Reise-Kit · für die Niederlande (auch Flandern)

Niederländisch Reise-Kit50 Sätze auf Niederländisch für deine Reise, mit Aussprache

  1. noch 5 Tage
    Tag 1 hier starten
    Die zehn, die zählen
    • Hallo / Goedemorgen
    • Goedenavond
    10 Sätze~10 Min.
  2. noch 4 Tage
    Tag 2
    Café und Restaurant
    • Een tafel voor twee, alstublieft
    • Ik wil graag…
    10 Sätze~10 Min.
  3. noch 3 Tage
    Tag 3
    Bezahlen und Einkaufen
    • Hoeveel kost…?
    • Dat is te duur
    10 Sätze~10 Min.
  4. noch 2 Tage
    Tag 4
    Unterwegs und Schilder
    • Waar is…?
    • Waar is het toilet?
    10 Sätze~10 Min.
  5. noch 1 Tag
    Tag 5
    Hotel und Hilfe
    • Ik heb een reservering
    • De sleutel, alstublieft
    10 Sätze~10 Min.
  6. Deine Reise
    50 Sätze bereit
Morgen geht es los? Mach nur Tag eins: die zehn Sätze, die zählen. Zehn Minuten, und du kommst an und kannst grüßen, bitte und danke sagen und dich entschuldigen. Tag eins starten
Bonus Zahlen 1–10 · 10 Karten · an jedem Tag

Zehn am Tag, fünf Tage, jeweils etwa zehn Minuten. Kostenlos, ohne Anmeldung.

1Hallo / Goedemorgen
2ha-LOH / chu-de-MOR-che
3Hallo / Guten Morgen
4Der Reflex ist derselbe wie zu Hause: beim Betreten jedes Ladens, Cafés oder Busses wird gegrüßt. „Goedemorgen“ gilt bis etwa zwölf, danach „goedemiddag“, ab sechs „goedenavond“; „hallo“ passt zu jeder Stunde, „hoi“ nur unter Freunden. Fürs Ohr entscheidend: Das „g“ ist kein deutsches „g“, sondern ein rauer Reibelaut, deutlich kratziger als dein „ach“, und „oe“ ist schlicht ein „u“. Deshalb erkennst du „goedemorgen“ im Druck sofort und im Gespräch gar nicht.
  1. 1Der Satz so, wie ihn ein Einheimischer zu einem Touristen sagt
  2. 2Wie man ihn sagt: betonte Silbe in Großbuchstaben
  3. 3Was er bedeutet
  4. 4Der Hinweis: wann man ihn sagt und welchen Fehler Touristen in die Niederlande machen

Tag eins öffnet sich in deinem Browser, ohne Konto. Stapeldetails.

  • Mit kostenlosem Konto
  • Fortschritt gespeichert
  • Tage 2–5 eingeplant
  • drei Lernarten: umdrehen, umgekehrt, tippen
  • Quiz und Kreuzworträtsel, wenn Karten langweilig werden
  • Erinnerungen, wenn Karten fällig sind
50 Sätze + 10 Zahlen5 Tage · ~10 Min./TagAussprache auf jeder KarteVerteiltes Wiederholen
Tag 1

Die zehn, die zählen

10 Sätze

Grüßen, danken, sich entschuldigen, auf sich aufmerksam machen und sagen, dass du nicht verstehst.

  1. Hallo / Goedemorgen ha-LOH / chu-de-MOR-che
    Hallo / Guten Morgen
    Der Reflex ist derselbe wie zu Hause: beim Betreten jedes Ladens, Cafés oder Busses wird gegrüßt. „Goedemorgen“ gilt bis etwa zwölf, danach „goedemiddag“, ab sechs „goedenavond“; „hallo“ passt zu jeder Stunde, „hoi“ nur unter Freunden. Fürs Ohr entscheidend: Das „g“ ist kein deutsches „g“, sondern ein rauer Reibelaut, deutlich kratziger als dein „ach“, und „oe“ ist schlicht ein „u“. Deshalb erkennst du „goedemorgen“ im Druck sofort und im Gespräch gar nicht.
    Goedemorgen! Een koffie, alstublieft. — Guten Morgen! Einen Kaffee, bitte.
  2. Goedenavond chu-de-NAH-wont
    Guten Abend
    Ab etwa sechs Uhr abends und immer beim Betreten eines Restaurants zum Essen. „Goedenacht“ ist wie „gute Nacht“ nur fürs Schlafengehen; beim Hinausgehen sagst du „tot ziens“ oder „fijne avond“ (schönen Abend noch). Das „d“ zwischen Vokalen wird im Sprechen oft zu einem „j“, du hörst also eher „chu-je-NAH-wont“.
    Goedenavond, heeft u een tafel voor twee? — Guten Abend, haben Sie einen Tisch für zwei?
  3. Alstublieft als-tü-BLIEFT formal
    Bitte / Bitte sehr
    Hier hast du es leichter als englischsprachige Reisende: „Alstublieft“ macht genau die zwei Jobs unseres „bitte“ – die höfliche Bitte am Satzende und das „bitte sehr“ beim Überreichen von Ware oder Wechselgeld. Es enthält das förmliche „u“, also unser „Sie“; die Du-Form „alsjeblieft“ hörst du von jüngerem Personal, und beide sind harmlos. Im Alltag wird es zu „stublieft“ zusammengezogen.
    Een water, alstublieft. – Alstublieft! — Ein Wasser, bitte. – Bitte sehr!
  4. Dank u wel dank ü WEL
    Vielen Dank
    Die Antwort ist „graag gedaan“ (gern geschehen) oder „geen dank“; „bedankt“ ist die Alltagskurzform und passt überall. Die Falle kennst du aus dem Deutschen: Ein bloßes „dank u“ auf ein Angebot hin wird als Ablehnung verstanden, genau wie unser „danke“ – wer annehmen will, sagt „ja, graag“ (ja, gerne). Das „u“ ist ein langes „ü“, nicht dein „u“.
    Dank u wel! – Graag gedaan. — Vielen Dank! – Gern geschehen.
  5. Pardon / Sorry par-DON / SOR-rie (reines „s“)
    Entschuldigen Sie / Entschuldigung
    „Pardon“ holt Aufmerksamkeit, „sorry“ – im Niederländischen völlig eingebürgert und nicht als Fremdwort empfunden – ist die Entschuldigung für den kleinen Rempler; für eine echte Entschuldigung sagst du „het spijt me“. Rechne nicht mit deutschem Servicetempo: Der Kellner ignoriert dich nicht, sondern lässt dich in Ruhe, also Blickkontakt und dann „pardon“ oder ein höfliches „meneer“ / „mevrouw“. Umgekehrt klingt die niederländische Direktheit für deutsche Ohren gelegentlich schroff – ein knappes „nee, dat kan niet“ ist keine Unfreundlichkeit.
    Pardon, mogen wij bestellen? – Ja, natuurlijk. — Entschuldigung, können wir bestellen? – Ja, natürlich.
  6. Mag ik er even langs? mach ik er EH-we langs
    Darf ich bitte mal vorbei?
    Zwei Wörter, die dich sonst stolpern lassen: „mogen“ heißt dürfen (nicht mögen) und „durven“ heißt wagen (nicht dürfen), „mag ik“ ist also „darf ich“. „Even“ ist das niederländische „mal“ und macht jede Bitte weicher; es fällt in fast jedem Satz. Der Satz ist für die volle Straßenbahn, den Markt und die Theke. Klingelt es hinter dir, stehst du auf dem „fietspad“, dem roten Radstreifen, wo niemand für dich bremst.
    Mag ik er even langs? Ik moet eruit. – Ja hoor. — Darf ich bitte mal vorbei? Ich muss hier raus. – Aber klar.
  7. Ja / Nee jah / neh
    Ja / Nein
    „Nee, dank u“ ist der höfliche Schlusspunkt gegenüber Flyerverteilern und an jeder Kasse, wo nach der Tüte gefragt wird (Tüten kosten Geld). „Ja, graag“ nimmt an. Zurück kommt oft „ja hoor“ oder „nee hoor“: Das Wörtchen „hoor“ ist ein Weichmacher ohne eigene Bedeutung, ungefähr unser „schon“ oder „klar“, und klingt freundlich, nicht flapsig.
    Wilt u een tasje? – Nee, dank u. — Möchten Sie eine Tüte? – Nein, danke.
  8. Spreekt u Engels? sprehkt ü ENG-els (reines „s“, kein „sch“) formal
    Sprechen Sie Englisch?
    Die Antwort ist fast überall ja, oft schon bevor du ausgesprochen hast. Für dich kommt eine Überlegung dazu: Sehr viele Niederländer sprechen auch Deutsch, im Grenzgebiet, an der Küste und an jeder Hotelrezeption wird es ganz selbstverständlich benutzt. Trotzdem ist Englisch die neutralere Ausweichsprache; unaufgefordert auf Deutsch loszulegen wirkt leicht, als setzte man es voraus. Frag also auf Niederländisch, wechsle ins Englische – und „spreekt u Duits?“ ist eine völlig normale Frage, wenn es damit leichter geht.
    Pardon, spreekt u Engels? – Ja, natuurlijk. — Entschuldigung, sprechen Sie Englisch? – Ja, natürlich.
  9. Ik begrijp het niet ik be-CHRÄIP et NIET
    Ich verstehe das nicht
    „Begrijpen“ ist unser „begreifen“: Niederländisches „ij“ entspricht regelmäßig deutschem „ei“ (mijn/mein, tijd/Zeit), was geschriebene Wörter durchsichtig macht und gesprochene nicht – der Laut ist enger als dein „ei“, eher ein „äi“. Sag den Satz, und dein Gegenüber wechselt sofort ins Englische; „langzamer, alstublieft“ brauchst du nur, wenn es auf Niederländisch weitergeht. Ein Wort zum Merken: „doof“ heißt taub, nicht dumm – dumm wäre „dom“.
    Ik begrijp het niet. Langzamer, alstublieft. — Ich verstehe das nicht. Langsamer, bitte.
  10. Tot ziens / Dag tot SIENS / dach
    Auf Wiedersehen / Tschüss
    „Tot ziens“ ist der sichere Abschied für Läden und Hotels; „dag“ dient wie unser „Tag“ als Gruß und als Abschied. „Doei“ hörst du von fast allen, es ist locker, aber nie unhöflich. Auch aus einem Laden, in dem du nichts gekauft hast, geht man mit einem Gruß hinaus; zurück kommt oft „fijne dag nog“ (schönen Tag noch).
    Bedankt, tot ziens! – Dag, fijne dag nog! — Danke, auf Wiedersehen! – Tschüss, schönen Tag noch!

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Tag 2

Café und Restaurant

10 Sätze

Einen Tisch bekommen, bestellen, bezahlen und beim Essen höflich bleiben.

  1. Een tafel voor twee, alstublieft en TAH-fel wohr TWEH, als-tü-BLIEFT
    Einen Tisch für zwei, bitte
    Im Restaurant wartest du am Eingang, bis dir ein Tisch zugewiesen wird; im „bruin café“, der klassischen Stammkneipe, setzt du dich selbst. Die Niederländer essen früh: Viele Küchen nehmen ab neun oder halb zehn nichts mehr an, acht Uhr ist hier schon spät. Tausch „twee“ gegen deine Zahl (drie, vier). „Tafel“ ist der Tisch, nicht die Tafel.
    Goedenavond, een tafel voor twee, alstublieft. – Heeft u gereserveerd? — Guten Abend, einen Tisch für zwei, bitte. – Haben Sie reserviert?
  2. Ik wil graag… ik wil CHRAHCH Satzmuster
    Ich hätte gern…
    „Graag“ (gern) macht aus dem sonst schroffen „ik wil“ die höfliche Bestellung – dasselbe Gefälle wie zwischen „ich will“ und „ich hätte gern“. „Mag ik…?“ ist die zweite Alltagsform. Der Kellner eröffnet mit „zegt u het maar“ (sagen Sie ruhig). Ein „biertje“ ist ein kleines Pils; die Verkleinerung auf „-je“ ist kein Kinderton, sondern Standard und begegnet dir überall.
    Ik wil graag de dagsoep. Ik wil graag een biertje. — Ich hätte gern die Tagessuppe. Ich hätte gern ein Bier.
  3. De kaart, alstublieft de KAHRT, als-tü-BLIEFT
    Die Speisekarte, bitte
    Die Speisekarte heißt „de kaart“ oder „menukaart“; fragst du nach „het menu“, bekommst du womöglich das feste Tagesmenü. „Dagschotel“ ist das Tagesgericht, „de wijnkaart“ die Weinkarte. Aufpassen bei „deftig“: Das heißt vornehm, nicht herzhaft – ein „deftig restaurant“ ist ein feines Haus, kein rustikales.
    De kaart, alstublieft. Heeft u een Engelse kaart? — Die Speisekarte, bitte. Haben Sie eine englische Karte?
  4. Een koffie, alstublieft en KOF-fie, als-tü-BLIEFT
    Einen Kaffee, bitte
    „Koffie“ ist eine normale Tasse schwarzer Kaffee, meist mit Keks und einem Kännchen Milch daneben; „koffie verkeerd“ heißt wörtlich „verkehrter Kaffee“ und ist ein Milchkaffee halb und halb. Die Falle steht an der Fassade: Ein „coffeeshop“ verkauft Cannabis und keinen Kaffee. Für Kaffee suchst du „café“, „koffiebar“ oder „lunchroom“ – wobei „café“ hier eher die Kneipe meint als das Kaffeehaus.
    Een koffie en een koffie verkeerd, alstublieft. — Einen Kaffee und einen Milchkaffee, bitte.
  5. Plat of bruisend? plat of BRÖI-sent
    Still oder mit Kohlensäure?
    Die Frage kommt zu jedem Wasser, oft in der Markenfassung „spa blauw of spa rood?“ (blaues Etikett still, rotes mit Kohlensäure), die als ganz normales Wort gilt. „Kraanwater“ ist Leitungswasser: Viele Lokale bringen es kostenlos, manche verlangen einen kleinen Betrag oder lehnen ab, eine Pflicht dazu gibt es nicht. Nebenbei der Klassiker unter den falschen Freunden: „meer“ ist der Binnensee und „zee“ das Meer, genau umgekehrt zu deinem Sprachgefühl – und „meer“ heißt außerdem „mehr“. Das „ui“ in „bruisend“ ist ein gerundetes „äi“, für das es im Deutschen keine Entsprechung gibt.
    Plat of bruisend water? – Plat, alstublieft. — Stilles oder sprudelndes Wasser? – Still, bitte.
  6. De rekening, alstublieft de REH-ke-ning, als-tü-BLIEFT
    Die Rechnung, bitte
    Die Rechnung kommt nicht von selbst, und niemand komplimentiert dich hinaus; du fragst danach. „Mogen wij afrekenen?“ (dürfen wir zahlen?) ist der Satz, den die Niederländer benutzen, und das Kartenterminal kommt an den Tisch. „Samen of apart?“ fragt zusammen oder getrennt – getrennt zahlen ist völlig normal und muss nicht begründet werden. „Rekening“ und „afrekenen“ erkennst du im Druck sofort wieder, im Sprechfluss dagegen kaum.
    Mogen wij afrekenen? – Ja, samen of apart? — Können wir bitte zahlen? – Ja, zusammen oder getrennt?
  7. Kan ik pinnen? kan ik PIN-ne
    Kann ich mit Karte zahlen?
    „Pinnen“ heißt mit der Debitkarte zahlen, und so zahlt das Land: Viele Cafés, Läden und sogar Marktstände sind „alleen pinnen“ und nehmen überhaupt kein Bargeld – das Gegenteil deutscher Gewohnheiten. Die eigentliche Falle ist deine Karte: Eine reine Girocard ohne Maestro oder V-Pay wird vielerorts nicht gelesen, während Debit-Mastercard, Visa Debit sowie Apple und Google Pay praktisch überall laufen. Echte Kreditkarten weisen manche Supermärkte und kleine Läden zurück; frag im Zweifel vorher „kan ik met creditcard betalen?“.
    Kan ik pinnen? – Ja, graag. Contactloos mag ook. — Kann ich mit Karte zahlen? – Ja, gern. Kontaktlos geht auch.
  8. Proost! prohst
    Prost!
    Angestoßen wird mit Blickkontakt zu jedem Einzelnen, wie bei uns. Bier kommt klein: ein „fluitje“ ist das schmale hohe Glas, ein „vaasje“ etwa 25 Zentiliter; für einen halben Liter bittest du um „een grote“. „Op de vakantie“ heißt „auf den Urlaub“.
    Proost! – Proost, op de vakantie! — Prost! – Prost, auf den Urlaub!
  9. Eet smakelijk! eht SMAH-ke-lek (reines „s“)
    Guten Appetit!
    Sagt der Kellner beim Servieren und der Nachbartisch im Vorbeigehen; du antwortest „dank u“ oder „insgelijks“ (gleichfalls), Kurzform ist „smakelijk“. Sprich das „s“ als reines „s“ und nicht als „sch“ – dieselbe Regel gilt für „spreekt“, „station“, „straat“ und „sleutel“, und sie ist der schnellste Weg, nicht deutsch zu klingen. Mittags gibt es meist nur ein belegtes Brötchen („broodje“), warm isst man abends.
    Eet smakelijk! – Dank u, insgelijks. — Guten Appetit! – Danke, gleichfalls.
  10. Fooi foh-i Schild
    Trinkgeld
    Bedienung und Mehrwertsteuer stecken im Preis, es gibt also keine Extrazeile auf der Rechnung und keinen Erwartungsdruck. Aufrunden oder fünf bis zehn Prozent bei gutem Service ist üblich, etwas weniger selbstverständlich als in Deutschland, und nachlaufen wird dir niemand. Am Terminal erscheint oft ein „fooi“-Bildschirm; mündlich rundest du mit „maak er maar twintig van“ auf zwanzig auf. Bar gegebenes Trinkgeld landet zuverlässiger beim Personal.
    Wilt u een fooi geven? – Maak er maar twintig van. — Möchten Sie ein Trinkgeld geben? – Machen Sie zwanzig daraus.
Tag 3

Bezahlen und Einkaufen

10 Sätze

Nach Preisen fragen, bezahlen, schauen ohne zu kaufen und die zwei Schilder lesen, die zählen.

  1. Hoeveel kost…? hu-WEHL kost Satzmuster
    Was kostet…?
    Rahmen: „hoeveel kost“ plus die Sache, oder beim Zeigen einfach „hoeveel kost het?“. „Wat kost het?“ ist mindestens genauso häufig und bedeutet dasselbe. Für mehrere Dinge „hoeveel kosten ze?“. Preise sind immer inklusive Mehrwertsteuer ausgezeichnet, das Schild nennt also den Endpreis.
    Hoeveel kost dit? Hoeveel kost een kaartje? — Was kostet das? Was kostet eine Fahrkarte?
  2. Dat is te duur dat is te DÜR
    Das ist zu teuer
    „Duur“ heißt teuer – als Substantiv allerdings auch „Dauer“, weshalb das Wort gern in die falsche Schublade rutscht. In Läden und auf den berühmten Märkten (Albert Cuyp, Käse- und Blumenstände) sind die Preise fest, Handeln wirkt dort bloß unbeholfen. Ein niedrigeres Gebot ist nur auf Floh- und Trödelmärkten üblich. „Toch bedankt“ (trotzdem danke) bringt dich höflich wieder hinaus.
    Dat is te duur. Toch bedankt. — Das ist zu teuer. Trotzdem danke.
  3. Contant of pinnen? kon-TANT of PIN-ne
    Bar oder mit Karte?
    Die Frage an der Kasse, sofern sie überhaupt gestellt wird: Viele Kassen nehmen nur Karten, und das Schild „alleen pinnen“ heißt ausdrücklich kein Bargeld. Antworte mit dem einen Wort. „Contant“ ist bar, „pinnen“ ist Karte oder Telefon; hast du nur eine Kreditkarte, sag „creditcard“ und rechne mit einem Nein.
    Contant of pinnen? – Pinnen, alstublieft. — Bar oder mit Karte? – Mit Karte, bitte.
  4. Het bonnetje, alstublieft et BON-ne-tje, als-tü-BLIEFT
    Den Kassenbon, bitte
    Den Bon musst du hier nicht mitnehmen; gefragt wirst du trotzdem („wilt u de bon?“), Antwort „ja, graag“ oder „nee, dank u“. Für einen Umtausch heb ihn auf; eine Mehrwertsteuer-Erstattung gibt es innerhalb der EU nicht. Der zweite Zettel, den du kennenlernen wirst, ist der Pfandbeleg: Auf Flaschen und Dosen liegt „statiegeld“ (15 bis 25 Cent), der Rücknahmeautomat im Supermarkt druckt einen „statiegeldbon“, und den gibst du an der Kasse ab. Das Verfahren kennst du aus Deutschland, nur die Wörter nicht.
    Wilt u de bon? – Ja, graag. — Möchten Sie den Bon? – Ja, gern.
  5. Ik kijk alleen even, dank u ik KÄIK a-LEHN EH-we, dank ü
    Ich schaue mich nur um, danke
    Die Antwort auf „kan ik u helpen?“ in jedem Laden. Sie wird wörtlich genommen, und man lässt dich dann wirklich in Ruhe; das ist keine Gleichgültigkeit, sondern dieselbe Direktheit, die dir überall begegnet. Das Personal ist „aardig“, also nett – nicht „artig“. Beim Hinausgehen sagst du „dag“ oder „tot ziens“, auch ohne Einkauf.
    Kan ik u helpen? – Ik kijk alleen even, dank u. — Kann ich Ihnen helfen? – Ich schaue mich nur um, danke.
  6. Dat was het, dank u dat WAS et, dank ü
    Das wäre alles, danke
    „Anders nog iets?“ ist die Standardfrage an Bäckertheke, Käsestand und Feinkost; dieser Satz beendet die Bestellung, „dat is alles“ geht genauso. Merk dir dabei „klaar“: Das heißt fertig, nicht klar – „ik ben klaar“ sagt, dass du durch bist, und „klaar?“ fragt der Verkäufer, wenn er meint, ob es das war. Am Käsestand bestellst du nach Gramm oder bittest um „een stukje“ (ein Stück).
    Anders nog iets? – Nee, dat was het, dank u. — Sonst noch etwas? – Nein, das wäre alles, danke.
  7. Eén van deze, alstublieft EHN wan DEH-se, als-tü-BLIEFT
    Eins davon, bitte
    Zeigen und sagen; funktioniert für Stroopwafel, „broodje“ und jedes Gebäck. „Voor hier“ ist zum Hieressen, „om mee te nemen“ zum Mitnehmen. Die Akzente auf „één“ markieren die Zahl gegenüber „een“ (ein); gesprochen ist es ein klares langes „e“. „Twee van deze“ für zwei.
    Eén van deze, alstublieft. – Voor hier of om mee te nemen? — Eins davon, bitte. – Zum Hieressen oder zum Mitnehmen?
  8. Heeft u…? HEHFT ü Satzmuster formal
    Haben Sie…?
    Rahmen: „heeft u“ plus die Sache, gerichtet an die Person, die dich bedient. „U“ ist unser „Sie“ und „je“ das „du“, aber die Grenze liegt deutlich niedriger als bei uns: Jüngeres Personal duzt dich mit „heb je…?“, ohne dass darin eine Respektlosigkeit läge. Bleib selbst bei „u“, dann liegst du immer richtig. Größen laufen auf der EU-Skala – und „slim“ heißt klug, nicht „schlimm“.
    Heeft u dit in maat 40? Heeft u een oplader? — Haben Sie das in Größe 40? Haben Sie ein Ladegerät?
  9. Open / Gesloten OH-pe / che-SLOH-te (reines „s“) Schild
    Geöffnet / Geschlossen
    Die beiden Türschilder – und „winkel“ ist der Laden, nicht der Winkel. Geöffnet ist meist von neun oder zehn bis achtzehn Uhr ohne Mittagspause, dafür montags oft erst nachmittags oder gar nicht. „Koopavond“ ist der lange Abend bis einundzwanzig Uhr (Donnerstag in Amsterdam, Utrecht und Den Haag, Freitag in Rotterdam), „koopzondag“ der verkaufsoffene Sonntag: in den großen Städten jeder Sonntag, in kleinen Orten nur einzelne. Ein Ladenschlussgesetz wie bei uns gibt es nicht, Supermärkte öffnen bis spät und sonntags.
    Maandag gesloten. Koopzondag: open van 12 tot 17 uur. — Montags geschlossen. Verkaufsoffener Sonntag: von 12 bis 17 Uhr geöffnet.
  10. Uitverkoop / Kassa ÖIT-fer-kohp / KAS-sa (reines „s“) Schild
    Ausverkauf / Kasse
    „Uitverkoop“ oder „opruiming“ ist der Schlussverkauf, vor allem im Januar und Juli, „korting“ der Rabatt; im Schaufenster steht genauso oft nur das englische Wort dafür. „Kassa“ ist die Kasse, „zelfscankassa“ die Selbstbedienungskasse, die in vielen Supermärkten nur Karten nimmt – mit Bargeld also an die besetzte Kasse.
    Uitverkoop: tot 50% korting. Betalen bij de kassa. — Ausverkauf: bis zu 50 % Rabatt. Zahlen an der Kasse.
Tag 4

Unterwegs und Schilder

10 Sätze

Dinge finden, ein Ticket kaufen und die Schilder lesen, an denen du vorbeikommst.

  1. Waar is…? wahr is Satzmuster
    Wo ist…?
    Rahmen: „waar is“ plus den Ort mit „de“ oder „het“; das Niederländische hat nur diese zwei Artikel, und welcher gilt, musst du nicht wissen, um verstanden zu werden. Im Plural „waar zijn“. Setz „pardon“ davor. In der Antwort kommen die drei Richtungswörter links, rechts, rechtdoor – oft geht man auch einfach ein Stück mit.
    Waar is het station? Waar is het toilet? — Wo ist der Bahnhof? Wo ist die Toilette?
  2. Waar is het toilet? wahr is et twa-LET
    Wo ist die Toilette?
    „Het toilet“ ist die höfliche Form, „de wc“ (weh-SEH) sagen alle. An den Türen steht „heren“ für Herren und „dames“ für Damen. Öffentliche Toiletten sind rar und kosten fünfzig Cent bis einen Euro, häufig nur per Karte; Kaufhäuser, Bahnhöfe und Cafés – dort bitte einen Kaffee bestellen – sind die übliche Lösung.
    Pardon, waar is het toilet? – Achterin, links. — Entschuldigung, wo ist die Toilette? – Hinten, links.
  3. Waar is het station? wahr is et sta-SCHON (reines „s“)
    Wo ist der Bahnhof?
    „Het station“ allein meint den Bahnhof; „Centraal“ oder „CS“ hinter dem Stadtnamen (Amsterdam Centraal) ist der Hauptbahnhof. „Busstation“ ist der Busbahnhof, „de metro“ gibt es nur in Amsterdam und Rotterdam. Sprich „st“ als reines „s“ plus „t“, also „sta-SCHON“; ein deutsches „scht“ verrät dich sofort. Zug, Tram, Bus und Metro laufen alle über dasselbe Ein- und Auscheck-System.
    Waar is het station? – Rechtdoor, tien minuten lopen. — Wo ist der Bahnhof? – Geradeaus, zehn Minuten zu Fuß.
  4. Een kaartje naar Utrecht, alstublieft en KAHR-tje nahr Ü-trecht, als-tü-BLIEFT
    Eine Fahrkarte nach Utrecht, bitte
    „Enkele reis“ ist einfach, „retour“ hin und zurück. Besetzte Schalter gibt es kaum noch: entweder der gelbe Automat (Karte und Münzen, plus einen Euro Aufschlag für die Papierfahrkarte) oder gleich ohne Ticket mit kontaktloser Bankkarte oder Telefon an der Säule einchecken (OVpay), zum normalen Tarif. Achtung bei der Karte: eine reine Girocard ohne Maestro oder V-Pay funktioniert dort nicht. Und in jedem Fall am Ziel auschecken.
    Een kaartje naar Utrecht, alstublieft. – Enkele reis of retour? — Eine Fahrkarte nach Utrecht, bitte. – Einfach oder hin und zurück?
  5. Welk spoor? welk SPOHR (reines „s“)
    Welches Gleis?
    „Spoor“ ist das Gleis, nicht die Spur; es steht auf den Anzeigen, „vertrek“ ist die Abfahrt und „vertraging“ die Verspätung. Lange Bahnsteige sind in 4a und 4b geteilt, achte auf den Buchstaben. Der „intercity“ lässt kleine Halte aus, der „sprinter“ (oder „stoptrein“) hält überall – dieselbe Fahrkarte gilt für beide, einen Zuschlag wie beim ICE gibt es nicht.
    Welk spoor voor Rotterdam? – Spoor vier, de intercity. — Welches Gleis nach Rotterdam? – Gleis vier, der Intercity.
  6. Links / rechts / rechtdoor links / rechts / recht-DOHR
    Links / rechts / geradeaus
    Was in jeder Wegauskunft vorkommt, dazu „om de hoek“ (um die Ecke), „aan de overkant“ (gegenüber) und „over de brug“ (über die Brücke), was in Amsterdam fast immer stimmt. Bleib beim Schauen vom roten Asphalt herunter: Das ist das „fietspad“, und Radfahrer bremsen dort nicht für Fußgänger. Mietest du selbst ein Rad, heißt das „een fiets huren“ – „huren“ ist schlicht mieten, ein Wort, über das deutsche Ohren jedes Mal stolpern.
    Rechtdoor, dan de tweede straat links. — Geradeaus, dann die zweite Straße links.
  7. Ingang / Uitgang IN-chang / ÖIT-chang Schild
    Eingang / Ausgang
    Fast dein eigenes Wort: Niederländisch „uit“ entspricht regelmäßig deutschem „aus“ (uit/aus, huis/Haus), gesprochen aber als „öi“, ein gerundetes „äi“, das es im Deutschen nicht gibt – deshalb liest du das Schild mühelos und verstehst die Durchsage nicht. „Nooduitgang“ ist der Notausgang, „uitrit“ die Ausfahrt für Autos. An größeren Bahnhöfen führt der „uitgang“ durch „poortjes“, Schranken, die nur mit derselben Karte aufgehen, mit der du eingecheckt hast.
    Nooduitgang. Geen toegang. — Notausgang. Kein Zutritt.
  8. Duwen / Trekken DÜ-we / TREK-ke Schild
    Drücken / Ziehen
    Die zwei Türwörter: „duwen“ ist drücken, „trekken“ ziehen. „Drukken“ gibt es auch, meint aber Knöpfe – etwa den Türknopf am Zug, der sich nicht von selbst öffnet, und den „stop“-Knopf im Bus. „Deur sluit automatisch“ heißt, dass die Tür von allein schließt.
    Duwen. – Trekken. — Drücken. – Ziehen.
  9. Inchecken / Uitchecken IN-tschek-ke / ÖIT-tschek-ke Schild
    Einchecken / Auschecken
    Das ist die Regel, an der deutsche Reisende scheitern, weil es sie zu Hause nicht gibt: In jedem Zug, jeder Tram, jedem Bus und jeder Metro hältst du Karte oder Telefon beim Einsteigen an den Leser UND beim Aussteigen noch einmal. Vergisst du das Auschecken, bucht das System einen Pauschalbetrag ab, zwanzig Euro im Zug und vier in Bus, Tram und Metro. Wer ganz ohne Check-in erwischt wird, zahlt siebzig Euro plus Fahrpreis (fünfzig bei sofortiger Kartenzahlung), und kontrolliert wird gründlich. Nimm beide Male dieselbe Karte, und checke beim Umstieg vom Zug in den Bus aus und wieder ein.
    Vergeet niet uit te checken. — Vergessen Sie nicht auszuchecken.
  10. Halte HAL-te Schild
    Haltestelle
    Steht auf den Schildern („bushalte“, „tramhalte“) und in der Ansage „volgende halte“, also nächste Haltestelle. Drück den roten „stop“-Knopf vor deinem Ziel, sonst fährt der Fahrer durch; „eindpunt“ ist die Endstation. In den Bus steigst du vorn ein und checkst am Fahrer vorbei ein.
    Volgende halte: Leidseplein. — Nächste Haltestelle: Leidseplein.
Tag 5

Hotel und Hilfe

10 Sätze

Einchecken, online gehen und Hilfe bekommen, wenn etwas schiefgeht.

  1. Ik heb een reservering ik hep en re-ser-WEH-ring
    Ich habe eine Reservierung
    Der Satz zum Einchecken; „op naam van“ plus Nachname nennt die Buchung. An der Rezeption wird nach dem „paspoort“ gefragt, der Personalausweis genügt. Meist kommt die „toeristenbelasting“ obendrauf, die städtische Übernachtungssteuer: In Amsterdam sind das 12,5 Prozent des Zimmerpreises, einer der höchsten Sätze Europas, und sie wird im Hotel bezahlt, sofern deine Buchung sie nicht schon enthält.
    Goedenavond, ik heb een reservering op naam van Smith. — Guten Abend, ich habe eine Reservierung auf den Namen Smith.
  2. De sleutel, alstublieft de SLÖ-tel, als-tü-BLIEFT
    Den Schlüssel, bitte
    Meist bekommst du eine „sleutelkaart“ oder ein „pasje“; kleinere Häuser haben echte Schlüssel, die man beim Weggehen an der Rezeption abgibt. „Kamer“ ist das Zimmer, nicht die Kammer. Sprich „sleutel“ mit reinem „s“ und einem „ö“ wie in „schön“, also „SLÖ-tel“: Dass darin unser „Schlüssel“ steckt, siehst du sofort und hörst du nie. In alten Grachtenhäusern sind die Treppen extrem steil und Aufzüge selten – frag nach einem unteren Stockwerk, wenn das zählt.
    De sleutel, alstublieft. Kamer twaalf. – Alstublieft. — Den Schlüssel, bitte. Zimmer zwölf. – Bitte sehr.
  3. Wat is het wifi-wachtwoord? wat is et WIE-fie WACHT-wohrt
    Wie lautet das WLAN-Passwort?
    „Wachtwoord“ ist das Passwort, und „wachten“ heißt warten, nicht wachen; „wifi“ wird „WIE-fie“ gesprochen. „Is er wifi?“ fragt, ob es überhaupt welches gibt. Cafés schreiben es auf den Bon oder ein Kärtchen, das Hotelnetz ist fast immer kostenlos. Innerhalb der EU brauchst du es dank Roaming ohnehin seltener als anderswo.
    Wat is het wifi-wachtwoord? – Het staat op de bon. — Wie lautet das WLAN-Passwort? – Es steht auf dem Bon.
  4. Hoe laat is het ontbijt? hu LAHT is et ont-BÄIT
    Wann gibt es Frühstück?
    „Hoe laat“ heißt „um wie viel Uhr“, die Antwort kommt als „van… tot…“ und auf Aushängen in der 24-Stunden-Schreibweise. Niederländisches Frühstück ist Brot, Käse, Aufschnitt und „hagelslag“, Schokostreusel aufs Butterbrot, die hier auch Erwachsene essen. Die zweite Frage, die du brauchst, ist „hoe laat moet ik uitchecken?“.
    Hoe laat is het ontbijt? – Van zeven tot tien. — Wann gibt es Frühstück? – Von sieben bis zehn.
  5. Help! help (kurzes „e“, laut gerufen)
    Hilfe!
    Kurzes Wort, überall verstanden. Die Notrufnummer für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ist die 112, dieselbe wie zu Hause, und die Leitstelle arbeitet auch auf Englisch. „Brand!“ heißt Feuer, und „houd de dief!“ ruft man dem hinterher, der die Tasche oder das Rad hat.
    Help! Bel een ambulance! — Hilfe! Rufen Sie einen Krankenwagen!
  6. Ik heb een dokter nodig ik hep en DOK-ter NOH-dech
    Ich brauche einen Arzt
    „Ik heb… nodig“ ist „ich brauche“. Im Notfall die 112. Alles andere läuft wie bei uns über den Hausarzt („huisarts“) oder außerhalb der Sprechzeiten über den „huisartsenpost“; wer ohne Überweisung in die Notaufnahme („spoedeisende hulp“) marschiert, wird konsequenter zurückgeschickt als in deutschen Kliniken. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte auf der Rückseite deiner Gesundheitskarte bist du abgesichert.
    Ik heb een dokter nodig. Ik voel me niet goed. — Ich brauche einen Arzt. Mir geht es nicht gut.
  7. Waar is de apotheek? wahr is de a-po-TEHK
    Wo ist die Apotheke?
    Dieselbe Zweiteilung wie zu Hause: Die „apotheek“ macht Rezepte und schließt gegen halb sechs und am Wochenende, alles Übrige – Schmerzmittel, Pflaster, Erkältungsmittel, Sonnencreme – holst du beim „drogist“ (Kruidvat, Etos) oder im Supermarkt. Nachts übernimmt die „dienstapotheek“, der Notdienst, und welche gerade dran ist, steht an der Apothekentür. Ein einheitliches Zeichen wie unser rotes A gibt es nicht: Such nach dem Wort „apotheek“ am Schaufenster, ein grünes Kreuz hängt nur an manchen.
    Waar is de apotheek? – Naast de drogist, op de hoek. — Wo ist die Apotheke? – Neben der Drogerie, an der Ecke.
  8. Kunt u de politie bellen, alstublieft? künt ü de po-LIET-sie BEL-le, als-tü-BLIEFT formal
    Können Sie bitte die Polizei rufen?
    Der falsche Freund, der dich hier am ehesten blamiert: „bellen“ heißt telefonieren, nicht bellen – „ik bel je“ ist „ich rufe dich an“. Höflich ist die Form „kunt u“ mit dem Sie-Wort „u“. Notfälle über die 112; ist der Diebstahl vorbei, gilt die 0900-8844, und die Anzeige („aangifte“) machst du auf der Wache oder online, was deine Versicherung ohnehin verlangt. Taschendiebe arbeiten in den Trams und rund um Centraal Station, und ein unabgeschlossenes Leihrad ist in Minuten weg.
    Kunt u de politie bellen, alstublieft? Mijn portemonnee is gestolen. — Können Sie bitte die Polizei rufen? Mein Portemonnaie wurde gestohlen.
  9. Ik ben verdwaald ik ben wer-DWAHLT
    Ich habe mich verlaufen
    Keine geschlechtsabhängigen Formen im Niederländischen, der Satz passt für alle. Häng „waar is“ plus das Ziel an oder zeig die Adresse auf dem Telefon; „is het ver?“ (ist es weit?) bringt eine brauchbare Antwort. Amsterdams Grachten laufen in Ringen, derselbe Straßenname taucht deshalb mehrfach auf – der Grachtenname auf dem Schild sagt dir, auf welchem Ring du gerade stehst.
    Ik ben verdwaald. Waar is het Rijksmuseum? — Ich habe mich verlaufen. Wo ist das Rijksmuseum?
  10. Kunt u een taxi bellen, alstublieft? künt ü en TAK-sie BEL-le, als-tü-BLIEFT formal
    Können Sie bitte ein Taxi rufen?
    Auch hier „bellen“ im Sinne von anrufen und das höfliche „kunt u“. Taxis winkt man kaum heran: Nimm den „taxistandplaats“ an Bahnhöfen und großen Plätzen, eine App (Uber und Bolt fahren in den Städten) oder lass Hotel und Restaurant anrufen. Gefahren wird nach Taxameter, und billig ist es nicht. Am Flughafen Schiphol – gesprochen „S-CHIP-hol“, denn „sch“ ist ein „s“ plus dem rauen Reibelaut, nie unser „sch“ – nimmst du den offiziellen Stand und ignorierst jeden, der dir im Terminal eine Fahrt anbietet.
    Kunt u een taxi bellen, alstublieft? – Natuurlijk, waarheen? — Können Sie bitte ein Taxi rufen? – Natürlich, wohin?
Bonus

Zahlen 1–10

10 Karten

Gruppengrößen, Preise, Gleise, Zimmernummern. Eine optionale sechste Sitzung, und die Gruppe, die am häufigsten als Karteikarten ausgedruckt wird.

één
eins
ehn
twee
zwei
tweh (das „w“ fast ein „u“)
drie
drei
drie (langes „i“)
vier
vier
wier
vijf
fünf
wäif
zes
sechs
sess (stimmhaftes „s“ am Anfang)
zeven
sieben
SEH-we
acht
acht
acht (raues „ch“)
negen
neun
NEH-che
tien
zehn
tien (langes „i“)

Fragen von Reisenden

Wie viele Sätze auf Niederländisch brauche ich für eine Reise nach die Niederlande?

Etwa fünfzig. Reisende berichten immer wieder, dass eine Handvoll Sätze am meisten gebracht hat, und zwar als Höflichkeit, nicht als Überlebenshilfe: beim Betreten eines Ladens grüßen, danke sagen, höflich fragen. Dieses Kit sind fünfzig Sätze in fünf Tagen zu je zehn, mit den zehn, die zählen, an Tag eins, dazu die Zahlen eins bis zehn als Bonus.

Wie sagt man danke auf Niederländisch?

Auf Niederländisch heißt danke “Dank u wel” (dank ü WEL). Die Antwort ist „graag gedaan“ (gern geschehen) oder „geen dank“; „bedankt“ ist die Alltagskurzform und passt überall. Die Falle kennst du aus dem Deutschen: Ein bloßes „dank u“ auf ein Angebot hin wird als Ablehnung verstanden, genau wie unser „danke“ – wer annehmen will, sagt „ja, graag“ (ja, gerne). Das „u“ ist ein langes „ü“, nicht dein „u“.

Wie sagt man Entschuldigung auf Niederländisch?

Um auf dich aufmerksam zu machen oder dich zu entschuldigen, sagst du “Pardon / Sorry” (par-DON / SOR-rie (reines „s“)). „Pardon“ holt Aufmerksamkeit, „sorry“ – im Niederländischen völlig eingebürgert und nicht als Fremdwort empfunden – ist die Entschuldigung für den kleinen Rempler; für eine echte Entschuldigung sagst du „het spijt me“. Rechne nicht mit deutschem Servicetempo: Der Kellner ignoriert dich nicht, sondern lässt dich in Ruhe, also Blickkontakt und dann „pardon“ oder ein höfliches „meneer“ / „mevrouw“. Umgekehrt klingt die niederländische Direktheit für deutsche Ohren gelegentlich schroff – ein knappes „nee, dat kan niet“ ist keine Unfreundlichkeit.

Wie bitte ich auf Niederländisch um die Rechnung?

Nach der Rechnung fragst du mit “De rekening, alstublieft” (de REH-ke-ning, als-tü-BLIEFT). Die Rechnung kommt nicht von selbst, und niemand komplimentiert dich hinaus; du fragst danach. „Mogen wij afrekenen?“ (dürfen wir zahlen?) ist der Satz, den die Niederländer benutzen, und das Kartenterminal kommt an den Tisch. „Samen of apart?“ fragt zusammen oder getrennt – getrennt zahlen ist völlig normal und muss nicht begründet werden. „Rekening“ und „afrekenen“ erkennst du im Druck sofort wieder, im Sprechfluss dagegen kaum.

Wie frage ich auf Niederländisch nach der Toilette?

Frag “Waar is het toilet?” (wahr is et twa-LET). „Het toilet“ ist die höfliche Form, „de wc“ (weh-SEH) sagen alle. An den Türen steht „heren“ für Herren und „dames“ für Damen. Öffentliche Toiletten sind rar und kosten fünfzig Cent bis einen Euro, häufig nur per Karte; Kaufhäuser, Bahnhöfe und Cafés – dort bitte einen Kaffee bestellen – sind die übliche Lösung.

Kann ich wirklich fünfzig Sätze auf Niederländisch in fünf Tagen lernen?

Ja, bei zehn neuen Sätzen am Tag. Das sind fünf bis acht Minuten täglich mit verteiltem Wiederholen, weil die App die Sätze von Tag eins an den Tagen zwei bis fünf zurückbringt, während du die nächsten zehn hinzunimmst. Fang eine Woche vor der Abreise an, und du kommst mit allen fünfzig an. Das druckbare Blatt ist die Rückversicherung für die Reise selbst.

Vor der Abreise

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