foti?“ = Zeigst du mir das Foto? | zeigen | Zeig mer mol din nöis Velo! Zeig mir mal dein neues Fahrrad! |
| ziehA1 Ziehen: „a de Türe zieh“ = an der Tür ziehen; „Mir sind umzoge“ = wir sind umgezogen. | ziehen | Mir ziehed nöchscht Wuche um. Wir ziehen nächste Woche um. |
| bringeA1 „Bringsch mer no es Bier?“ = Bringst du mir noch ein Bier? — in der Beiz! | bringen | Chasch du mer s Buech bringe? Kannst du mir das Buch bringen? |
| fahreA1 „mit em Zug fahre“ = mit dem Zug fahren — und der Schweizer Zug ist pünktlich! | fahren | Mir fahred mit em Zug uf Bärn. Wir fahren mit dem Zug nach Bern. |
| tueA1 „Was tuesch?“ = Was tust du? Oft als Hilfsverb: „Ich tue grad choche“ = ich koche gerade. | tun | Was tuesch du do? Was tust du hier? |
| sägeA1 „Was häsch gseit?“ = Was hast du gesagt? „Säg emal…“ = Sag mal… | sagen | Was häsch gseit? Was hast du gesagt? |
| hälfeA1 „Chasch mer hälfe?“ = Kannst du mir helfen? — die wichtigste Frage überhaupt! | helfen | Chan ich der hälfe? Kann ich dir helfen? |
| esseA1 „Was gits z esse?“ = Was gibt es zu essen? Gegessen: ggesse! | essen | Mir gönd go Znacht ässe. Wir gehen Abendessen essen. |
| trinkeA1 Trinken: „öppis z trinke“ = etwas zu trinken; „es Kafi trinke“ = einen Kaffee trinken. | trinken | Wotsch öppis trinke? Willst du etwas trinken? |
| dörfeA1 „Dörf i?“ = Darf ich? — die höfliche Schweizer Frage vor allem und jedem! | dürfen | Dörf ich do sitze? Darf ich hier sitzen? |
| s VeloA1 Das Fahrrad (vom französischen „vélo“) — DAS Schweizer Wort schlechthin: „mit em Velo fahre“! | das Fahrrad | Ich fahre mit em Velo is Gschäft. Ich fahre mit dem Fahrrad ins Geschäft. |
| s NatelA1 Das Handy — ursprünglich eine Abkürzung (Nationales Autotelefon)! „Mis Natel isch kaputt.“ | das Handy / Mobiltelefon | Häsch dis Natel dabi? Hast du dein Handy dabei? |
| s TrottoirA1 Der Gehsteig (französisch!) — „ufem Trottoir laufe“ = auf dem Bürgersteig gehen. | der Bürgersteig / Gehweg | Gang uf s Trottoir, do isch sicherer! Geh auf den Bürgersteig, dort ist es sicherer! |
| s BillettA1 Das Ticket (französisch „billet“): „es Billett löse“ = eine Fahrkarte kaufen — auch fürs Kino! | die Fahrkarte / das Ticket | Ich muess no es Billett löse. Ich muss noch eine Fahrkarte kaufen. |
| de ZnüniA1 Die Zwischenmahlzeit um 9 Uhr („z nüni“ = zu neun)! Schweizer Institution: „Znünipause“ im Büro und in der Schule. | der Vormittagssnack (ca. 9 Uhr) | Ich ässe min Znüni immer um nüni. Ich esse meinen Vormittagssnack immer um neun. |
| de ZvieriA1 Der Nachmittagssnack um 4 Uhr („z vieri“ = zu vier) — das Gegenstück zum Znüni! Für Kinder heilig. | der Nachmittagssnack (ca. 16 Uhr) | Chömed, mir mached Zvieri! Kommt, wir machen eine Nachmittagspause! |
| s ZnachtA1 Das Abendessen („z Nacht“): „Was gits z Znacht?“ — oft schon um 18:30! | das Abendessen | Was gits hüt zum Znacht? Was gibt es heute zum Abendessen? |
| s ZmorgeA1 Das Frühstück („z Morge“): „Zmorge esse“ = frühstücken — mit Gipfeli und Kafi! | das Frühstück | Zum Zmorge gits Gipfeli und Kafi. Zum Frühstück gibt es Croissants und Kaffee. |
| s RüebliA1 Die Karotte — berühmt durch die Rüeblitorte aus dem Aargau (dem „Rüebliland“)! | die Karotte / Möhre | De Rüeblisalat isch fein. Der Karottensalat ist lecker. |
| de HärdöpfelA1 Die Kartoffel (wörtlich „Erdapfel“) — Grundlage von Rösti, dem Schweizer Nationalgericht! | die Kartoffel | Mir händ hüt Härdöpfelstock. Wir haben heute Kartoffelpüree. |
| s PouletA1 Das Hähnchen (französisch!) — auf jeder Schweizer Speisekarte: „es Poulet im Chörbli“. | das Hähnchen / Huhn | Ich nime s Poulet mit Reis. Ich nehme das Hähnchen mit Reis. |
| s GuetzliA1 Das Plätzchen/Guetzli — an Weihnachten wird „gguetzlet“ (Guetzli gebacken): Mailänderli, Zimtsterne! | das Plätzchen / der Keks | Mir bached Wienachts-Guetzli. Wir backen Weihnachtsplätzchen. |
| de CoiffeurA1 Der Friseur (französisch!) — „zum Coiffeur gah“ = zum Friseur gehen. Die Schweiz liebt ihre Gallizismen! | der Friseur | Ich muess zum Coiffeur, mini Haar sind z lang. Ich muss zum Friseur, meine Haare sind zu lang. |
| d BeizA1 Das einfache, gemütliche Restaurant/die Kneipe: „i d Beiz gah“ — die Schweizer Institution für Feierabend und Stammtisch! | die Kneipe / das Restaurant | Chum, mir gönd i d Beiz! Komm, wir gehen in die Kneipe! |
| de EstrichA1 FALSCHER FREUND: der Dachboden (nicht der Fussboden-Estrich wie in Deutschland)! „Die alte Sache sind im Estrich.“ | der Dachboden | Die alte Sache sind uf em Estrich. Die alten Sachen sind auf dem Dachboden. |
| de ChaschteA1 Der Schrank: „de Chleiderchaschte“ = der Kleiderschrank. Kasten → Chaschte! | der Schrank | Tue d Chleider i de Chaschte. Tu die Kleider in den Schrank. |
| d ServietteA1 Die Serviette — wie im Hochdeutschen, aber französisch ausgesprochen! | die Serviette / Papierserviette | Chasch mer e Serviette geh? Kannst du mir eine Serviette geben? |
| d NüssliA1 Die Erdnüsschen zum Apéro! Achtung: „Nüsslisalat“ ist Feldsalat — zwei verschiedene Dinge! | die Erdnüsse | Zum Apéro gits Nüssli und Chips. Zum Apéro gibt es Erdnüsse und Chips. |
| de JupeA1 Der Rock (vom französischen „la jupe“, aber maskulin!): „en schöne Jupe“ — Schweizer Modevokabular. | der Rock (Kleidung) | Das Jupe passt der guet. Der Rock passt dir gut. |
| de GöttiA1 Der Taufpate — eine wichtige Rolle in der Schweiz: der Götti schenkt das erste Sackgeld! | der Pate / Taufpate | Min Götti hät mer es Velo gschänkt. Mein Pate hat mir ein Fahrrad geschenkt. |
| d GotteA1 Die Taufpatin — das weibliche Gegenstück zum Götti. | die Patin / Taufpatin | Mini Gotte wohnt z Luzärn. Meine Patin wohnt in Luzern. |
| s ChindA1 Das Kind — K wird ch: „es häärzigs Chind“ = ein süsses Kind. Mehrzahl: d Chind! | das Kind | S Chind schlaft scho. Das Kind schläft schon. |
| d FrauA1 „mini Frau“ = meine (Ehe-)Frau; „e nätti Frau“ = eine nette Frau. | die Frau / Ehefrau | Mini Frau schaffet bi de Post. Meine Frau arbeitet bei der Post. |
| de MaaA1 „min Maa“ = mein (Ehe-)Mann — das doppelte a wird lang gesprochen: Maa! | der Mann / Ehemann | Ire Maa isch Ingenieur. Ihr Mann ist Ingenieur. |
| s MeitliA1 Das Mädchen: „es liebs Meitli“ = ein liebes Mädchen. Mehrzahl: d Meitli. | das Mädchen | S Meitli gaht i d Schuel. Das Mädchen geht in die Schule. |
| de BuebA1 Der Junge/Bub: „en chliine Bueb“ = ein kleiner Junge. Mehrzahl: d Buebe. | der Junge / Bub | De Bueb spilt im Garte. Der Junge spielt im Garten. |
| d LüütA1 Die Leute: „vill Lüüt“ = viele Leute; „d Lüüt säged…“ = die Leute sagen… | die Leute | D Lüüt sind hüt komisch druf. Die Leute sind heute komisch drauf. |
| de GrüselA1 Der Ekel/das Grausen — auch: ein widerlicher Typ! „Es isch mer en Grüsel“ = es graust mir. Verwandt mit gruusig! | die Angst / der Ekel / das Grauen | Ich ha de Grüsel vor Schlange. Ich habe Angst vor Schlangen. |
| de SackA1 Die Tasche/Tüte: „en Plastiksack“ = eine Plastiktüte; „s Sackgäld“ = das Taschengeld! | die Tasche / Tüte | Bruuchsch en Sack für s Poschte? Brauchst du eine Tüte für den Einkauf? |
| s GäldA1 Das Geld: „Ich ha kei Gäld“ = ich habe kein Geld — auch in der reichen Schweiz möglich! | das Geld | Häsch gnueg Gäld dabi? Hast du genug Geld dabei? |
| d ZitA1 Die Zeit: „Ich ha kei Zit“ = ich habe keine Zeit; „Zit isch Gäld“! | die Zeit | Ich ha kei Zit, sorry! Ich habe keine Zeit, sorry! |
| s HuusA1 Das Haus: „es schöns Huus“ — au wird zu uu: Haus→Huus, Maus→Muus! | das Haus | Mir händ es nöis Huus kauft. Wir haben ein neues Haus gekauft. |
| de HundA1 Der Hund — gleich wie im Hochdeutschen: „en bräve Hund“ = ein braver Hund. | der Hund | De Hund gaht gärn go spaziere. Der Hund geht gerne spazieren. |
| d ChatzA1 Die Katze — K→ch: „d Chatz vom Nachbar“ = die Katze des Nachbarn. Liebevoller: s Büsi! Synonyme: s Büsi | die Katze | D Chatz ligt uf em Sofa. Die Katze liegt auf dem Sofa. |
| s BüsiA1informal Das Kätzchen/die Katze (liebevoll) — das Schweizer Kosewort für die Chatz! Synonyme: d Chatz | die Katze / das Kätzchen | S Büsi schnurret uf mim Schoss. Die Katze schnurrt auf meinem Schoß. |
| d SchuelA1 Die Schule: „i d Schuel gah“ = in die Schule gehen. | die Schule | D Chind gönd am achti i d Schuel. Die Kinder gehen um acht in die Schule. |
| de LadeA1 Der Laden: „de Lade isch zue“ = der Laden ist zu — sonntags fast immer! | der Laden / das Geschäft | De Lade isch am Sundi zue. Der Laden ist am Sonntag geschlossen. |
| d MigrosA1 DER Schweizer Supermarkt (orange M) — Kulturinstitution! Verkauft keinen Alkohol. Der ewige Rivale: Coop. | die Migros (Supermarktkette) | Ich gang no schnäll i d Migros. Ich gehe noch schnell in die Migros. |
| s TramA1 Die Strassenbahn — in der Schweiz sächlich: DAS Tram! „mit em Tram fahre“ — in Zürich, Basel, Bern. | die Straßenbahn | S Tram chunnt alli fünf Minute. Die Straßenbahn kommt alle fünf Minuten. |
| s FränkliA1informal Der Franken, liebevoll verkleinert (-li = neutrum!): „es paar Fränkli“ = ein paar Franken. CHF! | der Franken (Schweizer Währung) | Das chostet drü Fränkli. Das kostet drei Franken. |
| de StutzA1informal Umgangssprachlich für Franken/Geld: „Das choschtet zäh Stutz“ = das kostet zehn Franken! | der Franken (umgangssprachlich) | Häsch mer en Stutz? Hast du mir einen Franken? |
| huereA1informal Derber Verstärker: „huere guet“ = wahnsinnig gut — vulgär, unter Freunden aber allgegenwärtig; vorsichtig einsetzen! | sehr / wahnsinnig (Verstärkung) | Das isch huere guet! Das ist wahnsinnig gut! |
| gäbigA1 Praktisch/bequem — ein herrlich schweizerisches Wort: „Das isch gäbig!“ = das ist praktisch! | praktisch / bequem / handlich | Das isch e gäbigi Löösig. Das ist eine praktische Lösung. |
| cheibeA1informal Verstärker (milder als huere): „cheibe guet“ = verdammt gut; „en cheibe Lärm“ = ein Riesenlärm! | verdammt / sehr (Verstärkung) | Das isch cheibe tüür! Das ist verdammt teuer! |
| tipptoppA1 Perfekt/einwandfrei — DAS Schweizer Qualitätsurteil: „Alles tipptopp!“ = alles bestens! | perfekt / prima / einwandfrei | Alles tipptopp, danke! Alles prima, danke! |
| blöödA1 Blöd/ärgerlich: „Das isch blööd gloffe“ = das ist dumm gelaufen — mit langem öö! | blöd / dumm / ärgerlich | Das isch blööd gloffe. Das ist blöd gelaufen. |
| gruusigA1 Eklig/scheusslich: „Das Wätter isch gruusig“ = das Wetter ist scheusslich; „gruusigs Ässe“ = ekliges Essen! | ekelig / schrecklich / grässlich | S Wetter isch hüt gruusig. Das Wetter ist heute schrecklich. |
| gschpässigA1 Seltsam/komisch: „en gschpässige Typ“ = ein komischer Typ — schönes Zürcher Wort! | seltsam / komisch / eigenartig | De Typ isch echli gschpässig. Der Typ ist etwas seltsam. |
| glustigA1 Appetit machend / gluschtig: „Das gseht glustig us!“ = das sieht verlockend aus! Vom „Glust“ = die Lust/der Appetit. | neugierig / gelüstig / Appetit habend | Ich bi glustig uf de Film. Ich bin neugierig auf den Film. |
| strubA1 Wild/heftig/streng: „e strube Wuche“ = eine strenge Woche; „Das isch strub!“ = das ist heftig! | wild / heftig / turbulent | Es isch strub gsi geschter. Es war heftig/wild gestern. |
| gmüetlichA1 Gemütlich: „en gmüetliche Oobe“ = ein gemütlicher Abend — in der Beiz mit Fondue! | gemütlich / behaglich | D Beiz isch huere gmüetlich. Die Kneipe ist sehr gemütlich. |
| feinA1 Lecker! DAS Schweizer Wort fürs Essen: „Das isch fein!“ = das schmeckt gut — nicht „lecker“ sagen, das klingt deutsch! | lecker / fein / gut (Essen) | S Ässe isch fein gsi! Das Essen war lecker! |
| lässigA1informal Cool/toll: „Das isch lässig!“ = das ist super! — der Schweizer Allzweck-Daumen-hoch. | cool / toll / super | Das isch e lässigi Idee! Das ist eine tolle Idee! |
| gängA1 Immer (besonders Bern!): „Är isch gäng z spaat“ = er ist immer zu spät. Zürich sagt: „immer“ oder „all“. | immer / ständig | Er isch gäng z spat. Er ist immer zu spät. |
| aasträngendA1 Anstrengend: „En aasträngende Taag“ = ein anstrengender Tag. | anstrengend | De Wanderig isch cheibe aasträngend gsi. Die Wanderung war verdammt anstrengend. |
| chliA1 Zwei Funktionen: „es chliises Huus“ = klein; „es chli müed“ = ein bisschen müde! | klein / ein wenig | Das isch es chli Problem. Das ist ein kleines Problem. |
| grossA1 Gross — wie hochdeutsch, aber die Schweiz schreibt IMMER ss, nie ß: gross, Strasse, heiss! | groß | Züri isch d gröscht Stadt vo de Schwiiz. Zürich ist die grösste Stadt der Schweiz. |
| nöiA1 Neu: „es nöis Auto“ = ein neues Auto; „Was gits Nöis?“ = was gibt's Neues? | neu | Mir händ e nöii Wohnig. Wir haben eine neue Wohnung. |
| altA1 Alt — gleich wie hochdeutsch: „en alte Maa“, „di alt Stadt“ = die Altstadt. | alt | S alte Huus wird abgrisse. Das alte Haus wird abgerissen. |
| guetA1 Gut: „Das isch guet!“ — überall drin: En Guete, guet gmacht, Guete Morge! | gut | Das häsch guet gmacht! Das hast du gut gemacht! |
| schlächtA1 Schlecht: „Mir isch schlächt“ = mir ist schlecht/übel. | schlecht | S Wetter isch hüt schlächt. Das Wetter ist heute schlecht. |
| Ich has GfühlA1 „Ich ha s Gfühl, es git Räge“ = ich glaube, es gibt Regen — die Schweizer Meinungseinleitung! | Ich habe das Gefühl / Ich glaube | Ich has Gfühl, er chunnt hüt nöd. Ich habe das Gefühl, er kommt heute nicht. |
| es bitzeliA1 Ein bisschen: „es bitzeli müed“ = ein wenig müde — herziges Schweizer Diminutiv! Synonyme: es chli | ein bisschen | Chasch du es bitzeli warte? Kannst du ein bisschen warten? |
| Ich ha kei LuschtA1 „Ich ha kei Luscht“ = ich habe keine Lust — ehrlich und direkt! | Ich habe keine Lust | Ich ha kei Luscht, hüt go schaffe. Ich habe keine Lust, heute arbeiten zu gehen. |
| mega guetA1informal „Das isch mega guet!“ — „mega“ ist DER Schweizer Jugendverstärker, überall zu hören! | super gut / richtig toll | De Film isch mega guet gsi! Der Film war super gut! |
| Häsch es Füfliber?A1 „de Füfliber“ = das Fünffrankenstück — die grosse Silbermünze, praktisch für Einkaufswagen! | Hast du ein Fünffrankenstück? | Häsch es Füfliber für de Automat? Hast du ein Fünffrankenstück für den Automaten? |
| Was häsch gseit?A1 „Was häsch gseit?“ = Was hast du gesagt? — die wichtigste Nachfrage beim Dialektlernen! | Was hast du gesagt? | Was häsch gseit? Ich ha nöd richtig glost. Was hast du gesagt? Ich habe nicht richtig zugehört. |
| Ig cha nödA1 Berndeutsch: „Ig“ = ich! Zürich sagt „Ich cha nöd“ — gleiche Aussage, anderer Dialekt. | Ich kann nicht | Sorry, ig cha hüt nöd cho. Sorry, ich kann heute nicht kommen. |
| Das geit nödA1 Berndeutsch: „geit“ = geht. Zürich: „Das gaht nöd“ — das freundliche Schweizer Nein. | Das geht nicht | Das geit nöd, mir müend en anderi Löösig finde. Das geht nicht, wir müssen eine andere Lösung finden. |
| Isch guetA1 „Isch guet!“ = in Ordnung, passt — die knappe Schweizer Zustimmung. | Ist gut / OK / In Ordnung | Isch guet, mir mached das so. Ist gut, wir machen das so. |
| S isch esoA1 „S isch eso“ = so ist es halt — nüchterne Feststellung, sehr schweizerisch. | So ist es / Stimmt | Ja, s isch eso, do häsch rächt. Ja, so ist es, da hast du recht. |
| Häsch rächtA1 „Häsch rächt!“ = du hast recht — kurz und bündig zustimmen. | Du hast recht | Häsch rächt, mir sötted gah. Du hast recht, wir sollten gehen. |
| Gopfridstutz!A1informal Der klassische Schweizer Fluch — eine Verballhornung von „Gott“ + Stutz, harmlos genug für den Alltag! | Verdammt! / Mein Gott! | Gopfridstutz, das isch knapp gsi! Verdammt, das war knapp! |
| Gäll?A1 Die Bestätigungsfrage am Satzende: „Schön, gäll?“ = schön, nicht wahr? Bern: gäu! | Nicht wahr? / Oder? | Das isch schön, gäll? Das ist schön, nicht wahr? |
| Oder?A1 Der Zürcher Satzabschluss schlechthin: „Das isch guet, oder?“ — ständig zu hören! | Oder? / Nicht wahr? | Mir gönd morn go wandere, oder? Wir gehen morgen wandern, oder? |
| EbeA1 „Ebe!“ = eben, genau das meine ich! Die Schweizer Ein-Wort-Zustimmung. | Eben / Genau | Ebe, das han ich au dänkt. Eben, das habe ich auch gedacht. |
| HaltA1 „Es isch halt eso“ = es ist nun mal so — die resignierte Schweizer Weisheit. | Halt / Eben (Modalpartikel) | Das isch halt eso. Das ist halt so. |
| GenauA1 „Genau!“ = exakt — funktioniert wie im Hochdeutschen, dauernd im Einsatz. | Genau / Richtig | Genau, das han ich gmeint. Genau, das habe ich gemeint. |
| So wie soA1 „Das mach i so wie so“ = das mache ich sowieso. | Sowieso / Ohnehin | Ich muess so wie so i d Stadt. Ich muss sowieso in die Stadt. |
| Ich weiss nödA1 „Ich weiss nöd“ = ich weiss nicht — nöd/nid/nöt je nach Region! | Ich weiß nicht | Ich weiss nöd, was ich söll mache. Ich weiß nicht, was ich machen soll. |
| Das macht nüütA1 „Das macht nüüt!“ = kein Problem — nüüt = nichts (üü lang gesprochen). | Das macht nichts / Kein Problem | Exgüsi! – Das macht nüüt, kei Problem. Entschuldigung! – Das macht nichts, kein Problem. |
| Mir isch gliichA1 „Mir isch gliich“ = ist mir egal — gleich→gliich. | Mir ist egal / Ist mir gleich | Mir isch gliich, was mir ässe. Mir ist egal, was wir essen. |
| Ich finde auA1 „Ich finde au!“ = finde ich auch — au = auch, überall dabei. | Ich finde auch / Ich bin auch der Meinung | Ich finde au, mir sötted gah. Ich finde auch, wir sollten gehen. |
| Das isch no coolA1informal „no“ als Verstärker: „Das isch no guet!“ = das ist ziemlich gut — typisch schweizerische Untertreibung! | Das ist echt cool / Das ist noch toll | Das isch no cool, danke! Das ist echt cool, danke! |
| Mir gönd go...A1 Das berühmte „go“: „Mir gönd go poschte“ = wir gehen einkaufen — go + Infinitiv nach Bewegungsverben, einzigartig! | Wir gehen ... (tun) | Mir gönd go bade am See. Wir gehen am See baden. |
| Heb de Schnuuf aa!A1informal Wörtlich „halt den Atem an“: Moment mal, langsam! De Schnuuf = der Atem. | Halt die Luft an! / Moment mal! | Heb de Schnuuf aa, ich bi grad am Telefon. Halt kurz die Luft an, ich bin gerade am Telefon. |
| chaltA1 Kalt — K→ch: „Es isch chalt hüt“ = es ist kalt heute. | kalt | Hüt isch es cheibe chalt. Heute ist es verdammt kalt. |
| d ChuchiA1 Die Küche — Küche→Chuchi! Baustein des berühmten „Chuchichäschtli“-Zungenbrechers. | die Küche | Ich bi i de Chuchi am choche. Ich bin in der Küche am Kochen. |
| d ChilbiA1 Das Volksfest/der Jahrmarkt (von „Kirchweih“) — mit Riesenrad, Magenbrot und Zuckerwatte! | die Kirchweih / das Volksfest | An de Chilbi gits Zuckerwatte und Karussell. An der Kirchweih gibt es Zuckerwatte und Karussell. |
| de ChäsA1 Der Käse — Nationalstolz! Gruyère, Emmentaler, Appenzeller: „en feine Chäs“. | der Käse | De Schwiizer Chäs isch weltberühmt. Der Schweizer Käse ist weltberühmt. |
| s HüüsliA1 Das Häuschen — Diminutiv auf -li, immer neutrum! Die Schweiz verkleinert alles Liebe. | das Häuschen | Mir händ es chlises Hüüsli am See. Wir haben ein kleines Häuschen am See. |
| s BüechliA1 Das Büchlein — Buch→Büechli, mit Umlaut und -li. | das Büchlein / das kleine Buch | Ich ha es netts Büechli gfunde. Ich habe ein nettes Büchlein gefunden. |
| s VögeliA1 Das Vögelchen: „es häärzigs Vögeli“ = ein süsses Vögelchen. | das Vögelchen / der kleine Vogel | S Vögeli singt uf em Baum. Das Vögelchen singt auf dem Baum. |
| s BlüemliA1 Das Blümchen — Blume→Blüemli: „es schöns Blüemli“. | das Blümchen / die kleine Blume | Ich ha der es Blüemli mitbracht. Ich habe dir ein Blümchen mitgebracht. |
| s MüüsliA1 Das Mäuschen (Maus→Muus→Müüsli) — nicht mit „s Müesli“ (Frühstück!) verwechseln: üü vs üe! | das Mäuschen / die kleine Maus | Im Chäller hets es Müüsli. Im Keller gibt es eine kleine Maus. |
| de AabigA1 Der Abend (Zürich): „am Aabig“ = am Abend; „Guete Aabig!“ = guten Abend. | der Abend | Am Aabig gömer uf en Apéro. Am Abend gehen wir auf einen Apéro. |
| de OobeA1 Abend-Variante: „Schöne Oobe!“ — die Schreibungen variieren stark im Dialekt: Aabig, Oobe, Abig. | der Abend (formeller) | Schöne Oobe, schlafed guet! Schönen Abend, schlaft gut! |
| de BahnhofA1 Der Bahnhof — wie hochdeutsch! „am Bahnhof“ = beim Treffpunkt Nummer 1 jeder Schweizer Stadt. | der Bahnhof | Mir träffed üs am Bahnhof. Wir treffen uns am Bahnhof. |
| chocheA1 Kochen — kochen→choche: „Ich choche gern“ = ich koche gern. | kochen | Ich tue gärn choche. Ich koche gerne. |
| d ChirsiA1 Die Kirsche — Kirsche→Chirsi! Aus Zuger Chirsi wird der berühmte Kirsch (Schnaps)! | die Kirsche | D Chirsi us em Garte sind riif. Die Kirschen aus dem Garten sind reif. |
| de ChopfA1 Der Kopf — Kopf→Chopf: „Mir tuet de Chopf weh“ = ich habe Kopfschmerzen. | der Kopf | Mir tuet de Chopf weh. Mir tut der Kopf weh. |
| de ChellerA1 Der Keller — Keller→Cheller: „Im Cheller häts Wii“ = im Keller hat es Wein. | der Keller | Im Cheller isch es chalt und dunkel. Im Keller ist es kalt und dunkel. |
| de ChorbA1 Der Korb — Korb→Chorb: „en Chorb voll Öpfel“ = ein Korb voller Äpfel. | der Korb | Tue d Öpfel i de Chorb. Tu die Äpfel in den Korb. |
| Ich ha gseitA1 „Ich ha gseit“ = ich habe gesagt — das Schweizerdeutsche kennt KEIN Präteritum, alles läuft über das Perfekt! | Ich habe gesagt (nicht: Ich sagte) | Ich ha gseit, ich chume spöter. Ich habe gesagt, ich komme später. |
| Ich ha das gmacht ghaaA1 Das doppelte Perfekt ersetzt das Plusquamperfekt: „gmacht ghaa“ = gemacht gehabt — klingt falsch, ist aber richtig! | Ich hatte das gemacht (Doppeltes Perfekt) | Ich ha das scho gmacht ghaa, bevor er cho isch. Ich hatte das schon gemacht, bevor er gekommen ist. |
| Ich tue leseA1 Die tue-Verlaufsform: „Ich tue lese“ = ich lese gerade — tue + Infinitiv, im Dialekt völlig normal! | Ich lese (gerade) / Ich bin am Lesen | Ich tue grad es Buech lese. Ich lese gerade ein Buch. |
| s ChindliA1 Das Kindchen — Chind→Chindli: das Diminutiv macht alles herziger! | das Kindlein / Kindchen | S Chindli schlaft im Wägeli. Das Kindlein schläft im Kinderwagen. |
| s HündliA1 Das Hündchen — Hund→Hündli: „es häärzigs Hündli“. | das Hündchen / der kleine Hund | S Hündli isch so härzig! Das Hündchen ist so süß! |
| s TässliA1 Das Tässchen: „es Tässli Kafi“ = ein Tässchen Kaffee — gemütlicher geht's nicht! | das Tässchen / die kleine Tasse | Wotsch no es Tässli Kafi? Willst du noch ein Tässchen Kaffee? |
| Mir sind go poschteA1 Vergangenheit mit go: „Mir sind go poschte (gsi)“ = wir waren einkaufen. | Wir sind einkaufen gegangen | Mir sind geschter go poschte i de Migros. Wir sind gestern in der Migros einkaufen gegangen. |
| I bi am schaffeA1 Die am-Verlaufsform: „I bi am schaffe“ = ich bin gerade am Arbeiten — am + Infinitiv! | Ich bin am Arbeiten / Ich arbeite gerade | I bi am schaffe, chan grad nöd rede. Ich bin am Arbeiten, kann gerade nicht reden. |
| Er isch choA1 „cho“ ist zugleich Infinitiv UND Partizip: er isch cho = er ist gekommen — praktisch kurz! | Er ist gekommen | Er isch geschter cho und hät gfröögt. Er ist gestern gekommen und hat gefragt. |
| Si hät wölle choA1 Modalverb im Perfekt: „Si hät wölle cho“ = sie wollte kommen — die Wortstellung ist anders als hochdeutsch! | Sie hat kommen wollen / Sie wollte kommen | Si hät wölle cho, aber si hät nöd chönne. Sie wollte kommen, aber sie konnte nicht. |
| Mir händ s gmachtA1 „Mir händ s gmacht!“ = wir haben es gemacht/geschafft — händ = haben (wir/sie). | Wir haben es gemacht | Mir händ s Projekt gester fertig gmacht. Wir haben das Projekt gestern fertig gemacht. |
| De wos gseit hätA1 Relativsatz mit „wo“: Im Dialekt ersetzt „wo“ alle Relativpronomen — de Maa, wo dört staht = der Mann, der dort steht! | Derjenige, der es gesagt hat | De wos gseit hät, isch de Peter. Derjenige, der es gesagt hat, ist der Peter. |
| öpperA1 Jemand: „Isch öpper deheim?“ = ist jemand zu Hause? | jemand | Isch do öpper? Ist da jemand? |
| öppisA1 Etwas: „Wotsch öppis trinke?“ = willst du etwas trinken? Superhäufig! | etwas | Wotsch öppis trinke? Willst du etwas trinken? |
| niemerA1 Niemand: „Es isch niemer da“ = es ist niemand da. | niemand | Niemer hät öppis gseit. Niemand hat etwas gesagt. |
| nüütA1 Nichts: „Ich gsee nüüt“ = ich sehe nichts; „für nüüt“ = umsonst! | nichts | Ich weiss nüüt devo. Ich weiß nichts davon. |
| nödA1 Nicht (Zürich): „Das gaht nöd“ — Bern: nid, Basel: nit. Ein Wort, drei Dialekte! | nicht | Ich cha das nöd verstah. Ich kann das nicht verstehen. |
| keiA1 Kein/keine: „Ich ha kei Zit“ = ich habe keine Zeit — praktischerweise unveränderlich! | kein / keine | Ich ha kei Gäld und kei Zit. Ich habe kein Geld und keine Zeit. |
| de / d / sA1 Die bestimmten Artikel: de Maa (der), d Frau (die), s Chind (das) — kurz und effizient! | der / die / das (bestimmte Artikel) | De Maa, d Frau und s Chind. Der Mann, die Frau und das Kind. |
| en / e / esA1 Die unbestimmten Artikel: en Maa (ein), e Frau (eine), es Chind (ein) — nach Genus! | ein / eine / ein (unbestimmte Artikel) | En Maa, e Frau und es Chind. Ein Mann, eine Frau und ein Kind. |
| warteA1 Warten: „Wart schnäll!“ = warte kurz! — „schnäll“ heisst hier „kurz“, nicht „schnell“! | warten | Wart churz, ich chume grad! Warte kurz, ich komme gleich! |
| schlafeA1 Schlafen: „Ich gang go schlafe“ = ich gehe schlafen. „Häsch guet gschlafe?“ | schlafen | Ich ha hüt schlecht gschlafe. Ich habe heute schlecht geschlafen. |
| verstahA1 Verstehen: „Ich verstah nöd“ = ich verstehe nicht — der wichtigste Lernsatz! | verstehen | Ich verstah kei Wort! Ich verstehe kein Wort! |
| zahleA1 Zahlen: „Zahle bitte!“ = zahlen bitte — in der Beiz. „mit Charte zahle“. | zahlen / bezahlen | Wer zahlt hüt? Wer zahlt heute? |
| probiereA1 Probieren: „Probier emal!“ = probier mal! — beim Chäs-Stand auf dem Märt. | versuchen / probieren | Probier mol de Chäs, de isch fein! Probier mal den Käse, der ist lecker! |
| vergässeA1 Vergessen: „Ich ha s vergässe“ = ich habe es vergessen. | vergessen | Ich ha s Natel dehei vergässe. Ich habe das Handy zu Hause vergessen. |
| wüscheA1 Wünschen: „Ich wüsche der alles Gueti!“ = ich wünsche dir alles Gute! | wünschen | Ich wüsch der alles Gueti! Ich wünsche dir alles Gute! |
| dänkeA1 Denken: „Ich dänke scho“ = ich denke schon. „a öppis dänke“ = an etwas denken. | denken | Ich dänke, mir sötted gah. Ich denke, wir sollten gehen. |
| lacheA1 Lachen: „Mir händ vill glachet“ = wir haben viel gelacht. | lachen | Mir händ so fest glacht! Wir haben so sehr gelacht! |
| weineA1 Weinen — dialektaler oft: brüele! „S Chind brüelet“ = das Kind weint. Synonyme: brüele | weinen | S Chind tuet weine, was isch los? Das Kind weint, was ist los? |
| putzeA1 Putzen: „d Wohnig putze“ = die Wohnung putzen — vor der Wohnungsübergabe DIE Schweizer Disziplin! | putzen / reinigen | Ich muess hüt no d Wohnig putze. Ich muss heute noch die Wohnung putzen. |
| s GschäftA1 Zwei Bedeutungen: der Laden UND die Arbeit: „Ich gang is Gschäft“ = ich gehe zur Arbeit! | das Geschäft / die Arbeitsstelle | Ich muess is Gschäft, bis spöter! Ich muss ins Geschäft, bis später! |
| de FötzelA1 Der Papierschnipsel/Fetzen: „en Fötzel Papier“ — abwertend auch für einen Lumpen (Person)! | der Papierfetzen / Zettel | Schmiss de Fötzel i de Chübel! Wirf den Papierfetzen in den Mülleimer! |
| de ChübelA1 Der Eimer/Kübel: „in Chübel wärfe“ = in den Mülleimer werfen. | der Eimer / Mülleimer | De Chübel isch voll, chasch ne leere? Der Mülleimer ist voll, kannst du ihn leeren? |
| d BühniA1 Zwei Bedeutungen: in Bern der Dachboden (= Zürcher Estrich!); sonst die Bühne im Theater. | der Dachboden (Berndeutsch) / die Bühne | D alt Sache sind uf de Bühni. Die alten Sachen sind auf dem Dachboden. |
| s WasserA1 Das Wasser: „es Glas Wasser“ — „es Hahnewasser“ = Leitungswasser, in der Schweiz top! | das Wasser | Chan ich es Glas Wasser haa? Kann ich ein Glas Wasser haben? |
| de ÖpfelA1 Der Apfel — Apfel→Öpfel: „en süesse Öpfel“. Öpfelmost, Öpfelchüechli! | der Apfel | De Öpfel isch suure. Der Apfel ist sauer. |
| d BirreA1 Die Birne: „Öpfel und Birre“ — auch scherzhaft für den Kopf: „e leeri Birre“! | die Birne | D Birre isch riif und süess. Die Birne ist reif und süß. |
| s BettA1 Das Bett: „is Bett gah“ = ins Bett gehen. | das Bett | Ich gang is Bett, ich bi müed. Ich gehe ins Bett, ich bin müde. |
| d SchwyzA1 Die Schweiz — vom Kanton Schwyz! „i de Schwyz“ = in der Schweiz. Confoederatio Helvetica = CH! | die Schweiz | D Schwiiz isch es schöns Land. Die Schweiz ist ein schönes Land. |
| de KantonA1 Der Kanton — 26 Stück, jeder mit eigener Schule, Steuer und Stolz: „In welem Kanton wohnsch?“ | der Kanton (Bundesland) | D Schwiiz hät sächsezwänzg Kantön. Die Schweiz hat sechsundzwanzig Kantone. |
| d GmeinA1 Die Gemeinde — die kleinste politische Einheit; hier meldet man sich an und stimmt ab! | die Gemeinde | Eusi Gmein hät öppe drütuusig Iiwohner. Unsere Gemeinde hat ungefähr dreitausend Einwohner. |
| s TrottinettA1 Der Tretroller (französisch!) — heute auch der E-Scooter: „mit em Trottinett“. | der Tretroller / E-Scooter | D Chind fahred mit em Trottinett. Die Kinder fahren mit dem Tretroller. |
| schnällA1 Schnell — ABER: „Chunnsch schnäll?“ = kommst du KURZ? Schnäll heisst oft „kurz/eben“! | schnell | Mach schnäll, mir chömed z spat! Mach schnell, wir kommen zu spät! |
| langsamA1 Langsam: „Chönd Sie langsamer rede?“ = können Sie langsamer sprechen? — hilft beim Dialekt! | langsam | Red echli langsamer, bitte! Sprich etwas langsamer, bitte! |
| müedA1 Müde: „Ich bi hundsmüed“ = ich bin hundemüde. | müde | Ich bi huere müed, ich gang is Bett. Ich bin sehr müde, ich gehe ins Bett. |
| lustigA1 Lustig: „Das isch lustig gsi!“ = das war lustig. | lustig / fröhlich | Er isch en lustige Typ. Er ist ein lustiger Typ. |
| tüürA1 Teuer — teuer→tüür: „D Schwyz isch tüür!“ = die Schweiz ist teuer — leider wahr! | teuer | D Schwiiz isch huere tüür. Die Schweiz ist sehr teuer. |
| billigA1 Billig: „Das isch billig“ — in der Schweiz ein relativer Begriff! Synonyme: günstig | billig / günstig | Das isch aber billig für d Schwiiz! Das ist aber billig für die Schweiz! |
| paratA1 Bereit (französisch „paré“): „Bisch parat?“ = bist du bereit? — sehr schweizerisch! | bereit / fertig | Bisch parat? Mir müessed gah. Bist du fertig? Wir müssen gehen. |
| gnaue / genauA1 Genau — beide Formen kursieren: „Gnau!“ / „Genau!“ = exakt, stimmt! | genau | Gnaue, das han ich au gmeint! Genau, das habe ich auch gemeint! |
| Das isch de Hammer!A1informal „De Hammer!“ = grossartig, unglaublich — Begeisterung auf Schweizerdeutsch! | Das ist der Hammer! / Das ist großartig! | Das isch de Hammer, mir händ gwunne! Das ist großartig, wir haben gewonnen! |
| S macht mer nüüt usA1 „S macht mer nüüt us“ = es macht mir nichts aus, stört mich nicht. | Es macht mir nichts aus | S macht mer nüüt us, ich chume gärn. Es macht mir nichts aus, ich komme gerne. |
| Ich bi draA1 „Ich bi dra!“ = ich bin an der Reihe; „Wär isch dra?“ = wer ist dran? | Ich bin dran / Ich bin an der Reihe | Wart, ich bi dra! Warte, ich bin dran! |
| Mach der kei Sorg!A1 „Mach der kei Sorg!“ = mach dir keine Sorgen — beruhigend schweizerisch. | Mach dir keine Sorgen! | Mach der kei Sorg, das chunnt guet! Mach dir keine Sorgen, das wird schon gut! |
| I freu mi drufA1 „I freu mi druf!“ = ich freue mich darauf — druf = darauf. | Ich freue mich darauf | I freu mi huere druf! Ich freue mich riesig darauf! |
| suschA1 Sonst: „Susch no öppis?“ = sonst noch etwas? — die Frage an jeder Ladentheke! | sonst / ansonsten | Mach schnäll, susch chömed mir z spat! Mach schnell, sonst kommen wir zu spät! |
| wännA1 Wann/wenn in einem: „Wänn chunnsch?“ = wann kommst du? „Wänn s rägnet…“ = wenn es regnet… | wenn / wann | Wänn chunnsch hei? Wann kommst du nach Hause? |
| willA1 Weil: „…will ich müed bi“ = weil ich müde bin — nicht mit „ich will“ verwechseln! | weil | Ich gang hei, will ich müed bi. Ich gehe nach Hause, weil ich müde bin. |
| obwohlA1 Obwohl — wie hochdeutsch: „Obwohl s rägnet, gömmer go wandere!“ | obwohl | Ich gang go jogge, obwohl s rägnet. Ich gehe joggen, obwohl es regnet. |
| dochA1 Doch! — der Widerspruch: „Chasch nöd! — Doch!“ = kannst du nicht! — Doch! | doch (Widerspruch) | Das stimmt doch nöd! Das stimmt doch nicht! |
| sälberA1 Selber: „Ich mach s sälber“ = ich mache es selbst; „Sälber tschuld!“ = selbst schuld! | selbst / selber | Das han ich sälber gmacht. Das habe ich selbst gemacht. |
| zämeA1 Zusammen: „alli zäme“ = alle zusammen; „Zäme?“ fragt die Bedienung = zahlt ihr zusammen? | zusammen | Mir mached das zäme, oder? Wir machen das zusammen, oder? |
| gliA1 Gleich/bald: „Ich chume gli“ = ich komme gleich; „Bis gli!“ = bis gleich! | gleich / bald | Ich chume gli, wart es bitzeli! Ich komme gleich, warte ein bisschen! |
| zerschA1 Zuerst: „Zersch ässe, dänn schaffe“ = zuerst essen, dann arbeiten! | zuerst | Zersch ässe, denn schaffe! Zuerst essen, dann arbeiten! |
| aaschaffeA1 Anschaffen/kaufen: „es nöis Auto aaschaffe“ = ein neues Auto anschaffen. | anschaffen / bestellen | Ich ha mir es nöis Velo aagschafft. Ich habe mir ein neues Fahrrad angeschafft. |
| abmacheA1 Vereinbaren: „en Termin abmache“ = einen Termin abmachen; „Abgmacht!“ = abgemacht, deal! | abmachen / vereinbaren | Mir händ abgmacht, dass mir uf de See gönd. Wir haben vereinbart, dass wir an den See gehen. |
| aaruefeA1 Anrufen: „Ich ruef der aa“ = ich rufe dich an — Achtung: MIR aaruefe (Dativ) im Dialekt! | anrufen | Ich ruef di am Aabig aa. Ich rufe dich am Abend an. |
| ufpasseA1 Aufpassen: „Pass uf!“ = pass auf! „ufs Chind ufpasse“ = aufs Kind aufpassen. | aufpassen / vorsichtig sein | Pass uf, d Strass isch glattig! Pass auf, die Straße ist glatt! |
| meieA1 Mähen: „de Rase meie“ = den Rasen mähen — am Sonntag VERBOTEN (Ruhezeit)! | mähen | Ich muess no de Rase meie. Ich muss noch den Rasen mähen. |
| gschpüreA1 Spüren: „Ich gschpüre nüüt“ = ich spüre nichts. | spüren / fühlen | Ich gschpüre de Wind, es chunnt en Sturm. Ich spüre den Wind, es kommt ein Sturm. |
| gschmöckeA1 ACHTUNG: gschmöcke = RIECHEN (nicht schmecken)! „Das gschmöckt guet“ = das riecht gut. Schmecken = schmecke/fein sii! | riechen / schmecken | S gschmöckt huere guet do! Es riecht hier sehr gut! |
| d GassA1 Die Gasse: „dur d Gass laufe“ = durch die Gasse gehen — in der Altstadt. | die Gasse / Straße | D Bahnhofstrass isch d längscht Iichaufsgass vo Europa. Die Bahnhofstraße ist die längste Einkaufsstraße Europas. |
| de ZürcherA1 Der Zürcher — Einwohner der grössten Schweizer Stadt; das Züridütsch ist sein Dialekt! | der Zürcher (Einwohner) | De Zürcher redet andersch als de Bärner. Der Zürcher redet anders als der Berner. |
| de UsländerA1 Der Ausländer — Ausländer→Usländer: rund ein Viertel der Schweizer Bevölkerung! | der Ausländer | Vili Usländer lehred Schwiizerdütsch. Viele Ausländer lernen Schweizerdeutsch. |
| s HeftliA1 Das Heftchen/die Zeitschrift: „es Heftli läse“ = eine Zeitschrift lesen — am Kiosk kaufen! | das Heft / die Zeitschrift | Ich lise es Heftli im Zug. Ich lese eine Zeitschrift im Zug. |
| de NachteilA1 Der Nachteil — wie hochdeutsch: „Vor- und Nachteil“. | der Nachteil | De Nachteil isch, dass es huere tüür isch. Der Nachteil ist, dass es sehr teuer ist. |
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