Reise-Kit · für Polen

Polnisch Reise-Kit50 Sätze auf Polnisch für deine Reise, mit Aussprache

  1. noch 5 Tage
    Tag 1 hier starten
    Die zehn, die zählen
    • Dzień dobry
    • Dobry wieczór
    10 Sätze~10 Min.
  2. noch 4 Tage
    Tag 2
    Café und Restaurant
    • Stolik dla dwóch osób, poproszę
    • Poproszę…
    10 Sätze~10 Min.
  3. noch 3 Tage
    Tag 3
    Bezahlen und Einkaufen
    • Ile kosztuje…?
    • To za drogo
    10 Sätze~10 Min.
  4. noch 2 Tage
    Tag 4
    Unterwegs und Schilder
    • Gdzie jest…?
    • Gdzie jest toaleta?
    10 Sätze~10 Min.
  5. noch 1 Tag
    Tag 5
    Hotel und Hilfe
    • Mam rezerwację
    • Poproszę klucz
    10 Sätze~10 Min.
  6. Deine Reise
    50 Sätze bereit
Morgen geht es los? Mach nur Tag eins: die zehn Sätze, die zählen. Zehn Minuten, und du kommst an und kannst grüßen, bitte und danke sagen und dich entschuldigen. Tag eins starten
Bonus Zahlen 1–10 · 10 Karten · an jedem Tag

Zehn am Tag, fünf Tage, jeweils etwa zehn Minuten. Kostenlos, ohne Anmeldung.

1Dzień dobry
2dschen DO-bri
3Guten Tag / Guten Morgen
4Derselbe Reflex wie dein „Guten Tag“ beim Betreten eines Ladens, nur ausnahmslos: auch beim Busfahrer, in der Apotheke und im Wartezimmer, und zwar bevor du irgendetwas anderes sagst. Ein eigenes „Guten Morgen“ gibt es nicht – „dzień dobry“ deckt den ganzen Tag bis zum frühen Abend ab. „Cześć“ entspricht dem Duzen und klingt an der Ladentheke genauso unpassend.
  1. 1Der Satz so, wie ihn ein Einheimischer zu einem Touristen sagt
  2. 2Wie man ihn sagt: betonte Silbe in Großbuchstaben
  3. 3Was er bedeutet
  4. 4Der Hinweis: wann man ihn sagt und welchen Fehler Touristen in Polen machen

Tag eins öffnet sich in deinem Browser, ohne Konto. Stapeldetails.

  • Mit kostenlosem Konto
  • Fortschritt gespeichert
  • Tage 2–5 eingeplant
  • drei Lernarten: umdrehen, umgekehrt, tippen
  • Quiz und Kreuzworträtsel, wenn Karten langweilig werden
  • Erinnerungen, wenn Karten fällig sind
50 Sätze + 10 Zahlen5 Tage · ~10 Min./TagAussprache auf jeder KarteVerteiltes Wiederholen
Tag 1

Die zehn, die zählen

10 Sätze

Grüßen, danken, sich entschuldigen, auf sich aufmerksam machen und sagen, dass du nicht verstehst.

  1. Dzień dobry dschen DO-bri
    Guten Tag / Guten Morgen
    Derselbe Reflex wie dein „Guten Tag“ beim Betreten eines Ladens, nur ausnahmslos: auch beim Busfahrer, in der Apotheke und im Wartezimmer, und zwar bevor du irgendetwas anderes sagst. Ein eigenes „Guten Morgen“ gibt es nicht – „dzień dobry“ deckt den ganzen Tag bis zum frühen Abend ab. „Cześć“ entspricht dem Duzen und klingt an der Ladentheke genauso unpassend.
    Dzień dobry! Poproszę kawę. — Guten Tag! Einen Kaffee, bitte.
  2. Dobry wieczór DO-bri WJE-tschur
    Guten Abend
    Ab etwa achtzehn Uhr, im Winter sobald es dunkel ist, und beim Ankommen zum Abendessen immer. „Dobranoc“ ist wie „Gute Nacht“ nur fürs Schlafengehen, nie zur Begrüßung; beim Hinausgehen sagst du „do widzenia“. Das „cz“ ist unser „tsch“ und das „ó“ ein schlichtes u: „WJE-tschur“.
    Dobry wieczór, stolik dla dwóch osób, poproszę. — Guten Abend, einen Tisch für zwei Personen, bitte.
  3. Proszę PRO-sche
    Bitte / Bitte sehr / Gern geschehen
    Unser „bitte“ leistet fast dieselbe Doppelarbeit, deshalb fällt dir „proszę“ leicht: es heißt „bitte“ bei einer Bitte, „bitte sehr“ beim Überreichen, „gern geschehen“ als Antwort auf „dziękuję“ und „bitte, treten Sie ein“ an der Tür. Jeder Einkauf läuft dadurch als „proszę“ – „dziękuję“ – „proszę“ ab, ohne dass irgendjemand etwas von dir will. Zum Bestellen heißt die Form „poproszę“ plus die Sache (Tag 2).
    Jeszcze jedną kawę, proszę. – Proszę bardzo. — Noch einen Kaffee, bitte. – Bitte sehr.
  4. Dziękuję dschen-KU-je
    Danke
    Die Antwort darauf ist „proszę“ oder „proszę bardzo“. Die Falle lauert beim Bezahlen im Lokal oder im Taxi: Ein „dziękuję“ genau in dem Moment, in dem du das Geld übergibst, heißt dort so viel wie „stimmt so“ – das Wechselgeld ist damit weg. Warte, bis du es in der Hand hast, und bedanke dich erst dann. An der Ladenkasse gilt das nicht, dort bekommst du dein Rückgeld ohnehin. „Dzięki“ ist das lockere Danke unter Freunden.
    Dziękuję bardzo! – Proszę bardzo. — Vielen Dank! – Gern geschehen.
  5. Przepraszam psche-PRA-scham
    Entschuldigung / Entschuldigen Sie
    Ein Wort für alles: den Kellner heranwinken, eine fremde Person ansprechen, ein Anrempeln, und mit „bardzo przepraszam“ auch die ernst gemeinte Entschuldigung. Fürs Aussprechen ist das Deutsche bestens gerüstet – „sz“ ist unser „sch“, „cz“ unser „tsch“, „rz“ hier ebenfalls „sch“ –, nur die Betonung sitzt anders: Polnisch betont fast immer die vorletzte Silbe, also „psche-PRA-scham“ und nicht die erste wie bei uns.
    Przepraszam, czy mogę zamówić? — Entschuldigen Sie, kann ich bestellen?
  6. Przepraszam, wysiadam psche-PRA-scham, wi-SCHA-dam
    Entschuldigung, ich steige aus
    Ein eigenes Wort fürs Vorbeikommen gibt es nicht: „przepraszam“ erledigt das, und in der vollen Straßenbahn hängst du „wysiadam“ („ich steige aus“) an, damit die Leute Platz machen. Von hinten kann „pan wysiada?“ oder „pani wysiada?“ kommen, wörtlich „steigt der Herr aus?“ – antworte „tak“ und bleib stehen oder „nie“ und tausch den Platz. Im Gedränge auf dem Markt genügt „przepraszam“ allein.
    Przepraszam, wysiadam! – Proszę. — Entschuldigung, ich steige aus! – Bitte sehr.
  7. Tak / Nie tak / nje
    Ja / Nein
    „Nie, dziękuję“ ist der höfliche Schlusspunkt gegenüber Flyerverteilern und Straßenverkäufern, „tak, poproszę“ nimmt an. An der Kasse folgt auf „coś jeszcze?“ („sonst noch etwas?“) fast immer die Frage nach der „reklamówka“, der Tragetasche, die extra kostet. „Nie“ heißt außerdem schlicht „nicht“ und steckt in unzähligen Sätzen, ohne dass dir jemand etwas abschlägt.
    Coś jeszcze? – Nie, dziękuję. — Sonst noch etwas? – Nein, danke.
  8. Czy mówi pan / pani po angielsku? tschi MU-wi pan / PA-ni po an-GJEL-sku formal
    Sprechen Sie Englisch?
    Ein Anredepronomen wie unser „Sie“ gibt es nicht: Man sagt „pan“ (Herr) zu einem Mann und „pani“ (Frau) zu einer Frau und setzt das Verb in die dritte Person – wörtlich steht da „spricht der Herr Englisch?“, ganz wie in unserem altmodischen „Was wünscht der Herr?“. Was bei uns aus der Zeit gefallen ist, ist in Polen der Normalfall, und es wird konsequenter verlangt als das deutsche Siezen: gegenüber Verkäuferinnen, Schaffnern, Ärztinnen, Nachbarn. Die Du-Form „mówisz“ aus dem Mund eines Reisenden wirkt schlicht unhöflich; „trochę“ als Antwort heißt „ein bisschen“.
    Przepraszam, czy mówi pani po angielsku? – Trochę. — Entschuldigen Sie, sprechen Sie Englisch? – Ein bisschen.
  9. Nie rozumiem nje ro-SU-mjem
    Ich verstehe nicht
    Häng „proszę mówić wolniej“ an, also „bitte langsamer sprechen“, dann wird tatsächlich langsamer geredet oder ins Englische gewechselt. „Nie mówię po polsku“ heißt „ich spreche kein Polnisch“. Deutsch versteht man am ehesten im Westen des Landes, an der Ostsee und in Hotels; erwartet wird von Reisenden ohnehin kein Polnisch, weshalb schon der Versuch die Stimmung verändert.
    Nie rozumiem. Proszę mówić wolniej. — Ich verstehe nicht. Bitte sprechen Sie langsamer.
  10. Do widzenia do wi-DSE-nja
    Auf Wiedersehen
    Der Abschied für Läden, Hotels und alle Fremden – auch dann, wenn du nichts gekauft hast. „Cześć“ und „na razie“ gehören zum Duzen. Spätabends verabschiedet man sich mit „dobranoc“, und zurück kommt oft „miłego dnia“, „einen schönen Tag“.
    Dziękuję, do widzenia! – Do widzenia, miłego dnia! — Danke, auf Wiedersehen! – Auf Wiedersehen, einen schönen Tag noch!

Tag eins geschafft?

Speichere das Kit, und die App bringt die Tage zwei bis fünf am richtigen Tag zurück, mit den Wiederholungen, die sie festigen. Kostenloses Konto, keine Karte nötig.

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Tag 2

Café und Restaurant

10 Sätze

Einen Tisch bekommen, bestellen, bezahlen und beim Essen höflich bleiben.

  1. Stolik dla dwóch osób, poproszę STO-lik dla dwuch O-ssup, po-PRO-sche
    Einen Tisch für zwei Personen, bitte
    In den meisten Restaurants suchst du dir den Tisch selbst, sofern dich niemand am Eingang empfängt oder ein Schild ums Warten bittet; in Cafés, Kneipen und im „bar mleczny“, der günstigen Selbstbedienungskantine, bestellst du am Tresen. Zu einem Paar oder einer Gruppe sagt man „państwo“, wieder mit dem Verb in der dritten Person: „mają państwo rezerwację?“ ist „haben Sie reserviert?“. Sprich das „st“ am Wortanfang als s plus t – „STO-lik“, nicht „schtolik“ – und das „s“ in „osób“ scharf, denn im Polnischen summt es nie.
    Dobry wieczór, stolik dla dwóch osób, poproszę. – Mają państwo rezerwację? — Guten Abend, einen Tisch für zwei Personen, bitte. – Haben Sie reserviert?
  2. Poproszę… po-PRO-sche Satzmuster
    Ich hätte gern…
    Das Bestellschema für alles – Café, Bäckerei, Fahrkartenschalter: „poproszę“ plus die Sache. Die Sache bekommt dabei eine andere Endung („kawa“ wird zu „kawę“, „woda“ zu „wodę“), aber eine falsche Endung nimmt dir niemand übel. „Chcę“ („ich will“) klingt so schroff wie im Deutschen; die lange höfliche Form ist „chciałbym“ für Männer und „chciałabym“ für Frauen.
    Poproszę pierogi z mięsem. Poproszę piwo. — Ich hätte gern die Pierogi mit Fleisch. Ich hätte gern ein Bier.
  3. Poproszę menu po-PRO-sche ME-ni
    Die Speisekarte, bitte
    Falscher Freund und überraschende Aussprache in einem: „menu“ ist die ganze Speisekarte, nicht das Menü, und es wird „ME-ni“ gesprochen. „Karta“ ist das zweite Wort dafür („karta dań“, und „karta win“ für die Weinkarte). „Danie dnia“ oder „zestaw dnia“ ist der günstige Mittagstisch aus Suppe und Hauptgericht – warm gegessen wird in Polen mittags bis in den Nachmittag hinein, der „obiad“ ist die Hauptmahlzeit des Tages.
    Poproszę menu. Czy jest menu po angielsku? – Tak, proszę. — Die Speisekarte, bitte. Gibt es eine Karte auf Englisch? – Ja, bitte sehr.
  4. Poproszę kawę po-PRO-sche KA-we
    Einen Kaffee, bitte
    Im Café folgt auf „kawa“ die Rückfrage „jaką?“ („welchen?“), und Espresso, Cappuccino, Latte und Americano heißen dort wie überall; im Restaurant oder einfachen Lokal fragt man dagegen „czarna czy z mlekiem?“, schwarz oder mit Milch. „Kawa z mlekiem“ bringt genau das: Kaffee mit Milch, keinen Milchkaffee italienischer Bauart. In alten Milchbars steht hinter „kawa parzona“ noch der aufgebrühte Kaffee im Glas, Satz inklusive – umrühren, kurz warten und den letzten Schluck stehen lassen.
    Poproszę kawę. – Czarną czy z mlekiem? – Z mlekiem. — Einen Kaffee, bitte. – Schwarz oder mit Milch? – Mit Milch.
  5. Gazowana czy niegazowana? ga-so-WA-na tschi nje-ga-so-WA-na
    Mit Kohlensäure oder still?
    Diese Frage kommt bei jeder Wasserbestellung, und die Reihenfolge ist umgekehrt zu unserer: zuerst „gazowana“, mit Kohlensäure, dann „niegazowana“ – das vorangestellte „nie“ heißt „nicht“. Leitungswasser („woda z kranu“) ist in den Städten einwandfrei, kommt aber nur auf ausdrückliche Bitte; die Flasche wird immer berechnet. Antworte mit dem einen Wort plus „poproszę“.
    Woda gazowana czy niegazowana? – Niegazowana, poproszę. — Wasser mit Kohlensäure oder still? – Still, bitte.
  6. Rachunek poproszę ra-CHU-nek po-PRO-sche
    Die Rechnung, bitte
    Die Rechnung kommt erst, wenn du danach fragst; anschließend hörst du „razem czy osobno?“ (zusammen oder getrennt) und „kartą czy gotówką?“. Ein „stimmt so“ gibt es durchaus, es heißt „reszty nie trzeba“ – die Falle ist die kürzere Variante: Wer beim Übergeben des Geldes „dziękuję“ sagt, hat das Wechselgeld damit verschenkt. Das „ch“ in „rachunek“ ist übrigens unser Ach-Laut, derselbe wie in „Buch“.
    Przepraszam, rachunek poproszę. – Razem czy osobno? — Entschuldigung, die Rechnung, bitte. – Zusammen oder getrennt?
  7. Czy mogę zapłacić kartą? tschi MO-ge sa-PUA-tschitsch KAR-ton
    Kann ich mit Karte zahlen?
    Polen ist deutlich bargeldloser als Deutschland: Karte geht praktisch überall, kontaktlos, bis zum Marktstand und zur Bahnhofstoilette. Die Einheimischen zahlen mit „BLIK“, einem Code aus der Banking-App, der ein polnisches Konto voraussetzt – diese Option kannst du übergehen. Gezahlt wird in Złoty, nicht in Euro; das „ł“ in „zapłacić“ ist kein l, sondern ein kurzes u mit gerundeten Lippen wie das u-Element in „Haus“, und das „ą“ in „kartą“ ein nasales o.
    Czy mogę zapłacić kartą? – Oczywiście, zbliżeniowo. — Kann ich mit Karte zahlen? – Natürlich, kontaktlos.
  8. Na zdrowie! na SDRO-wje
    Prost!
    Anstoßen, in die Augen sehen, sagen – die Regel kennst du von „Prost“. Dasselbe Wort erledigt zugleich die Arbeit von „Gesundheit!“ nach dem Niesen. Wodka kommt eiskalt im Gläschen und rundenweise, jede Runde mit eigenem Spruch; der Gastgeber schenkt nach, und „nie, dziękuję“ mit der Hand über dem Glas ist völlig in Ordnung.
    Na zdrowie! – Na zdrowie! — Prost! – Prost!
  9. Smacznego! ssmatsch-NE-go
    Guten Appetit!
    Derselbe Reflex wie „Guten Appetit“: Der Kellner sagt es beim Abstellen der Teller, und die Gäste sagen es einander am Tisch. Geantwortet wird „dziękuję“ oder „dziękuję, nawzajem“, also „danke, gleichfalls“. Sag es auch, wenn du an Essenden vorbeigehst oder vom Tisch aufstehst, während andere noch essen; das anlautende „s“ bleibt dabei scharf: „ssmatsch-NE-go“.
    Smacznego! – Dziękuję, nawzajem. — Guten Appetit! – Danke, gleichfalls.
  10. Napiwek na-PI-wek Schild
    Trinkgeld (auf der Rechnung oder am Kartenterminal)
    Ein Gedeck oder eine Couvert-Gebühr kennt Polen nicht, und die Bedienung wird wie bei uns nicht extra aufgeschlagen – nur in manchen Touristenrestaurants erscheint bei Gruppen eine Zeile „serwis“ von etwa zehn Prozent, dann bitte nicht noch einmal obendrauf. Üblich sind rund zehn Prozent für guten Service. Am Terminal fragt die Bedienung oft von selbst nach dem Trinkgeld oder tippt den Betrag ein, den du nennst. Bar sagst du „reszty nie trzeba“ („stimmt so“), lässt das Geld liegen – oder sagst schlicht „dziękuję“, wenn du den Schein übergibst.
    Napiwek nie jest wliczony w rachunek. — Das Trinkgeld ist in der Rechnung nicht enthalten.
Tag 3

Bezahlen und Einkaufen

10 Sätze

Nach Preisen fragen, bezahlen, schauen ohne zu kaufen und die zwei Schilder lesen, die zählen.

  1. Ile kosztuje…? I-le kosch-TU-je Satzmuster
    Was kostet…?
    Schema: „ile kosztuje“ plus die Sache, oder „ile to kosztuje?“ mit dem Finger darauf; an der Kasse fragt „ile płacę?“ nach der Gesamtsumme. Gezahlt wird in Złoty (zł oder PLN) und „grosz“, denn Polen gehört nicht zur Euro-Zone – die wenigen Läden, die Euro annehmen, rechnen zu einem schlechten Kurs um. Als grobe Orientierung: Hundert Złoty sind gut zwanzig Euro.
    Ile to kosztuje? Ile kosztuje bilet? — Was kostet das? Was kostet eine Fahrkarte?
  2. To za drogo to sa DRO-go
    Das ist zu teuer
    Preise sind in Läden, Restaurants und Taxis fest, und Handeln wirkt dort genauso unpassend wie bei uns. Verhandeln lässt sich allenfalls auf dem Flohmarkt („pchli targ“) und bei Straßenkünstlern. Sag den Satz, häng „dziękuję“ an und geh weiter – solange du höflich bleibst, nimmt das niemand krumm.
    To za drogo. Dziękuję, do widzenia. — Das ist zu teuer. Danke, auf Wiedersehen.
  3. Gotówką czy kartą? go-TUF-kon tschi KAR-ton
    Bar oder Karte?
    Die Frage an jeder Kasse; du antwortest mit dem einen Wort, dessen Endung „-ą“ (nasales o) das „mit“ bereits enthält. Zwei Nachfragen sind Routine: „paragon?“ (Kassenbon?) und „reklamówka?“ oder „torebka?“ (Tragetasche, kostet extra). Bei Barzahlung hörst du vielleicht „ma pan drobne?“ – „hat der Herr Kleingeld?“, wieder die dritte Person.
    Gotówką czy kartą? – Kartą, poproszę. — Bar oder Karte? – Mit Karte, bitte.
  4. Poproszę paragon po-PRO-sche pa-RA-gon
    Den Kassenbon, bitte
    Jede Kasse druckt den „paragon“, und das Personal muss ihn aushändigen; mitnehmen musst du ihn nicht, aber ohne ihn gibt es keinen Umtausch und keine Preisreklamation. Die Mehrwertsteuer-Rückerstattung an der Grenze steht nur Reisenden mit Wohnsitz außerhalb der EU zu – als Gast aus Deutschland kommst du dafür nicht infrage, das Thema erledigt sich also. „Faktura“ ist die Rechnung auf eine Firma; die brauchst du nicht.
    Poproszę paragon. – Proszę. — Den Kassenbon, bitte. – Bitte sehr.
  5. Tylko oglądam, dziękuję TIL-ko o-GLON-dam, dschen-KU-je
    Ich schaue mich nur um, danke
    Die Antwort auf „w czym mogę pomóc?“, also „kann ich Ihnen helfen?“. Aufdringlich ist das Personal selten, du wirst den Satz daher kaum brauchen. Wichtiger ist das, was du aus der deutschen Bäckerei kennst: „dzień dobry“ beim Betreten kleiner Läden und „do widzenia“ beim Gehen, gekauft oder nicht.
    W czym mogę pomóc? – Tylko oglądam, dziękuję. — Kann ich Ihnen helfen? – Ich schaue mich nur um, danke.
  6. To wszystko, dziękuję to FSCHIST-ko, dschen-KU-je
    Das wäre alles, danke
    Beendet die Bestellung an der Wursttheke, beim Bäcker und am Marktstand, wo nach jedem Stück „coś jeszcze?“ kommt. Wurst und Käse verlangst du nicht in Gramm, sondern in „deko“ zu je zehn Gramm: „dwadzieścia deko“ sind zweihundert Gramm, „pół kilo“ ein halbes Kilo Obst. Vor dem stimmlosen „sz“ wird das „w“ zu f: „FSCHIST-ko“.
    Coś jeszcze? – To wszystko, dziękuję. — Sonst noch etwas? – Das wäre alles, danke.
  7. Poproszę to po-PRO-sche to
    Das hier, bitte (zeigend)
    Zeigen plus dieser Satz bestellt jedes Gebäck, Brötchen oder Ticket und umgeht sämtliche Endungen. „Na wynos“ heißt „zum Mitnehmen“, „na miejscu“ „zum Hieressen“. Für „eines davon“ nimmst du „jeden taki“ (ein „pączek“), „jedna taka“ (eine „bułka“) oder „jedno takie“ (ein „ciastko“) – die drei Geschlechter entsprechen unseren drei Artikeln, und den Rest erledigt der Finger.
    Poproszę to. – Na miejscu czy na wynos? — Das hier, bitte. – Zum Hieressen oder zum Mitnehmen?
  8. Czy jest…? tschi jest Satzmuster
    Haben Sie…? / Gibt es…?
    Schema: „czy jest“ plus die Sache – die einfachste Art zu fragen, ob ein Laden oder Café etwas hat; im Plural „czy są“, ganz höflich „czy mają państwo…?“. „Czy“ leitet die Entscheidungsfrage ein und hat kein deutsches Gegenstück; wörtlich steht da nur „ob es gibt“. „Rozmiar“ ist die Kleidergröße, „numer“ die Schuhgröße, beide nach der EU-Skala, die du gewohnt bist.
    Czy jest większy rozmiar? Czy jest Wi-Fi? — Haben Sie eine größere Größe? Gibt es WLAN?
  9. Otwarte / Zamknięte ot-FAR-te / sam-KNJEN-te Schild
    Geöffnet / Geschlossen
    Die zwei Türschilder; in Öffnungszeiten stehen stattdessen „czynne“ (geöffnet) und „nieczynne“ (geschlossen). Die Sonntagsruhe kennst du, hier ist sie ein Handelsverbot mit knappen Ausnahmen: An etwa acht Sonntagen im Jahr – Ende Januar, April, Juni und August sowie vor Ostern und Weihnachten – darf verkauft werden, sonst öffnen nur „Żabka“-Kioske, Tankstellen, Apotheken, Cafés und Restaurants. Werktags haben Supermärkte lange offen, oft von sechs oder sieben bis zweiundzwanzig Uhr, ohne Mittagspause.
    Zamknięte w niedziele. Czynne: pon.–sob. 8–20. — Sonntags geschlossen. Geöffnet: Mo.–Sa. 8–20 Uhr.
  10. Wyprzedaż / Kasa wi-PSCHE-dasch / KA-ssa Schild
    Schlussverkauf / Kasse
    „Wyprzedaż“ ist der Saisonschlussverkauf, „promocja“ das alltägliche Angebot im Regal, „rabat“ der Nachlass. „Kasa“ ist die Kasse im Laden und zugleich der Fahrkarten- oder Museumsschalter; „kasa nieczynna“ bedeutet, dass genau diese geschlossen ist, du also die nächste nimmst. Aussprachefalle für uns: Das polnische „s“ bleibt immer scharf – wo wir es zwischen Vokalen summen lassen wie in „lesen“, heißt es hier „KA-ssa“.
    Wyprzedaż: do 50% taniej. Kasa nr 3. — Schlussverkauf: bis zu 50 % günstiger. Kasse Nr. 3.
Tag 4

Unterwegs und Schilder

10 Sätze

Dinge finden, ein Ticket kaufen und die Schilder lesen, an denen du vorbeikommst.

  1. Gdzie jest…? gdsche jest Satzmuster
    Wo ist…?
    Schema: „gdzie jest“ plus den Ort. Ein Geschenk für uns: Artikel gibt es im Polnischen nicht, du sagst also das nackte Substantiv, ohne dich zwischen der, die und das entscheiden zu müssen. Beginne mit „przepraszam“; die Antwort besteht aus den drei Richtungswörtern, und „czy to daleko?“ („ist es weit?“) bringt dir eine Angabe in Minuten.
    Gdzie jest dworzec? Gdzie jest toaleta? — Wo ist der Bahnhof? Wo ist die Toilette?
  2. Gdzie jest toaleta? gdsche jest to-a-LE-ta
    Wo ist die Toilette?
    Die Türfalle: Ältere Toiletten tragen statt Wörtern einen Kreis für die Damen und ein Dreieck für die Herren; neuere schreiben „damska“ und „męska“. Öffentliche Toiletten an Bahnhöfen und in Parks kosten ein paar Złoty, oft per Karte; kostenlos ausweichen kannst du in ein Café oder in eine „galeria“, also ein Einkaufszentrum. „WC“ versteht man überall.
    Przepraszam, gdzie jest toaleta? – Na dole, na prawo. — Entschuldigen Sie, wo ist die Toilette? – Unten, rechts.
  3. Gdzie jest dworzec? gdsche jest DWO-schets
    Wo ist der Bahnhof?
    „Dworzec“ allein meint den Bahnhof, „dworzec autobusowy“ den Busbahnhof, der meist direkt daneben liegt. „Główny“ hinter dem Stadtnamen ist unser „Hauptbahnhof“ (Kraków Główny), in Warschau heißt er „Warszawa Centralna“; eine U-Bahn hat allein Warschau. Zwei Laute stecken in einem Wort: „rz“ ist ein sch – zwischen Vokalen genau genommen das weiche aus „Journal“, mit unserem harten sch liegst du aber nah genug, und genau so steht es hier –, und „c“ ist unser „z“ wie in „Zeit“: „DWO-schets“.
    Gdzie jest dworzec? – Prosto, dziesięć minut. — Wo ist der Bahnhof? – Geradeaus, zehn Minuten.
  4. Poproszę bilet do Krakowa po-PRO-sche BI-let do kra-KO-wa
    Eine Fahrkarte nach Krakau, bitte
    „W jedną stronę“ ist einfach, „powrotny“ hin und zurück; gekauft wird vorher an der „kasa“, am Automaten oder in der App, und wer doch ohne Fahrkarte einsteigt, meldet sich sofort beim Schaffner und zahlt einen Zuschlag statt einer Strafe. Nach „do“ ändert der Stadtname seine Endung: „do Krakowa“, „do Warszawy“, „do Gdańska“. Und eine Höflichkeit, die zählt: Am Schalter und gegenüber Polen nennst du die Städte bei ihrem polnischen Namen – Wrocław, Gdańsk, Szczecin. Unter uns heißen sie auf Deutsch weiterhin Breslau, Danzig und Stettin, nur versteht dich das Schalterpersonal damit nicht, und wer im Gespräch auf den deutschen Namen beharrt, rührt an die Geschichte vor 1945.
    Poproszę bilet do Krakowa. – W jedną stronę czy powrotny? – W jedną stronę. — Eine Fahrkarte nach Krakau, bitte. – Einfach oder hin und zurück? – Einfach.
  5. Który peron? KTU-ri PE-ron
    Welcher Bahnsteig?
    Polnische Bahnhöfe nennen zwei Zahlen, und darin liegt der Unterschied zu Deutschland: „peron“ ist der Bahnsteig, „tor“ das Gleis an einer seiner beiden Seiten. Die Durchsage „peron trzeci, tor drugi“ heißt Bahnsteig drei, Gleis zwei, und die beiden Zahlen stimmen fast nie überein – merke dir also immer beide. Auf der Tafel steht „odjazdy“ für Abfahrt, „przyjazdy“ für Ankunft und „opóźniony“ für verspätet.
    Który peron do Warszawy? – Peron trzeci, tor drugi. — Welcher Bahnsteig nach Warschau? – Bahnsteig drei, Gleis zwei.
  6. Na lewo / na prawo / prosto na LE-wo / na PRA-wo / PROS-to
    Links / rechts / geradeaus
    Die drei Wörter, aus denen jede Antwort auf „gdzie jest“ besteht; „w lewo“ und „w prawo“ bedeuten dasselbe. Dazu kommen „daleko“ (weit), „blisko“ (nah), „za rogiem“ (um die Ecke) und „obok“ (daneben). Gezeigt wird fast immer mit der Hand.
    Prosto, potem na lewo. — Geradeaus, dann links.
  7. Wejście / Wyjście WEJ-schtsche / WIJ-schtsche Schild
    Eingang / Ausgang
    Ein Buchstabe Unterschied: „wejście“ mit e führt hinein, „wyjście“ mit y hinaus. „Wstęp wolny“ am Museum oder an der Kirche heißt „Eintritt frei“, „wstęp wzbroniony“ dagegen „Zutritt verboten“. Kirchen stehen tagsüber offen, sind aber keine Museen: Mütze ab, leise sprechen, während der Messe nicht fotografieren – und an den Gedenkstätten, in Auschwitz-Birkenau oder auf dem Gelände von Majdanek, gilt dasselbe in strengerer Form, also keine Selfies und kein Posieren.
    Wyjście ewakuacyjne. Wstęp wolny. — Notausgang. Eintritt frei.
  8. Pchać / Ciągnąć pchatsch / TSCHONG-nontsch Schild
    Drücken / Ziehen
    Die beiden Türverben stehen im Infinitiv. Genauso oft steht dort aber „od siebie“ (von sich weg, also drücken) oder „do siebie“ (zu sich hin, ziehen), was man sich leichter merkt. „Nacisnąć“ (drücken) findest du auf Knöpfen; das „ch“ in „pchać“ ist wieder der Ach-Laut.
    Pchać. – Ciągnąć. — Drücken. – Ziehen.
  9. Skasuj bilet SKA-ssuj BI-let Schild
    Fahrschein entwerten
    Entwerten kennst du, streng ist hier der Zeitpunkt: Der Papierfahrschein gilt erst, wenn er unmittelbar nach dem Einsteigen im gelben oder orangefarbenen „kasownik“ an der Tür abgestempelt ist – Kontrolleure in Zivil kassieren an Ort und Stelle, rund 250 bis 300 Złoty plus Fahrpreis. In der App gekaufte Tickets (jakdojade, mPay, SkyCash) aktivierst du beim Einsteigen in der App, und was du am Automaten im Fahrzeug mit Karte kaufst, ist bereits entwertet. Im Zug wird gar nicht entwertet; dort brauchst du nur die Fahrkarte vor dem Einsteigen.
    Skasuj bilet zaraz po wejściu. – Bilety do kontroli, proszę. — Entwerte die Fahrkarte sofort nach dem Einsteigen. – Die Fahrscheine zur Kontrolle, bitte.
  10. Przystanek pschi-STA-nek Schild
    Haltestelle (Bus / Straßenbahn)
    Das Wort auf jedem Haltestellenschild und in der Ansage „następny przystanek“ („nächste Haltestelle“). „Na żądanie“ ist die Bedarfshaltestelle: Drück rechtzeitig den Knopf, sonst fährt der Bus durch, und winke, wenn du dort wartest. „Pętla“ ist die Endhaltestelle.
    Następny przystanek: Dworzec Główny. Przystanek na żądanie. — Nächste Haltestelle: Hauptbahnhof. Bedarfshaltestelle.
Tag 5

Hotel und Hilfe

10 Sätze

Einchecken, online gehen und Hilfe bekommen, wenn etwas schiefgeht.

  1. Mam rezerwację mam re-ser-WATS-je
    Ich habe eine Reservierung
    Der Satz an der Rezeption und im Restaurant; „na nazwisko“ plus Nachname nennt den Namen. Der Ausweis („paszport“ oder Personalausweis) wird zum Anmelden verlangt und sofort zurückgegeben. In Ferien- und Kurorten kommt eine „opłata miejscowa“ beziehungsweise „opłata klimatyczna“ dazu, also die Kurtaxe von ein paar Złoty pro Person und Nacht, oft nur bar an der Rezeption zu zahlen.
    Dzień dobry, mam rezerwację na nazwisko Smith. — Guten Tag, ich habe eine Reservierung auf den Namen Smith.
  2. Poproszę klucz po-PRO-sche klutsch
    Den Schlüssel, bitte
    Große Hotels arbeiten mit Karten („karta“), in Pensionen („pensjonat“) und älteren Häusern hängt der Schlüssel an der Rezeption: beim Weggehen abgeben, beim Zurückkommen mit der Zimmernummer erfragen. „Pokój“ ist das Zimmer – und zugleich das Wort für Frieden.
    Poproszę klucz. Pokój dwanaście. — Den Schlüssel, bitte. Zimmer zwölf.
  3. Jakie jest hasło do Wi-Fi? JA-kje jest CHA-ssuo do WI-fi
    Wie lautet das WLAN-Passwort?
    „Hasło“ ist das Passwort; mit dem Kürzel „WLAN“ kann in Polen niemand etwas anfangen, dort heißt es „Wi-Fi“ und wird auch so gesprochen. In Cafés steht es oft auf dem Kassenbon oder auf einer Tafel am Tresen, und im EU-Tarif telefonierst und surfst du ohnehin zu deinen heimischen Konditionen. Das „h“ in „hasło“ ist kein gehauchtes h wie in „Haus“, sondern der Ach-Laut, und das „ł“ ein kurzes u: „CHA-ssuo“.
    Jakie jest hasło do Wi-Fi? – Jest na karcie w pokoju. — Wie lautet das WLAN-Passwort? – Es steht auf der Karte im Zimmer.
  4. O której jest śniadanie? o KTU-rej jest schnja-DA-nje
    Wann gibt es Frühstück?
    „O której“ heißt „um wie viel Uhr“, die Antwort kommt als „od… do…“, am Wochenende meist später. Das Frühstück ist ein herzhaftes Buffet: Brot, Aufschnitt, Käse, Eier, saure Gurken und „twaróg“, ein körniger Quark – Marmelade und Müsli stehen daneben, sind aber Beiwerk. Die zweite Frage, die du brauchst, lautet „o której jest wymeldowanie?“, also wann der Check-out ist.
    O której jest śniadanie? – Od siódmej do dziesiątej. — Wann gibt es Frühstück? – Von sieben bis zehn.
  5. Pomocy! po-MO-tsi
    Hilfe!
    Ruf es laut, verstanden wird es von jedem. Der Notruf ist die 112 wie zu Hause, mit englischsprachigen Vermittlern; daneben funktionieren weiterhin 999 für den Rettungsdienst und 997 für die Polizei. „Złodziej!“ heißt „Dieb!“, falls jemand nach deiner Tasche greift; das „c“ in „pomocy“ ist unser „z“ wie in „Zeit“.
    Pomocy! Proszę wezwać karetkę! — Hilfe! Rufen Sie bitte einen Krankenwagen!
  6. Potrzebuję lekarza po-tsche-BU-je le-KA-scha
    Ich brauche einen Arzt
    „Potrzebuję“ heißt „ich brauche“, und im Notfall wählst du 112. Die Notaufnahme des Krankenhauses heißt „SOR“; dort legst du die Europäische Krankenversicherungskarte vor, die bei uns auf der Rückseite der Versichertenkarte aufgedruckt ist. Für Kleinigkeiten reicht die Apotheke, sonst gehst du in eine Privatklinik wie Medicover oder LUX MED, wo du kurzfristig auch auf Englisch einen Termin bekommst.
    Potrzebuję lekarza. Źle się czuję. — Ich brauche einen Arzt. Mir ist nicht gut.
  7. Gdzie jest apteka? gdsche jest ap-TE-ka
    Wo ist die Apotheke?
    Halte nicht nach dem roten A Ausschau: Das Zeichen ist ein grünes Kreuz mit dem Wort „Apteka“, und es findet sich in fast jeder Straße. „Apteka całodobowa“ hat rund um die Uhr geöffnet, und an jeder Tür hängt der Hinweis auf den nächsten Notdienst. Beraten wird ausführlich, vieles gibt es rezeptfrei; einfache Schmerzmittel führen sogar „Żabka“-Kioske und Tankstellen.
    Gdzie jest najbliższa apteka? – Za rogiem. — Wo ist die nächste Apotheke? – Um die Ecke.
  8. Proszę wezwać policję PRO-sche WES-watsch po-LITS-je
    Rufen Sie bitte die Polizei
    „Proszę“ plus Grundform des Verbs ist die höfliche Art, jemanden um irgendetwas zu bitten – eine bequeme Abkürzung, weil du dich um keine Verbendung kümmern musst. Die Polizei erreichst du über 112 oder 997; für die Versicherung brauchst du eine Anzeige („zgłoszenie“) auf dem „komisariat“, also der Wache, und dazu deinen Ausweis. Die uniformierte „straż miejska“ in den Innenstädten hilft ebenfalls weiter.
    Proszę wezwać policję. Ukradziono mi portfel. — Rufen Sie bitte die Polizei. Mir wurde die Brieftasche gestohlen.
  9. Zgubiłem się / Zgubiłam się sgu-BI-uem sche / sgu-BI-uam sche
    Ich habe mich verlaufen
    Etwas, das dem Deutschen völlig fehlt: Die Vergangenheitsform trägt das Geschlecht der sprechenden Person – Männer sagen „zgubiłem“, Frauen „zgubiłam“, und das gilt für jedes Verb in der Vergangenheit. Häng „gdzie jest“ plus den Ort an oder zeig die Adresse auf dem Handy. „Czy to daleko?“ („ist es weit?“) bringt dir eine brauchbare Antwort.
    Zgubiłam się. Gdzie jest Rynek Główny? — Ich habe mich verlaufen. Wo ist der Hauptmarkt?
  10. Czy może pan / pani zamówić taksówkę? tschi MO-sche pan / PA-ni sa-MU-witsch tak-SSUF-ke formal
    Können Sie bitte ein Taxi rufen?
    Wieder die Anrede über „pan“ und „pani“ mit dem Verb in der dritten Person, wörtlich „kann der Herr ein Taxi bestellen?“; Hotels und Restaurants übernehmen das gern. Praktisch sind die Apps (Bolt, Uber, iTaxi) mit Festpreis meist günstiger, und konzessionierte Taxis am Stand tragen Firmennamen und Telefonnummer und fahren nach Taxameter. Steig nie bei den Männern ein, die in der Ankunftshalle in Warschau oder Krakau „taxi?“ rufen.
    Czy może pani zamówić taksówkę? – Oczywiście, dokąd? — Können Sie bitte ein Taxi rufen? – Natürlich, wohin?
Bonus

Zahlen 1–10

10 Karten

Gruppengrößen, Preise, Gleise, Zimmernummern. Eine optionale sechste Sitzung, und die Gruppe, die am häufigsten als Karteikarten ausgedruckt wird.

jeden
eins
JE-den
dwa
zwei
dwa (w wie in „Wasser“)
trzy
drei
tschi
cztery
vier
TSCHTE-ri
pięć
fünf
pjentsch
sześć
sechs
scheschtsch
siedem
sieben
SCHE-dem
osiem
acht
O-schem
dziewięć
neun
DSCHE-wjentsch
dziesięć
zehn
DSCHE-schentsch

Fragen von Reisenden

Wie viele Sätze auf Polnisch brauche ich für eine Reise nach Polen?

Etwa fünfzig. Reisende berichten immer wieder, dass eine Handvoll Sätze am meisten gebracht hat, und zwar als Höflichkeit, nicht als Überlebenshilfe: beim Betreten eines Ladens grüßen, danke sagen, höflich fragen. Dieses Kit sind fünfzig Sätze in fünf Tagen zu je zehn, mit den zehn, die zählen, an Tag eins, dazu die Zahlen eins bis zehn als Bonus.

Wie sagt man danke auf Polnisch?

Auf Polnisch heißt danke “Dziękuję” (dschen-KU-je). Die Antwort darauf ist „proszę“ oder „proszę bardzo“. Die Falle lauert beim Bezahlen im Lokal oder im Taxi: Ein „dziękuję“ genau in dem Moment, in dem du das Geld übergibst, heißt dort so viel wie „stimmt so“ – das Wechselgeld ist damit weg. Warte, bis du es in der Hand hast, und bedanke dich erst dann. An der Ladenkasse gilt das nicht, dort bekommst du dein Rückgeld ohnehin. „Dzięki“ ist das lockere Danke unter Freunden.

Wie sagt man Entschuldigung auf Polnisch?

Um auf dich aufmerksam zu machen oder dich zu entschuldigen, sagst du “Przepraszam” (psche-PRA-scham). Ein Wort für alles: den Kellner heranwinken, eine fremde Person ansprechen, ein Anrempeln, und mit „bardzo przepraszam“ auch die ernst gemeinte Entschuldigung. Fürs Aussprechen ist das Deutsche bestens gerüstet – „sz“ ist unser „sch“, „cz“ unser „tsch“, „rz“ hier ebenfalls „sch“ –, nur die Betonung sitzt anders: Polnisch betont fast immer die vorletzte Silbe, also „psche-PRA-scham“ und nicht die erste wie bei uns.

Wie bitte ich auf Polnisch um die Rechnung?

Nach der Rechnung fragst du mit “Rachunek poproszę” (ra-CHU-nek po-PRO-sche). Die Rechnung kommt erst, wenn du danach fragst; anschließend hörst du „razem czy osobno?“ (zusammen oder getrennt) und „kartą czy gotówką?“. Ein „stimmt so“ gibt es durchaus, es heißt „reszty nie trzeba“ – die Falle ist die kürzere Variante: Wer beim Übergeben des Geldes „dziękuję“ sagt, hat das Wechselgeld damit verschenkt. Das „ch“ in „rachunek“ ist übrigens unser Ach-Laut, derselbe wie in „Buch“.

Wie frage ich auf Polnisch nach der Toilette?

Frag “Gdzie jest toaleta?” (gdsche jest to-a-LE-ta). Die Türfalle: Ältere Toiletten tragen statt Wörtern einen Kreis für die Damen und ein Dreieck für die Herren; neuere schreiben „damska“ und „męska“. Öffentliche Toiletten an Bahnhöfen und in Parks kosten ein paar Złoty, oft per Karte; kostenlos ausweichen kannst du in ein Café oder in eine „galeria“, also ein Einkaufszentrum. „WC“ versteht man überall.

Kann ich wirklich fünfzig Sätze auf Polnisch in fünf Tagen lernen?

Ja, bei zehn neuen Sätzen am Tag. Das sind fünf bis acht Minuten täglich mit verteiltem Wiederholen, weil die App die Sätze von Tag eins an den Tagen zwei bis fünf zurückbringt, während du die nächsten zehn hinzunimmst. Fang eine Woche vor der Abreise an, und du kommst mit allen fünfzig an. Das druckbare Blatt ist die Rückversicherung für die Reise selbst.

Vor der Abreise

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